Stolpersteine Jenaer Str. 21

Hauseingang Jenaer 21

Hauseingang Jenaer Str. 21

Diese Stolpersteine wurden am 22. Juni 2011 verlegt und von Dagmar Heinze, Aishe Malekshahi, Hans Christoph von Bock, Klaus Mazur, Brigitte Scherf-Rahne, Helene und Hans-Christoph Steinhausen, Manju und Avi Taneja, alle Berlin, gespendet.

Die Stolpersteine für Siegfried und Alice Tradelius sind am 21. März 2014 in Gegenwart zahlreicher Hausbewohner/innen und Nachbarn verlegt worden. Hilde und Kenneth Singer (New York), Daniela Reinsch (New York) und Martina Schrey (Berlin) haben sich um das Gedenken gekümmert.

Stolperstein Herta Bacharach

Stolperstein für Herta Bacharach

HIER WOHNTE
HERTA BACHARACH
GEB. TANNENBAUM
JG. 1907
DEPORTIERT 17.11.1941
KOWNO
ERMORDET 25.11.1941

Herta Bacharach geb. Tannenbaum, geb. am 11. April 1907 in Hersfeld/Hessen-Naussau, ihr Ehemann Max Bacharach, geb. am 4. April 1905 ebenfalls in Hersfeld und ihr gemeinsamer Sohn Rolf Ralf Alfred, geb. am 5. April 1936 in Hersfeld wohnten ab 1939 in der Jenaer Straße 21 in Berlin-Wilmersdorf. Im November 1941 wurde die Familie deportiert. Hierfür wurde sie zunächst zu einem Sammelplatz gebracht, der in der Synagoge in der Levetzowstraße 7 – 8 im Berliner Stadtteil Tiergarten eingerichtet worden war. Dort wurden alle Verschleppten von der Gestapo gezwungen, ihren Besitz zu deklarieren und die Schlüssel zu ihren Wohnungen auszuhändigen sowie ein Dokument zu unterschreiben, in dem sie bestätigten, dass sie alles an den Staat übertragen hatten. Außerdem wurden sie gezwungen, alle Wertsachen und Bargeld herauszugeben. Wir wissen nicht, ob und wie stark Familie Bacharach von diesen Maßnahmen betroffen waren. Nach einigen Tagen unter schwierigen hygienischen Bedingungen in der vollkommen überfüllten Synagoge erfolgte der Abtransport am 17. November 1941. Das war der 6. von insgesamt 60 Osttransporten, mit denen über 35000 Juden aus Berlin in die Ghettos und Vernichtungslager, die die Nazis in Osteuropa errichtet hatten, gebracht wurden. Der Transport war für Riga bestimmt. Aus nicht bekannten Gründen wurde der Transport nach Kaunas umgeleitet, wo er am 21. November ankam. Am 25. November wurden alle Deportierten im dortigen Fort IX ermordet, zusammen mit weiteren jüdischen Deportierten aus München und Frankfurt. Insgesamt wurden alleine an diesem Tag 2.934 Menschen im Fort IX ermordet, darunter 175 Kinder. Der fünfjährige Rolf Bacharach war eines von ihnen.

Recherche und Text: Ruth Damwerth

Quellen:
Alle Geburtsdaten entstammen dem Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945, Deutsches Bundesarchiv
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945, Deutsches Bundesarchiv
Alle Einzelheiten über den Transport und die Morde am 25.11.1941 entstammen: https://collections.yadvashem.org/en/deportations/5092826

Stolperstein Rolf Bacharach

Stolperstein für Rolf Bacharach

HIER WOHNTE
ROLF BACHARACH
JG. 1936
DEPORTIERT 17.11.1941
KOWNO
ERMORDET 25.11.1941

Stolperstein Max Bacharach

Stolperstein für Max Bacharach

HIER WOHNTE
MAX BACHARACH
JG.1905
DEPORTIERT 17.11.1941
KOWNO
ERMORDET 25.11.1941

Stolperstein Ruth Neuberger

Stolperstein für Ruth Neuberger

HIER WOHNTE
RUTH NEUBERGER
JG. 1921
DEPORTIERT 2.3.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Ruth Neuberger wird am 8. Oktober 1921 in Burgpreppach bei Hofheim in Mainfranken/Bayern geboren. Ihr Geburtsort ist mit Distriktrabbinat, Mikwe und jüdischer Schule das Zentrum für die jüdischen Gemeinden der Umgebung und hat daher eine ungewöhnlich hohe Zahl jüdischer Einwohner. Als Ruth geboren wird, sind fast 18 Prozent des kleinen fränkischen Ortes Juden. Nicht zuletzt gibt es im Ort eine Matzenfabrik, die ihrem Vater, Julius Neuberger, gehört.
1929 wird Julius Neuberger neben anderen jüdischen Burgpreppachern eines Ritualmordes beschuldigt, nachdem ein vierjähriger Junge vermisst und später tot aufgefunden wird. Die Nazis machen aus Fundort der Leiche bereits 1930 einen Pilgerort der „Bewegung“. 1934 und 1937 werden die Verdächtigten trotz des Fehlens jeglicher Indizien verhaftet und monatelang verhört.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil von Ruths Kindheit in dem kleinen Dorf von dem permanentem Verdacht und der Hetze, die bis hin zu einer dem angeblichen Ritualmord gewidmeten Sondernummern des „Stürmer“ reicht, überschattet wird, aber es gibt keine Informationen darüber.

