240. Kiezspaziergang: Vom Theodor-Heuss-Platz bis zur Avus-Tribüne

Theodor-Heuss-Platz von oben

Sehr geehrte Damen und Herren!
Herzlich willkommen zu unserem 240. Kiezspaziergang. Er führt uns heute vom Theodor-Heuss-Platz zur Avus-Tribüne, die wir am Ende auch besichtigen werden.

Ich bin Kirstin Bauch, die Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf.
Schon einmal der Hinweis vorweg: Der nächste Kiezspaziergang findet am Samstag, 11. März 2022, um 14 Uhr statt und ich führe Sie zum Thema „Frauen“ – passend zum Frauenmärz – durch Charlottenburg. Treffpunkt ist am Sophie-Charlotte-Platz.

Ewige Flamme.

Die Ewige Flamme.

Station 1: Theodor-Heuss-Platz

Wir stehen hier auf dem Theodor-Heuss-Platz. Der Platz ist Teil der Ost-West-Verbindung, die am Alexanderplatz beginnt und über die Magistralen Unter den Linden, Straße des 17. Juni, Bismarckstraße und Kaiserdamm hierherführt. Der Platz wurde von 1904 bis 1908 als Schmuckplatz in dem neuen Wohnviertel Neu-Westend angelegt. In der ersten Zeit hieß er Reichskanzlerplatz.
Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, am 21. April 1933, wurde der Platz in Adolf-Hitler-Platz umbenannt. Albert Speer plante eine monumentale Kolonnade und ein Denkmal für Mussolini auf dem Platz. Die Säulen für das Monument wurden in Stuttgart angefertigt und stehen dort noch heute an der Neckartalstraße. Hier wurde die Basisplattform fertiggestellt, auf der man 1952 einen Brunnen errichtete. Am 31. Juli 1947 bekam der Platz seinen ursprünglichen Namen Reichskanzlerplatz zurück.
Am 12. Dezember 1963 starb der erste Bundespräsident der jungen Bundesrepublik, Theodor Heuss. 6 Tage darauf bekam der Platz seinen Namen und eine Gedenktafel wurde enthüllt.

Auf ihr steht: THEODOR HEUSS 31.1.1884 – 12.12.1963 1. BUNDESPRÄSIDENT DER BUNDESREPUBILIK DEUTSCHLAND VON 1949 – 1959

Theodor Heuss war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Der liberale Politiker und Journalist ist Gründungsmitglied der FDP nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Bundespräsident ist er bestrebt, das Demokratieverständnis der Deutschen zu fördern, dem Vergessen des Holocausts entgegenzuwirken und das Ansehen Deutschlands in der Weltöffentlichkeit zu verbessern.
Ab 1948 war er Mitglied des Parlamentarischen Rates, der das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland entwarf. Heuss hatte großen Einfluss auf Inhalt und Form des Grundgesetzes. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz mit großer Mehrheit vom Parlamentarischen Rat verabschiedet. 1949 wurde er zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Heuss prägte das Amt mit seiner überparteilichen Amtsführung. Als Repräsentant der demokratisch-liberalen und kulturellen Traditionen Deutschlands konnte er im In- und Ausland Vertrauen für die Nachkriegsrepublik gewinnen.

Nun drehen wir uns einmal zum Mahnmal:

1.1 Mahnmal mit der ewigen Flamme
Das Mahnmal mit der Ewigen Flamme wurde 1955 von den “Landsmannschaften der deutschen Heimatvertriebenen” auf dem damaligen Reichskanzlerplatz aufgestellt und von Bundespräsident Theodor Heuss durch das Entzünden der Flamme eingeweiht. Es handelt sich um einen Kunststeinquader mit einer eisernen Opferschale, in der eine ewige Flamme bis zur Wiedervereinigung brennen sollte. Sie wurde aber nach der Wiedervereinigung nicht entfernt, sondern als Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung erhalten.
Die Flamme wurde durch die GASAG AG am 30. September 2022 infolge des Ukrainekrieges gelöscht. Die Kritik daran war jedoch so groß, dass die Flamme nach 12,5 Tagen wieder angestellt wurde.
Dabei verfeuert die symbolische Opferschale laut Gasag pro Jahr rund 210.000 kWh – das entspricht dem Verbrauch von rund 15 Einfamilienhäusern oder fast 40 Ein-Personen-Haushalten.

Wir schauen auf die Westseite des Platzes: zum Blauen Obelisk.

