Dezember 2025 – Februar 2026, BHROX Bauhaus Reuse, Mittelinsel Ernst‑Reuter‑Platz
Einladung an Mitarbeitende aller Berliner Bezirks- und Senatsverwaltungen
Hitze, Starkregen und wachsende Alltagsbelastungen lassen uns spüren, dass Gesundheit keine Aufgabe eines einzelnen Ressorts sein kann. Was tagtäglich – oft unabgesprochen – in der Bauaufsicht, im Gesundheitsamt, in der Umwelt‑, Haushalts‑ oder Wirtschaftsförderung entschieden wird, bestimmt, ob Berlin
widerstandsfähiger oder verletzlicher wird.
Jede kleine Entscheidung beeinflusst die Lebensqualität in den Berliner Bezirken. Wird ein Baum als Objekt abgeschrieben oder für seine tatsächliche Ökosystemleistung wertgeschätzt? Wie viele Neubauten erhalten eine Ausnahmegenehmigung fürs Einleiten von Regen-/Schmutzwasser in die Mischwasserkanalisation? Welche weiteren stadtgesundheitsförderlichen Regulationen werden als „technisch nicht machbar“ oder „wirtschaftlich unverhältnismäßig“ regelmäßig umgangen?
Wir laden Sie ein, gemeinsam verantwortungsvolle Handlungspfade auszuloten. In einer siebenteiligen Werkstattreihe eröffnen wir einen geschützten Raum zum Erforschen, Testen und Weiterentwickeln von Lösungen, die Gesundheitsschutz und Stadtentwicklung verbinden – jenseits von politischen Schlagzeilen und ohne zusätzliche Bürokratie.
Programm
10. Dezember 2025, 18:00 – 20:00 Uhr Auftaktforum: Stadtgesundheit als gemeinsame Aufgabe
17. Dezember 2025, 18:00 – 20:00 Uhr Recht nutzen: Befugnisse im Bau‑, Gesundheits‑ und Haushaltsrecht ausschöpfen
14. Januar 2026, 18:00 – 20:00 Uhr Daten verbinden: Geo‑ & Präventionsindikatoren in der Praxis
21. Januar 2026, 18:00 – 20:00 Uhr Finanzieren & Bewerten: Kostenwahrheit und Gemeinwohlrendite
28. Januar 2026, 18:00 – 20:00 Uhr Planen & Genehmigen: Fallstudien aus den Bezirken
04. Februar 2026, 18:00 – 20:00 Uhr Beteiligung ermöglichen: Nutzer‑ und Unternehmenssicht integrieren
11. Februar 2026, 18:00 – 20:00 Uhr Praxis-Sprint: Eigene Fälle modellieren, Prototypen testen
Ihre Teilnahme
Alle Berliner Bezirks- und Senatsverwaltungen sind herzlich eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und sich für eine aktive Mitwirkung an der Veranstaltungsreihe zu bewerben. Durch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 50 Personen, möchten wir intensive Zusammenarbeit ermöglichen. Hier können Sie sich bis 8. Dezember 2025 anmelden und kurz beschreiben, wie Ihre Arbeit und aktuelle Projekte mit den Inhalten der Veranstaltungsreihe korrespondieren und welche Praxisfragen Sie einbringen möchten. Einzelne Termine oder die komplette Serie stehen zur Wahl. Gemeinsam schaffen wir greifbare Handlungspfade, die Berlin gesünder und resilienter machen.
- Praxisnah statt abstrakt – Wir arbeiten an echten Berliner Fällen und stellen inspirierende Beispiele aus mehreren Bezirken vor, von denen wir gemeinsam
lernen können. - Silos aufbrechen – Gemeinsam erschließen wir rechtliche Spielräume, mit denen sich Nachhaltigkeitsziele in Bau‑ oder Finanzentscheidungen zu
verankern lassen. - Entscheidungen ausrichten – Statt zusätzlicher Richtlinien erarbeiten wir Prozessketten, die Abläufe vereinfachen und Stadtgesundheit priorisieren.
- Werkzeuge zum Anfassen – Testen Sie Prototypen, die Geo‑ mit Gesundheitsdaten verknüpfen und fundierte Entscheidungen im Tagesgeschäft
unterstützen.
Werden Sie Teil einer Praxisgemeinschaft, die Wissen teilt und im Alltag mutige Entscheidungen für eine gesunde Stadt trifft.
Ihr Nutzen- Sofort einsetzbares Wissen: juristische Argumentationshilfen, Textbausteine, Daten‑Dashboards
- Kiez‑übergreifendes Netzwerk: Kolleg:innen aus allen Bezirken mit ähnlichen Herausforderungen
- Direktes Erproben: Anwendung praxisnaher Werkzeuge, die sofort umsetzbare Lernimpulse bieten und Ihren Arbeitsalltag effektiv unterstützen
- Gemeinsames Online‑Archiv: Alle Materialien, Prototypen und Erkenntnisse werden Teil eines Wissensspeichers für den Arbeitsalltag
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag des Bezirksamts Charlottenburg‑Wilmersdorf
Dieser Werkstattreihe ging der Fachdialog „Neubewertung von Stadtnatur als lebende Infrastruktur“ voraus. Weitere Informationen finden Sie hier.