Ruth Neuberger wohnt 1939 zusammen mit ihrem Vater in Berlin, zunächst in der Jenaer Straße 21. Es ist nicht ganz klar, wann sie dorthin ziehen. Spätestens 1941 werden sie gezwungen, in eine sogenannte Judenwohnung in der Rosenthaler Straße 18 umzuziehen. Von dort werden Ruth und ihr Vater mit dem 32. Osttransport am 2. März 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sich ihre Spur verliert. Nach 1945 wird sie für tot erklärt.

Recherche und Text: Ruth Damwerth

Quellen:
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945, Deutsches Bundesarchiv
https://www.alemannia-judaica.de/burgpreppach_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20j%C3%BCdischen%20Gemeinde
https://www.hagalil.com/archiv/99/05/manau.htm
Siehe:https://hdbg.eu/juedisches_leben/gemeinde/burgpreppach/144 und https://www.alemannia-judaica.de/burgpreppach_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20j%C3%BCdischen%20Gemeinde

Stolperstein Robert Ollendorf

Stolperstein für Robert Ollendorf

HIER WOHNTE
ROBERT
OLLENDORFF
JG. 1900
DEPORTIERT 19.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Robert Ernst Ollendorf wurde am 5. Juni 1900 in Frankfurt/Main als eins von vier Kindern der Eheleute Georg und Hermine Ollendorff, geb. Schiller, geboren. Der ledige Ingenieur lebte und arbeitete in Leipzig und Berlin, wo er zunächst in der Jenaer Straße 21 wohnte. Von dort musste er zwangsweise in eine sogenannte Judenwohnung in der Nassauischen Straße 61 umziehen. Robert Ollendorf musste Zwangsarbeit in einer Gummifabrik leisten, bis er am 19. Februar 1943 mit dem Transport Nr. 29, der im jüdischen Altenheim in der Großen Hamburger Straße startete, nach Auschwitz transportiert wurde. Sein genaues Todesdatum im Konzentrationslager ist nicht bekannt.

Recherche und Text: Ruth Damwerth

Quellen:
Eintrag zu Robert Ollendorff auf Myheritage.de
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945, Deutsches Bundesarchiv
Karteikarte der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig: https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129827673
Angabe seiner Schwester Gertrud auf dem Suchformular des American Joint Distribution Commitee, 1946: https://collections.arolsen-archives.org/de/document/106790871
Transportliste: https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212276

Stolperstein Alice Tradelius

Stolperstein Alice Tradelius

HIER WOHNTE
ALICE
TRADELIUS
GEB. COHN
JG. 1887
VERHAFTET 1938
POLIZEIGEFÄNGNIS BERLIN
FLUCHT IN DEN TOD
4.11.1938

Stolperstein Siegfried Tradelius

Stolperstein Siegfried Tradelius

HIER WOHNTE
SIEGFRIED
TRADELIUS
JG. 1880
VERHAFTET 1938
POLIZEIGEFÄNGNIS BERLIN
FLUCHT 1939
SCHWEDEN
TOT 25.8.1943

Siegfried und Alice Tradelius, Fotos aus dem Familienarchiv

Siegfried und Alice Tradelius, Fotos aus dem Familienarchiv

Alice Tradelius geb. Cohn kam am 8. April 1887 in Biniew (Region Posen/Poznan), zur Welt. Ihre Eltern Johanna Cohn geb. Schweitzer und Bruno Cohn stammten aus Krotoschin (Krotoszin, Region Posen) und wohnten spätestens seit 1906 in Berlin, das Adressbuch gibt den Beruf von Bruno Cohn als „Kaufmann“ an. Alice blieb ihr einziges Kind.

Wie und wann sie Siegfried Tradelius kennen lernte, bleibt unklar, vielleicht über die jüdische „Berthold-Auerbach-Loge“, bei der Alice Kassiererin war. Sie heiratete Siegfried am 15. März 1910 in Charlottenburg. Siegfried Tradelius war am 2. Juni 1880 in Woldenberg (Neumark) als ältester von neun Geschwistern geboren worden. Sein Vater Moritz Tradelius wird im Berliner Adressbuch erstmals 1906 auch als Kaufmann bezeichnet, mit Wohnsitz in der Wielandstrasse 4; in Woldenberg besaß er eine Papiermühle. Verheiratet war er mit Johanna Tradelius, geb. Lebbin.