1.2 Blauer Obelisk
Der 15 Meter hohe Brunnen wurde als Brunnenanlage konzipiert. Mit dem zentralen Monument, einem Obelisken aus bläulich schimmernden Glas, gewann die Berliner Künstlerin Hella Santarossa einen Wettbewerb. Sie besteht aus übereinander gestapelten Kuben aus mundgeblasenem blauem Antikglas und wurde 1995 fertiggestellt. Das Brunnenwasser wird mittels einer Pumpe von oben über die Skulptur laufen gelassen.
Wegen der Gefahr einer raschen Verkalkung befand sich jahrelang nur “stilles” Wasser im Brunnenbecken am Fuß der Skulptur.
An der Westseite stehen in blauer Farbe von der Künstlerin handschriftlich geschriebene Texte „Zur Geschichte und zu Fragmenten zu unserer Zeit“ (Geschichte des Theodor-Heuss-Platzes bis hin zur Entstehung des Denkmals). Die blaue Säule ist ein Symbol für Völkerverständigung und Frieden.
Mehr von Hella Santarossa werden wir auch noch sehen, wenn wir am alten Messegebäude am Hammersköld-Platz vorbeikommen. Dort hat sie 2000 Quadratmeter Glaskunst in den Fassaden geschaffen.

Wir drehen uns ein Stück weiter und schauen auf das weiße Gebäude:

1.3 Deutschlandhaus
Auf der südwestlichen Seite des Platzes wurden von 1928 bis 1930 zwei sechsgeschossige Geschäftshäuser im Stil der Neuen Sachlichkeit gebaut, das Deutschland- und das Amerikahaus. Architekt war Heinrich Straumer. In den Häusern gab es Hotels, Cafés, Läden und das Kino Oberon. Das Kino war ursprünglich für 1200 Zuschauer geplant, musste aber nach baupolizeilichem Einspruch und siebenjähriger Überarbeitungszeit des Entwurfes auf 750 Plätze reduziert werden. 1937 wurde das Deutschlandhaus von der Deutschen Reichspost für Fernsehzwecke ausgebaut und ein Jahr später der im Turm des Amerikahauses installierte Fernsehsender in Betrieb genommen. Am 1. November 1938 war der Beginn des regelmäßigen Studiobetriebs. 1943 wurde der Sender durch alliierte Bomben zerstört, das Gebäude dabei aber nur geringfügig beschädigt.
1954 erwarb der Sender Freies Berlin das Deutschlandhaus für seine Fernsehabteilung und sendete von hier aus von 1955 bis 1970. Im Deutschlandhaus befand sich bis zur Wende auch der Sitz der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Deutschen Kinemathek sowie der Deutschen Welle. Das Amerikahaus wurde nach dem Krieg von den Britischen Streitkräften als Naafi-Club (Navy-Army-Air Force-Institution) genutzt.

1.4 Edinburgh House
Östlich des Deutschlandhaus‘ befindet sich das Edinburgh House, das heute Max-Kade-Haus heißt. Es war früher das Gästehaus der britischen Militärregierung. Es grenzt direkt an das Deutschlandhaus, von dem der britische Rundfunksender BFS (British Forces Network) von 1945 bis 1954 gesendet hat. Das Edinburgh House wurde nach Entwürfen von Werner Düttmann 1960 bis 1962 als sechsgeschossiger flachgedeckter Stahlskelettbau errichtet. Die Balkone sind mit weißen Keramik- und Aluminiumelementen verkleidet. Der östlichen Fassade ist ein Treppenhaus hinzugefügt. Mit dem Abzug der britischen Streitkräfte wurde das Edinburgh House auf Initiative Helmut Kohls und François Mitterands in eine Begegnungsstätte ausländischer Stipendiaten aus den vier Ländern der alliierten Schutzmächte umfunktioniert. Heute wird das Max-Kade-Haus als Wohnheim des Internationalen Studienzentrums Berlin betrieben. Dort können fortgeschrittene Studierende und junge Nachwuchsforscher:innen, vor allem aus dem Ausland, günstige Wohnungen für ihren Studien- und Forschungsaufenthalt anmieten. Es gibt 66 barrierefreie möblierte Zimmer. Neben der Möglichkeit für den gemeinsamen Austausch im Max-Kade-Saal gibt es auch ein Kulturprogramm, zum Beispiel Autorenlesungen, Diskussionen mit Politikern und Exkursionen zu architektonisch und geschichtlich interessanten Städten und Orten.

