HIER WOHNTE
FRITZ HAHN
JG. 1923
DEPORTIERT
ERMORDET
Fritz Hahn ist 1927 oder 1923 geboren und war ein Sohn von Hans und Johanna Hahn, die beide 1941, als Fritz 14 oder 18 Jahre alt war, nach Riga deportiert wurden. Er war „Teenager, Schüler, ledig“ und behindert und lebte in einem Heim des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes in der Wörthstraße 20 in Weißensee (heute: Smetanastraße 53). Dieses Heim war ein »Dauerheim für jüdische Schwachsinnige«, das 30 männliche und 30 weibliche erwachsene Behinderte aufnahm, die aus der “Israelitischen Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder in Beelitz (Mark)” entlassen worden waren. Es wurde 1939 aufgelöst und die Bewohner wurden – wie fast alle beeinträchtigten Menschen – von den Nationalsozialisten in deren Euthanasie-Programm deportiert und ermordet. Die Umstände, der Ort und das Datum sind nicht genau bekannt, wahrscheinlich ist Fritz Hahn 1942 nach Maly Trostinec oder nach Trawniki gebracht worden.
Sophie D. Fleisch, geschiedene Peschen, aus Lauterbourg (Frankreich), hat als Familienangehörige 2011 bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem digital ein Gedenkblatt zur Erinnerung an Fritz Hahn eingereicht, zu seinem Tod konnte sie bislang keine näheren Angaben machen.
Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf. Quellen: Bundesarchiv, Gedenkblätter Archiv Yad Vashem, Deportationslisten Riga, Nachlass Wolfgang Knoll.