Alice und Siegfried hatten zwei Töchter: Am 27. Mai 1911 wurde ihre Tochter Hilde geboren, zehn Jahre später, am 15. Januar 1921, die zweite Tochter, Ellen. Das Ehepaar wohnte bis Anfang der 1930er Jahre in der Motzstrasse 75. Etwa 1931 zog die Familie in die Jenaer Strasse 21.

Siegfried Tradelius hatte ein Textilgeschäft „Tüllen, Spitzen, Strickwaren“, zunächst in der Rossstraße 4 (heute in „Fischerinsel“ umbenannt), zuletzt in der Markgrafenstraße 33, Ecke Mohrenstraße. Während des Ersten Weltkrieges war er Soldat und Alice Tradelius führte das Geschäft und arbeitete auch später in der Firma mit. 1919 gründete Siegfried Tradelius eine Gesellschaft zusammen mit seinem Bruder Ulrich und nannte die Firma fortan „Siegfried Tradelius & Co“. Sie vertrieben weiterhin Kurzwaren und Stoffe und stellten auch Kinderkleidung her. Die Firma arbeitete viel für den Export, u.a. nach Südafrika, Norwegen und Schweden.

Alice und Siegfried Tradelius gehörten der jüdischen Reformgemeinde an. Sie verstanden sich als deutsche Staatsbürger und lehnten zunächst eine Emigration trotz der nationalsozialistischen Verfolgung ab. Auch dann, als 1934 ihre Tochter Hilde, inzwischen verheiratete Deutsch, verhaftet wurde, weil sie antifaschistische Flugblätter gedruckt und verbreitet hatte. Dank eines im Nationalsozialismus gut vernetzten Anwalts erhielt Hilde Deutsch „nur“ ein Jahr Gefängnis und konnte nach ihrer Entlassung 1935 nach Schweden zu ihrem Mann Kurt Deutsch fliehen, der ein Jahr zuvor rechtzeitig Deutschland hatte verlassen können. Später änderte er seinen Familiennamen in Kurt Singer, um seine Familie in Deutschland zu schützen. Die Eltern Alice und Siegfried besuchten das junge Ehepaar im Januar 1936 in Stockholm, kehrten dann aber nach Deutschland zurück. Ein Auswanderungsplan nach Palästina wurde wieder fallen gelassen. „Ich mag mich nicht mehr umstellen & ich möchte in Deutschland mein Leben beenden“ hatte Siegfried Tradelius in einem Tagebuch notiert.

1938 bekam Siegfried Tradelius Probleme mit der Zollfahndungsstelle wegen „Devisenvergehens“, eine Anschuldigung, derer sich die Nationalsozialisten gegenüber Juden sehr oft bedienten. Am 29. September wurde Tradelius „aufgrund einer Denunziation unseres Mädchens Klara“ verhaftet, aber am nächsten Tag wieder freigelassen. Klara Hansen, seit 1935 im Dienst der Familie Tradelius, hatte bereits 1936, als Alice und Siegfried ihre Tochter in Stockholm besuchten, gegen sie Anzeige wegen „Flucht“ erstattet. Am 4. Juli 1938 erschien sie wieder – „unaufgefordert“, wie das Vernehmungsprotokoll festhält – bei der Polizei und zeigte ihre Dienstherrschaft wegen angeblichen Geldtransfers nach Holland an. Am 29. Oktober wurden Alice, Siegfried und dessen Bruder Ulrich festgenommen, auch der in Hamburg ansässige Bruder Günther, der schon vorher verhört worden war, wurde dort verhaftet. Siegfried und Ulrich kamen am 4. November in das Untersuchungsgefängnis Moabit.

Alice kam nicht mehr in Untersuchungshaft: in der Nacht zum 4. November nahm sie sich das Leben in ihrer Zelle im Polizeigefängnis in der Alexanderstraße 10. Die Akten vermerken, dass sie dort „tot aufgefunden“ wurde. Sie war fast täglich verhört worden und wurde immer wieder mit neuen Anschuldigungen und mit Zeugenaussagen gegen sie und ihren Mann konfrontiert, um sie in Widersprüche zu verwickeln. „Sie war den Aufregungen nicht mehr gewachsen“ notierte ihr trauernder Ehemann. „Dieser furchtbare Schlag war das Schlimmste, was mich treffen konnte“. Auf der Gefangenenkarte Siegfried Tradelius’, laut der er am 4. November 1938 um 15:00 Uhr in das Untersuchungsgefängnis Moabit überführt wurde, ist er bereits als Witwer registriert. Siegfried und Ulrich wurden am 21. November gegen Kaution von der Haft verschont: 20 000 RM für beide. Die Kautionssumme war mit Hilfe von Verwandten und Freunden zusammengekommen, da sie als Juden nur noch begrenzt über ihr Vermögen verfügen konnten. Zu bereits bestehenden diskriminierenden Abgaben wie die „Reichsfluchtsicherheitssteuer“ war nach der Pogromnacht vom 9. November noch die „Judenvermögensabgabe“ als sog. „Sühneleistung“ in Höhe von 25 Prozent des Vermögens hinzugekommen.