Nun schauen wir auf das Berliner Kabarett-Theater rechts des Deutschlandhauses – hier befindet sich das Kabarett „Die Wühlmäuse“

1.5 Wühlmäuse
Die Wühlmäuse ist eine Kabarett-Bühne mit gleichnamigem Ensemble, das im Dezember 1960 von Dieter Hallervorden mit Wilfried Herbst und einigen anderen Schauspielerkollegen in Berlin gegründet wurde. Die Kabarettbühne „Die Wühlmäuse“ hatte ihr erstes Domizil ab 1960 in Teilen des ehemaligen Scala-Gebäudes in Berlin-Schöneberg. Mitte der 1960er erfolgte der Umzug in die wesentlich größeren Räumlichkeiten des Theaters an der Lietzenburger. Wegen steigender Mieten entschloss sich Hallervorden 40 Jahre nach der Gründung zu einem weiteren Umzug und erwarb das einstige Summit House (vormals Amerikahaus) am Theodor-Heuss-Platz in Berlin-Westend. Hier errichtete er ab 2000 einen Theatersaal mit zwei Ebenen und insgesamt 516 Sitzplätzen.
Namensgebend für das Kabarett-Ensemble war eine Maus, die während einer Probe eine Zeitlang auf einem Klavier saß.
Als Dieter Hallervorden in den 1970er-Jahren seine Didi-Figur entwickelte und darauf aufbauend die Nonstop-Nonsens-Sendungen entstanden, wurde das Ensemble aufgelöst. 1992 kehrte Dieter Hallervorden zurück zu seinen Wurzeln und dem politischen Kabarett.
Er gründete die Filmgesellschaft Halliwood und produzierte in den folgenden Jahren unzählige Sendungen und Satire-Serien.
2010 beging das Theater seinen 50. Geburtstag. Damit zählen Die Wühlmäuse auch weiterhin zu den traditionsreichsten Kabarett- und Comedybühnen Deutschlands.

1.6 Skulptur: Zwei Köpfe
Wenn Sie nun alle auf die andere Seite Richtung RBB-Haus schauen, sehen Sie gleich hier vorne zwei Skulpturen.:
Die zwei Kopfskulpturen, die Sie sehen, sind von Rainer Kriester. Einige von Ihnen erinnern sich vielleicht: Der Spaziergang im Oktober führte am ehemaligen Wohnhaus von Rainer Krieser in der Barraschsstraße vorbei, in dessen Garten auch einige seiner Kopfskulpturen zu sehen sind.
Diese beiden wurden 1989 aufgestellt. Sie sind 2,60 Meter hoch. Der dunkle Kopf heißt „Großes Berliner Kopfzeichen“ und ist aus Bronze. Das Gesicht ist von einer Maske bedeckt, die voller Einschnitte und Kerben ist. Der helle Kopf heißt „Großer verschnürter Kopf“ und ist aus Kalkstein. Bis auf den Mund ist er verschnürt, zugenäht und verhüllt.
Rainer Kriester wurde 1935 in Plauen geboren und starb 2002 in Italien. Er war vor allem Bildhauer. Ein großer Teil seiner künstlerischen Arbeiten aus den 1970er-Jahren sind abstrahierte Köpfe, wie diese hier, deren Oberflächen bearbeitet sind.

Wir gehen nun über die Ampel und auf dem Hammarskjöldplatz.

Bilder der oben erwähnten Stationen

  • Theodor Heuss Gedenktafel 2023

    Theodor Heuss Gedenktafel

  • Blauer Obelisk

    Blauer Obelisk

  • Deutschland- und Amerikahaus (Naafi-Haus)

    Deutschland- und Amerikahaus (Naafi-Haus)

  • Die Wühlmäuse.

    Die Wühlmäuse

  • Skulptur "Zwei Köpfe" auf dem Theodor-Heuss-Platz

    Skulptur "Zwei Köpfe" auf dem Theodor-Heuss-Platz

Funkturm mit Messe

Funkturm mit Messe

Station 3: Hammarskjöldplatz

GEGENÜBER: Station 3.1. Masurenallee 14/Haus des Rundfunks
Ein Blick zunächst auf die andere Straßenseite: Das Haus des Rundfunks ist eines der ersten Rundfunkgebäude in Europa, älter ist nur das Münchner Funkhaus. Das Konzept stammt von Hans Poelzig, dessen Entwurf sich bei einem städtebaulichen Wettbewerb durchsetzen konnte.
Von den Enden der 150 Meter langen Hauptfront an der Masurenallee schwingen zwei Flügel konvex nach hinten und bilden so ein stumpfes Dreieck. In der Mitte liegen drei trapezförmige Sendesäle, die vom großen Lichthof hinter der Hauptfront radial ausgehen, somit vier Innenhöfe bildend. Beeindruckend ist die fünfgeschossige Hauptfront, deren mittlere 32 Achsen um ein Geschoss erhöht sind. Der monumentale Baukörper ist ausschließlich vertikal gegliedert – mit rotbraunen Keramikplatten verkleidete Streifen springen aus den schwarz geklinkerten Wandflächen hervor. Die Büro- und Redaktionsräume befinden sich an den Außenseiten des Gebäudes und umschließen die drei großen Studiokomplexe, die damit vom Straßenlärm weitgehend abgeschirmt sind. Im Büro- und Redaktionstrakt sind nur die Außenwände tragend; sämtliche Zwischenwände können daher je nach Bedarf der Raumgröße variabel herausgenommen und eingebaut werden. Da sich in der Zusammensetzung der Redaktionen häufig Veränderungen ergeben und Zwischenwände versetzt werden, variiert die genaue Anzahl der Räume ständig. Die imposante Fassade ist mit schwarzen Klinkersteinen sowie rotbraunen Keramikfliesen versetzt.
Der große Sendesaal mit bis zu 900 Zuschauerplätzen wird für Konzerte und Radiomitschnitte genutzt. Er ist heute noch im Look der 50er gestaltet. Seine ausgefeilte Technik und die besonders gute Akustik haben ebenfalls die Zeit überstanden. Er besitzt sogar ein eigenes Fundament, so dass Schwingungen aus dem Gebäude nicht übertragen werden. Daneben steht auch der Kleine Sendesaal mit seinen 150 Sitzplätzen für Konzerte offen.
Seit Mai 2003 ist es Sitz des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

