Zur Einweihung der Skulptur versammelten sich am 16. Oktober etwa vierzig Gäste aus Politik, Kunst, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Auch Nachbarn folgten der Einladung des Stadtrates für Ordnung, Umwelt, Straßen und Grünflächen von Charlottenburg-Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger. Er würdigte in seiner Ansprache den Mut der ukrainischen Ärztin Galina Romanowa, die vor 81 Jahren in Plötzensee hingerichtet wurde und der das Kunstwerk gewidmet ist. Der Stadtrat mahnte zudem an, dass ihr Widerstand gegen die Nationalsozialisten ein Signal an die heutige Generation sei, miteinander im Dialog zu bleiben. Deshalb habe sich das Bezirksamt gemeinsam mit der kanadisch-amerikanischen Künstlerin und der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand bewusst auf den zunächst irritierenden Titel des Kunstwerks – „Für Galina und uns“ – verständigt. Um diesen zu verstehen, müsse man sich auf das Kunstwerk einlassen.
Es fügt sich inhaltlich gut in die „Gedenkregion Charlottenburg-Nord“ ein und schaffe eine Verbindung zum „Pfad der Erinnerung“, der sich bis zur Hinrichtungsstätte Plötzensee erstreckt. Folgerichtig widmen sich die alljährlichen „Plötzenseer Tage“ des Ökumenischen Gedenkzentrums (23.1.–2.2.2026) diesmal Galina Romanowa. Dazu ist eine Delegation aus ihrer ukrainischen Geburtsstadt eingeladen. Zusammen möchte man sich austauschen und weitere historische Quellen zu der noch wenig bekannten, antifaschistischen Widerstandsgruppe „Europäische Union“ erschließen, der sie angehörte.