Die eigentliche Verhandlung fand im Mai 1939 statt. Siegfried Tradelius wurde vorgeworfen, zusammen mit seinen Brüdern Ulrich und Günther, Geld ins Ausland verschoben oder dies versucht zu haben. Bei Siegfried ging es um 750 RM. Außerdem habe er schon früher größere Summen sowie Wertpapiere ins Ausland „verbracht“, was er „energisch in Abrede“ stellte, heißt es im Bericht des Zollinspektors. Bedauernd fügte dieser hinzu: „Seine Überführung in dieser Hinsicht war nicht möglich.“ Siegfried Tradelius wurde zu vier Monaten Haft und 5.000,- RM Strafe verurteilt. Dieses vergleichsweise „milde“ Urteil wartete er nicht mehr ab. Am 4. Januar 1939 reiste er mit einem von Tochter Hilde besorgten falschen Pass nach Belgien aus und erreichte seine Kinder – auch Ellen war seit 1938 in Schweden – am 10. Januar in Stockholm. Dort ist er am 25. August 1943 in der Emigration gestorben.

Familie Tradelius um 1905, Siegfried (vermutlich) stehend 3. von links, neben ihm Günther und Ulrich. Sitzend: Edith (Mitte), Ilse (rechts), Fotos aus dem Familienarchiv Tradelius

Familie Tradelius um 1905, Siegfried (vermutlich) stehend 3. von links, neben ihm Günther und Ulrich. Sitzend: Edith (Mitte), Ilse (rechts), Fotos aus dem Familienarchiv Tradelius

Sein Bruder Ulrich war ebenfalls mit Ehefrau Grete und den 15 und 11 Jahre alten Kindern Hans und Steffi am 4.1.39 nach Belgien geflüchtet. Sie konnten jedoch der Verfolgung nicht entkommen. Grete und Steffi wurden 1942 in das SS-Sammellager im belgischen Mechelen interniert und am 1. September 1942 in Auschwitz ermordet. Ulrich Tradelius kam schon 1940 in die französischen Lager Saint Cyprien und Gurs und wurde im August 1942 von Drancy aus auch nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sein Todesdatum ist nicht bekannt. Sein Sohn Hans kam ebenfalls 1940 in das Lager Gurs und kam am 23. August 1940 vermutlich im Krankenhaus Perpignan aufgrund einer im Lager ausgebrochenen Typhusepidemie ums Leben.

Günther Tradelius gelang es noch 1941, offenbar legal, nach Chicago zu emigrieren. Seine Frau Katharina, geb. Lappe, blieb jedoch zurück und wurde im Dezember 1941 nach Riga deportiert und dort ermordet.

Zwei weitere Schwestern von Siegfried Tradelius, Edith, verheiratete Zappert, und Ilse, verheiratete Kaminsky, wurden von den Nationalsozialisten ermordet, sowie auch Ilses Mann, Kurt Kaminsky. Bruder Walter emigrierte bereits 1936 nach Frankreich, sein Schicksal bleibt ungeklärt – den Krieg überlebte er auch nicht. Fritz, der Jüngste, war bereits im Ersten Weltkrieg gefallen, Lucie schon 1926 gestorben. Ihr Mann, Leo Wald, wurde 1942 in Treblinka umgebracht. Nur Schwester Emmi, verheiratete Spiro, starb erst 1962 – sie lebte schon vor 1933 in Lateinamerika.

Alice und Siegfried Tradelius’ Tochter Hilde Singer starb im Alter von 102 Jahren in New York kurze Zeit vor der Berliner Stolpersteineverlegung zum Gedenken an ihre Eltern. Die zweite Tochter, Ellen Dahlberg, lebte zu dem Zeitpunkt 92-jährig in Stockholm.

Nachruf auf Hilde Singer, erschienen im Tagesspiegel: www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/nachruf-auf-hilde-singer-geb-1911-nie-wieder-deutsch/10033684.html

Recherche und Text: Dr. Micaela Haas. Quellen: Akten des Landesarchivs Berlin; Adressbücher von Berlin; Angaben der Nachkommen