3.2. Gedenkstätte für Dag Hammarskjöld

Der Hammersköld-Platz Platz wurde 1961 nach dem schwedischen Politiker, UNO-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Dag Hammarskjöld (Hammerschöld) benannt, der von 1905 bis 1961 lebte. Er starb bei einem bis heute ungeklärten Flugzeugabsturz in Zentralafrika. Der Platz wurde zusammen mit dem Eingangsgebäude der Messe 1937 nach den Plänen des Architekten Richard Ermisch erbaut und hieß damals Platz vor der Messe. Der Entwurf des Platzes war von Richard Lesser und Ludwig Lesser. Am 14. Oktober 1961 erhielt er seinen heutigen Namen.
Für den Friedensnobelpreisträger Dag Hammarskjöld befindet sich hier am Nordeingang des Messegeländes ein Denkmal mit einer Gedenktafel.

Auf der Gedenktafel steht folgender Text:
DAG HAMMARSKJÖLD
GENERALSEKRETÄR DER VEREINTEN NATIONEN
29. JULI 1905 JÖNKÖPING / SCHWEDEN
18. SEPT. 1961 NDOLA / ZENTRALAFRIKA
IM DIENST FÜR DEN FRIEDEN

3.3 Spiele des Windes
Hinter der Gedenkstätte sehen Sie eine Skulptur: Die Kinetische Skulptur “Spiele des Windes” von César Manrique wurde 1997 auf dem Platz am Nordeingang des Messegeländes aufgestellt.
Die Windskulptur ist circa 10 Meter hoch, die auf drei Blechträgern (circa 4 Meter hoch) steht. Darauf ruht ein auf der Spitze stehendes Viereck. In diesem verläuft ein Rohr, an dem insgesamt acht gewölbte Blechteile so montiert sind, dass sie sich im Winde drehen. Durch die Drehung entsteht ein sich ständig verändernder Stern.

3.4 Messe Berlin – Gelände
Die Berliner Messetradition reicht zurück bis zum ersten Viertel des 19. Jahrhunderts, als die preußische Regierung im Jahr 1822 Einzelmärkte und einzelne Messen erstmalig zu einer übergreifenden Gewerbeausstellung zusammenfasste.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die großen freien Flächen im Westen des Bezirks Berlin-Charlottenburg für Messeveranstalter interessant, da sie mit dem Bau des S-Bahnhofs Witzleben im Jahr 1913 nun gut zu erreichen waren. Im Jahr 1914 wurde daher vom “Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller” für die seit 1897 stattfindende Automobilausstellung eine repräsentative Ausstellungshalle als dreischiffiger Stahlskelettbau (Architekt: Hans Alfred Richter) mit einer Grundfläche von 13.800 Quadratmeter nördlich des heutigen ICC Berlin gebaut. Eine weitere Ausstellungshalle wurde 1924 westlich der Königin-Elisabeth-Straße ergänzt (Architekten: Johann Emil Schaudt und Jean Kremer) und zur gleichen Zeit errichtete die “Gemeinnützige Berliner Messe- und Ausstellungs GmbH” südlich der Neuen Kantstraße eine Funkhalle.
Wegen der wachsenden Zahl der Messebesucher wurde das Messegelände stetig erweitert. 1929-30 wurde nach Entwürfen von Martin Wagner und Hans Poelzig ein erstes Gesamtkonzept für das Messegelände erarbeitet und in Teilen realisiert.
1975 bis 1979 wurde östlich anschließend an das Messegelände das Internationale Congress Centrum – ICC gebaut (Architekten waren Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte). In den 1980er Jahren erfolgten noch weitere Neu- und Umbauten an den Hallen auf dem Messegelände. Der als „Sommergarten“ bezeichnete Innenbereich des Geländes in Gestalt einer stadionartigen Grünanlage entstand ebenfalls bei der Neugestaltung Mitte der 1930er-Jahre.

