Das Kunstwerk „Für Galina und uns” der Künstlerin Stephanie Imbeau wurde am 16. Oktober 2025 am Grünzug Halemweg in Charlottenburg-Nord eingeweiht.
Im Vorfeld hatte Stephanie Imbeau mit ihrem Entwurf den Kunst-am-Bau-Wettbewerb gewonnen. Ihr Kunstwerk ist Teil der Gesamtmaßnahme zur Neu- und Umgestaltung der Grünverbindung, die durch Fördermittel des Programms „Nachhaltige Erneuerung“ finanziert wurde.
Durch den Wettbewerb konnte eine künstlerische Arbeit realisiert werden, die Geschichte im öffentlichen Raum sichtbar macht und zur Auseinandersetzung sowie zum Dialog anregt.
Das Werk ist Galina Romanova gewidmet, einer jungen Ärztin, die während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit in Berlin gezwungen wurde. Sie schloss sich dem Widerstand an und wurde 1944 im Alter von 25 Jahren hingerichtet. Ihr unvollendetes Leben steht stellvertretend für viele andere, deren Mut, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren, sie das Leben gekostet hat.
Das Kunstwerk von Stephanie Imbeau bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Platz zu nehmen und sich mit den Themen Verlust, Geschichte und Menschlichkeit auseinanderzusetzen.
Wer wir sind, wird durch Erinnerung geprägt. Das Erinnern an die Geschichte ist Teil unserer Identität – es macht uns bewusst, was zerbrechlich ist, was verloren gegangen ist und was wir gemeinsam aufbauen können. Bei diesem Projekt geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um uns heute: Es schafft Räume zum Zuhören, Nachdenken und Begegnen. Das Kunstwerk „Für Galina und uns„ hat die Gestalt von zwei überdimensionalen, zerbrochenen Keramikschalen, und sich als Fragmente dicht beieinander im Gras gegenüber stehen. Auf dem ersten Blick lässt sich vermuten, dass die beiden Teile zusammen ein Ganzes bilden. Allerdings zeigen die unterschiedlichen Farben und Oberflächen, dass sie von verschiedenen Gefäßen stammen.