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Stolpersteine Hohenzollerndamm 102

Hausansicht Hohenzollerndamm 102

Die Stolpersteine für seine Großeltern Max und Else Häufler sowie für Susie Häufler sind von Harry Kaufmann, Berlin, 2008 bestellt, aber nicht bezahlt worden, weil sie nach seiner Ansicht nicht ordnungsgemäß verlegt wurden. Sie wurden von der Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf gespendet und am 12.6.2009 verlegt.

Stolperstein für Max Häufler

HIER WOHNTE
MAX HÄUFLER
JG. 1887
DEPORTIERT 15.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 1944 IN
AUSCHWITZ

Max Häufler wurde geboren am 10. Februar 1887 in Czernowitz (dieser in der Bukowina gelegene Ort heißt auf Rumänisch Cernauti). Er wohnte mit seiner Frau Else und die Tochter Susie/Suzie Berlin am Hohenzollerndamm 102. Er wurde am 15. Juli 1942 nach Theresienstadt und von da am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ob Frau und Tochter vor oder nach seiner Festnahme flüchten konnten, ist nicht mehr herauszufinden. Jedenfalls wurden sie aus Frankreich nach Auschwitz deportiert und dort schon vor ihm ums Leben gebracht.

Stolperstein für Else Häufler

HIER WOHNTE
ELSE HÄUFLER
GEB. LEYY
JG. 1896
FLUCHT FRANKREICH
INTERNIERT DRANCY
DEPORTIERT 7.9.1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Else Häufler geb. Lewy ist am 4. Juli 1896 in Hannover geboren. Mit ihrem Mann Max, geboren am 10. Februar 1887, hatte sie eine Tochter Susie/Suzie, die am 8. August 1922 in Berlin geboren wurde. Nach einem Fluchtversuch nach Frankreich sind Else und Susie Häufler dort entdeckt und am 7. September 1942 nach Auschwitz verschleppt worden. Ein Verwandter namens Alfred Kaphan hat 1946 bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ihr Schicksal zu erkunden versucht, ohne jedoch nähere Angaben zu machen. Er schrieb den Nachnamen „Haufler“ und den Geburtsnamen “Levi“.

Stolperstein für Susie Häufler

HIER WOHNTE
SUSIE HÄUFLER
JG. 1922
FLUCHT FRANKREICH
INTERNIERT DRANCY
DEPORTIERT 7.9.1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Susie Häufler war die Tochter von Max und Else Häufler, sie wurde am 8. August 1922 in Berlin geboren. Im Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus der Freien Universität Berlin, herausgegeben vom Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung, Berlin 1995, wurde der Vorname „Suzie“ geschrieben. Den Nachnamen gaben ein Verwandter, Alfred Kaphan, sowie Beate und Serge Klarsfeld in dem von ihnen herausgegebenen Le Mémorial de la déportation des juifs de France, Paris 1978, “Haufler“ an. Gemeinsam mit ihrer 45-jährigen Mutter war sie im Alter von 20 Jahren nach Frankreich geflohen, wo sie sich zunächst verstecken konnten. Dort wurden sie aber von den deutschen Besetzern aufgegriffen und ins Internierungslager Drancy bei Paris geschafft. Von da sind beide am 7. September 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.

Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf.
Quellen: Bundesarchiv Berlin, Gedenkbuch Berlin, Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer Yad Vashem Jerusalem.