Mit einer Hallenausstellungsfläche von 170.000 Quadratmetern und einem Freigelände von 100.000 Quadratmetern ist die Messe Berlin flächenmäßig die derzeit sechstgrößte Messe in Deutschland. Auf dem Messegelände befinden sich 26 Messehallen. Während des Corona-Lockdowns war auch das Messegeschehen fast auf 0 gefahren worden. Nun geht wieder etwas auf dem Messegelände. So startet beispielsweise am 7. März die Internationale Tourismus Börse.

3.5 Funkturm
Der Funkturm wurde 1924 bis 1926 von Heinrich Straumer auf dem Messegelände erbaut und am 3. September 1926 zur dritten Großen Deutschen Funkausstellung eröffnet. Die offene 150 Meter hohe, 400 Tonnen schwere Stahlrahmenkonstruktion erhebt sich über einer geringen Grundfläche. In 55 Metern Höhe bietet ein zweigeschossiges Restaurant mit Intarsien von Victor Lurjé mit über 100 Sitzplätzen. In 125 Metern Höhe gibt es eine Aussichtsplattform.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm schwer beschädigt, 1951 nach aufwändigen Aufbauarbeiten wurde er wiedereröffnet. Der “Lange Lulatsch” ist ein Wahrzeichen des Messegeländes und Berlins. Als Sendemast wird er heute nur noch für den Polizeifunk genutzt.

3.3 Palais am Funkturm
Das Palais am Funkturm wurde 1956/57 von Bruno Grimmek südlich der Ehrenhalle auf dem Messegelände am Hammarskjöldplatz erbaut. Das zweigeschossige Gebäude entstand in einer kombinierten Stahlskelett- und Stahlbetonbauweise. Das Ranggeschoss ist mit Zugstangen an den genieteten Stahl-Dachbindern aufgehängt und scheint dadurch zu schweben. Die Wandflächen der Südseite sind überwiegend mit Metall gefassten Fenstern im Stil der 1950er-Jahre verglast, die geschlossenen Wandteile waren mit farbigem Glasmosaik ausgeführt in Grau, Blau, Hellrot und Gelb. Das Gebäude wirkt gewichtslos und transparent und versucht an das Bauen der 1920er Jahre anzuknüpfen. Beim Bau wurde großer Wert auf die Funktionalität des Gebäudes gelegt. Der große Saal ist mit zwei ausladenden Treppen ausgestattet, wovon eine versenkbar ist, Faltwände ermöglichen eine Unterteilung in kleinere Räume und der Kronleuchter ist höhenverstellbar. Beeindruckend sind die beiden Deckenöffnungen, ein Kreis mit 17 Metern Durchmesser und eine von der Südglaswand 17 Metern in den Raum hineinreichende Parabel, die einen ungehinderten Blick von Geschoss zu Geschoss ermöglichen. Von der mit Blattgold verzierten Decke herab hängen Pilz- und Tropfenlampen. Das Palais bietet Platz für bis zu 2400 Gäste. Im Außenbereich befindet sich eine Terrasse mit einem asymmetrischen Wasserbecken mit Fontänen. Das 50er-Jahre-Ambiente ist bis heute erhalten. Im Palais am Funkturm finden bis zu 2400 Gäste Platz.

Wir treffen uns an der Ecke Masurenallee/Messedamm.

Bilder der oben erwähnten Stationen

  • Hammarskjöld Platz

    Hammarskjöld Platz

  • Hammarskjöld Platz Tafel

    Hammarskjöld Platz Tafel

  • Haus des Rundfunks

    Haus des Rundfunks

  • Palais am Funkturm

    Palais am Funkturm

  • Spiel des Windes

    Spiel des Windes

Zentraler Omnibusbahnhof vor dem Umbau

Zentraler Omnibusbahnhof vor dem Umbau

Station 4: ZOB

Auf der anderen Straßenseite sehen Sie den ZOB.
Seit Mai 1966 befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) an der Masurenallee. Er entstand auf Initiative von Gustav Severin (Gründer des Verbandes Berliner Omnibusunternehmer, geboren 1903, gestorben 2000). Zuvor war der ZOB am Stuttgarter Platz untergebracht. Derzeit erfolgt eine Grundinstandsetzung und Kapazitätserweiterung. Hierbei sollen durch einen Komplettumbau der Verkehrsanlage und Einbeziehung des bisherigen Busparkplatzes zukünftig alle Bushaltestellen unabhängig voneinander angefahren werden können, weiterhin solle deren Anzahl auf 37 Bushaltestellen steigen. Zudem ist eine Grundinstandsetzung der Gebäude einschließlich energetischer Sanierung sowie eine Erweiterung der Wartehalle in Haus A vorgesehen.
Am 21. November 2017 konnten – als Abschluss der ersten Umbauphase – die ersten zehn erneuerten Haltestellenbuchten in Betrieb genommen werden.
Die Wartehalle wurde Ende Januar 2021 abgerissen. Der Fertigstellungszeitpunkt des ZOB verschiebt sich zum wiederholten Mal. Statt Ende 2022, wie noch vor einem Jahr kommuniziert, soll der Busbahnhof nun im April 2023 eröffnet werden.

