Stolperstein Joachimsthaler Straße 12

Link zu: Einfahrt Joachimsthaler Straße 12, 10.3.2011, Foto: KHMM
Einfahrt Joachimsthaler Straße 12, 10.3.2011, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Der Stolperstein für Alice Simon wurde am 12.5.2006 verlegt.

Link zu: Stolperstein für Alice Simon, 10.3.2011, Foto: KHMM
Stolperstein für Alice Simon, 10.3.2011, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

HIER WOHNTE
ALICE SIMON
GEB. REMAK
JG. 1887
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
ERMORDET IM KZ
NATZWEILER-STRUTHOF

Die Charlottenburgerin Alice Simon geborene Remak war unter den 86 jüdischen KZ-Häftlingen, die der Anatom Prof. August Hirt (1898–1945) in Auschwitz selektieren ließ, um in seinem Institut an der Reichsuniversität Straßburg eine Skelettsammlung „Fremdrassiger“ aufzubauen. Sie lebte bis zu ihrer Deportation in der Joachimstaler Straße 12. Wie ihr Ehemann, der Rechtsanwalt Dr. Herbert Simon, war sie jüdischer Herkunft und evangelisch getauft. Herbert Simon starb 1936; ihren Sohn und ihre Tochter schickte die Witwe nach Großbritannien. Sie selber blieb bei der blinden Schwiegermutter, die 1941 starb. Am 17.5.1943 wurde Alice Simon nach Auschwitz und von dort aus ins KZ Natzweiler-Struthof deportiert. Dort tötete man sie wie die übrigen Selektierten im August 1943 mit Blausäure.

Quelle:
Dr. Hans-Joachim Lang: Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN-10 3455094643, ISBN-13 9783455094640, Gebunden, 303 Seiten, 19,90 EUR