Im Juni 2021 wurde ein Kunstwettbewerb für den Zentralen Omnibusbahnhof Berlin ausgelobt: 2022 wurde der Entwurf „Knotenpunkt“ von Michael Sailstorfer ausgewählt. Das bis in zehn Meter Höhe aufragende Seil mit Seemannsknoten wurde vom Preisgericht als formal sehr überzeugender Vorschlag gewertet, der den Bahnhof als zentralen „Verkehrsknoten“ des Fernbusverkehrs Berlins räumlich fasst.

Wir gehen nun in die Unterführung und treffen uns unten an der Passarelle. Hier haben wir nur eine Rolltreppe. Wer nicht mit runter möchte, kann schon vor Laufen zur Brücke am ICC und wir treffen uns dort an der Skulptur „Begegnung“.

Passarelle Messe Nord ICC

Passarelle Messe Nord ICC

Station 5: Unterführung Messedamm/Passarelle

Wir stehen hier an der Passarelle zur Messe.
Die Unterführung mit ihren orangefarbenen Kacheln ist eine beliebte Filmlocation für Hollywoodfilme – von Bourne über die Tribute von Panem bis Atomic Blonde.
Die orangefarbenen Kacheln und Säulen sind DAS Filmmotiv aus Berlins schlechthin – vielleicht sogar mehr als das Brandenburger Tor oder der Reichstag. Sie ist keine Berliner Sehenswürdigkeit im eigentlichen Sinn aber dennoch liebt Hollywood sie. Die Unterführung direkt am ICC war das Double für den Moskauer Flughafen in “The Bourne Supremacy”. Hanna prügelt sich in ihr Joe Wright’s “Hanna”. Und natürlich raste auch Shah Rukh Khan als Don durch den Tunnel, um direkt danach im brandenburgischen Wald weiter zu fahren. Berliner erkannten sie leuchtend orangefarbenen Kacheln und den 70er Jahre-Look der Unterführung auch in “The Hunger Games: Mockingjay – Part 2”. In dem Film sind sie der mit Fallen gespickte Tunnel, durch dem Jennifer Lawrence und ihre Mitstreiter versuchen hinein in das Kapitol zu gelangen. In dem Blockbuster Captain America: Civil War findet eine wilde Verfolgungsjagd statt. Zuletzt liefert sich Charlize Theron in Atomic Blonde eine Schießerei im fahrenden Auto im Tunnel. Selbst für Germanys next Topmodell musste die Passarelle schon als Location für eine Modenschau herhalten.

Wir gehen nun wieder hoch und treffen uns an der Skulptur „Begegnung“ an der Brücke des ICC.

Skulptur Begegnung

Skulptur "Begegnung"

Station 6: Skulptur am Messedamm: „Begegnung“

Die Skulptur “Begegnungen” wurde 1978/79 von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff geschaffen und am Messedamm am Ost-Eingang zum Messegeländes gegenüber dem ICC aufgestellt. Die Skulptur aus Chromnickelstahl ist 290 cm hoch und die Stahlglieder ragen nebeneinander heraus oder verschlingen sich ineinander.
Die wohl bekannteste Skulptur des Künstlerpaares findet sich auf dem Mittelstreifen des Tauentzien zwischen Nürnberger und Marburger Straße. Die ineinander verschlungenen Bögen tragen den Titel „Berlin“ und symbolisierten die Teilung der Stadt. Nach der Wiedervereinigung wurde die vierteilige fast acht Meter hohe Skulptur von vielen Betrachtern als Ausdruck des Zusammenwachsens von Ost und West uminterpretiert.

ICC

ICC

Station 7: ICC

Das ICC, Internationales Congress Centrum, wurde 1973-79 von Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler gegenüber dem Ausstellungs- und Messegelände am Funkturm erbaut und mit diesem über eine Fußgängerbrücke verbunden.
Die offizielle Eröffnung fand am 2. April 1979 statt.
Die silbrig glänzende Aluminium-Ummantelung des Stahlbetonbaus und die sichtbare, freischwebende Konstruktion des Daches erwecken den Eindruck eines futuristischen Raumschiffes. Das Gebäude ist 320 Meter lang, 80 Meter breit, bis zu 40 Meter hoch und hat eine Gesamtfläche von ca. 28.000 m².
Am 9. März 2014 fand die letzte öffentliche Veranstaltung im ICC statt, ein Benefizkonzert. Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr spielte zum Zapfenstreich auf. Nach der Daimler-Hauptversammlung wurde das ICC geschlossen. 2015 diente es noch als Flüchtlingsunterkunft – Während der Corona-Pandemie als Impfzentrum. Die Zukunft des ICC ist weiterhin offen, aber wir arbeiten dran.

Wir treffen uns an der Looping-Skulptur.

7.1 Skulptur: Looping
Die Skulptur Looping wurde 1987-1992 von Ursula Sax geschaffen und auf dem Messegelände hier am Messedamm aufgestellt. Die gebogene Stahlskulptur hat einen Durchmesser von einem Meter, eine Gesamtlänge von 120 Metern und ist 18 Meter hoch. Die Entfernung vom Anfang- bis zum Endpunkt beträgt 50 Meter.

7.2 Skulpturengruppe „Motorradfahrer“
Auf der anderen Straßenseite sehen wir eine weitere Skulptur: Die Skulpturengruppe aus Bronze an der AVUS-Einfahrt gegenüber dem ICC im Bereich der ehemaligen Nordkurve wurde 1938/39 von Max Esser (1885-1943) geschaffen, aber seinerzeit nicht aufgestellt. Zwei der drei Motarradplastiken blieben in der Bildgießerei Noack erhalten. Sie wurden 1989 in einer kleinen Grünanlage aufgestellt.
Die Skulptur zeigt zwei überlebensgroße Motorradrennfahrer, weit nach vorn über ihr Motorrad gebeugt, mit Helm und Schutzbrille. Sie stellen Ernst Henne auf einer BMW und Ewald Kluge auf einer DKW dar. Heiner Fleischmann auf seiner NSU fehlt. Die Skulpturen stehen auf einer schrägen Rennpiste, die auf einem Ziegelsteinsockel ruht. 2008 wurde die Skulptur auf Initiative der Geschäftsleute Frank Keidel und Andreas Weinstein restauriert.

Wir treffen uns an der Einfahrt Tor 9, Messedamm 22.

Fotos der erwähnten Stationen

  • ICC mit Brücke.

    ICC mit Brücke.

  • Skulptur Looping mit Funkturm

    Skulptur Looping mit Funkturm

  • Skulptur Motorradfahrer

    Skulptur Motorradfahrer

Mercedeshaus

Mercedeshaus

Station 8: AVUS

Wir stehen hier an der Avus, die 1913-21 als Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße (AVUS) gebaut und am 24. September 1921 mit einem Autorennen eröffnet wurde. Das erste Motorradrennen fand ein Jahr später, am 10. Juni 1922 statt. Die AVUS war die erste ausschließliche Autostraße Europas und war auch Versuchsstrecke für den Straßenbau. Dort wurden viele Elemente des heutigen Straßenbaus erstmals getestet. Die pro Fahrbahnseite gut neun Kilometer – als Gesamtrunde rund 19 Kilometer in zwei Schleifen – lange Strecke diente bis zum Autobahnanschluss 1940 als gebührenpflichtige Renn- und Teststrecke und nicht dem öffentlichen Verkehr.
Heute ist sie Teil der Bundesautobahn. Der Streckenrekord (Formel 1) lag bei 2:04 Minuten von Tony Brooks, mit Ferrari, aus dem Jahr 1959.
1999 fand das letzte Rennen auf der AVUS statt. Am 1. Mai 1999 wurde sie mit einer großen Abschlussparty als Rennstrecke geschlossen.

8.1 Mercedeshaus
Das Turmgebäude wurde 1935-1937 von Walter Bettenstaedt als „Mercedes-Haus“ entworfen. Es ist ein runder Turmbau mit vier umlaufenden Galerien. Ursprünglich zur Rennbeobachtung mit einem angegliederten Verwaltungsbau am nördlichen Scheitelpunkt der AVUS errichtet, befindet sich hier heute das Motel Avus. 1977 wurde es von Gerhard Rainer Rümmler für die Raststätte Avus umgebaut.

Es geht weiter zum City Cube. Wir treffen uns am Parkplatz der ehemaligen Deutschlandhalle.

Station 9: City Cube, ehem. Deutschlandhalle
Die Deutschlandhalle wurde 1935 von Franz Ohrtmann und Fritz Wiemer als Stahlkonstruktion zu den Olympischen Spielen für 10.000 Zuschauer als “größte Mehrzweckhalle der Welt” errichtet.
Die 117 Meter lange und 83 Meter breite Dachkonstruktion aus Stahl galt als architektonische Meisterleistung. Am 29. November 1935 wurde sie von Hitler eröffnet, am 7. Dezember 1935 fand als erste Sportveranstaltung, ein 100-Kilometer-Mannschaftsradrennen auf der 208 Meter langen Holzpiste, statt.
Die Halle diente der nationalsozialistischen Partei für Massenveranstaltungen und zur Durchführung diverser olympischer Disziplinen. Es gab unter anderem Boxturniere. Seit 1937 brachte die Zirkusshow “Menschen, Tiere, Sensationen” Artisten der Weltspitzenklasse nach Berlin. 1938 führte die Pilotin Hanna Reitsch während der Revue “Kisuaheli” den ersten Hallenflug mit einem Hubschrauber vor.
Am 16. Januar 1943 setzte ein Luftangriff während einer Vorstellung von “Menschen Tiere Sensationen” das Dach in Brand. Weder Menschen noch Tiere kamen dabei ums Leben, aber die Deutschlandhalle war zerstört.
Der Wiederaufbau wurde zwar bereits 1949 vom Groß-Berliner Magistrat beschlossen, dauerte aber noch fast acht Jahre. Diesmal wurde ein Dach aus Spannbeton errichtet.
Am 19. Oktober 1957 wurde sie wiedereröffnet und seither für Musik-, Show- und Sportveranstaltungen genutzt, darunter erneut “Menschen, Tiere, Sensationen”, “Holiday on Ice”, das Reit- und Springturnier, das “British Tattoo” und Sechstagerennen. Hier gastierten das Bolschoi-Ballett, die Rolling Stones, The Who, Queen und Jimi Hendrix.
Am 1. Januar 1998 wurde die Halle wegen Baufälligkeit geschlossen und zum Abriss vorgesehen. Nach dem Abriss der benachbarten Eissporthalle wurde sie aber im April 2001 ersatzweise zur temporären Eissportarena umgebaut. Im September 2001 begann dort der Eissportbetrieb. Bis zur Fertigstellung einer an der Glockenturmstraße geplanten neuen Eissporthalle, sollte die Deutschlandhalle für den Eissport zur Verfügung stehen. Zunächst war nur an drei Spielzeiten gedacht.
Doch erst am 27. Mai 2008 verkündete der Senat seinen Beschluss, das ICC zu sanieren und zu modernisieren und die Deutschlandhalle voraussichtlich 2009 abzureißen. Am 26. April 2009 fand mit einem Eishockey-Juniorenturnier des ECC Preußen die letzte Veranstaltung in der Deutschlandhalle statt.
Am 20. Mai 2010 untersagte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf den Abbruch der Deutschlandhalle und wies damit einen Widerspruch der Messe Berlin GmbH gegen einen ablehnenden Bescheid der Unteren Denkmalschutzbehörde zurück. Dennoch begannen im August 2011 die Abrissarbeiten. Am 3. Dezember 2011 wurde das Dach gesprengt.
Auf dem Parkplatz an der Glockenturmstraße neben der Waldbühne wurde 2010 für 11 Millionen Euro eine neue Eissporthalle gebaut und am 2. März 2012 eröffnet, das “PO9”.

An Stelle der Deutschlandhalle entstand von 2012 bis 2014 für rund 83 Millionen Euro der City Cube, eine zweigeschossige kongresstaugliche Messehalle, in der die im ICC geplanten Veranstaltungen stattfinden. Das Haus bietet auf drei Ebenen bis zu 11.000 Plätze. Am 5. Juli 2012 wurde der Grundstein gelegt und am 5. Mai 2014 wurde der City Cube eröffnet.
Wir gehen nun über die Ampel und treffen uns am Eingang zu der Tribüne. Dort wird uns der Inhaber Hamid Djadda heute mehr erzählen.

Weitere Eindrücke des Kiezspaziergangs

  • AVUS Tribüne

    Modernisierte AVUS Tribüne

  • Galerie AVUS Tribüne innen

    Galerie AVUS Tribüne innen

  • Besucher des 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

    Besucher des 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

  • Besucher des 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

    Besucher des 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

  • Frau Bauch und Herr Djadda beim 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

    Frau Bauch und Herr Djadda beim 240. Kiezspaziergangs in den AVUS Tribünen

  • Frau Bauch in der Passarelle

    Frau Bauch in der Passarelle

  • Besucher und Frau Bauch auf dem Messegelände

    Besucher und Frau Bauch auf dem Messegelände

  • Besucher auf dem Theo 240. Kiezspaziergang

    Besucher auf dem Theo beim 240. Kiezspaziergang

  • Frau Bauch auf dem Theo beim 240. Kiezspaziergang

    Frau Bauch auf dem Theo beim 240. Kiezspaziergang