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Stolpersteine Uhlandstraße 40

Bildvergrößerung: Hausansicht Uhlandstr. 40
Hausansicht Uhlandstr. 40
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine wurden am 4.12.2019 im Beisein etlicher Familienangehöriger aus Berlin und Israel verlegt. Sie wurden von der Enkelin Ilana Ruth Heilfron initiiert und gespendet.

Bildvergrößerung: Stolperstein Rosa Hirschfeld
Stolperstein Rosa Hirschfeld
Bild: Stolperstein-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
ROSA HIRSCHFELD
GEB. FRAENKEL
JG. 1879
DEPORTIERT 25.9.1942
THERESIENSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET

Rosa Hirschfeld geb. Fraenkel, kam am 6. Februar 1879 in Pleschen in der damaligen preußischen Provinz Posen (heute Woiwodschaft Großpolen, Województwo Wielkopolskie) zur Welt.
Wann sie Siegfried Hirschfeld heiratete, ist nicht bekannt.

Siegfried und Rosa Hischfeld
Siegfried und Rosa Hischfeld
Bild: Familienbesitz

Sie gebar ihrem Mann den Sohn Joachim und zwei Töchter: Edith, geboren am 15. November 1906 und Felicitas Ruth – genannt Lizzy – geboren am 16. Februar 1908, alle in Köslin, damalige preußische Provinz Pommern (heute Koszalin, Woiwodschaft Westpommern, Województwo Zachodniopomorskie). Wann die Familie nach Berlin kam ist nicht überliefert. Joachim und Edith konnten sich durch die rechtzeitige Flucht vor den Nazis retten. Für Felicitas Ruth, verh. Wollstein, wurde am 7. Oktober 2020 ein Stolperstein in der Meinekestraße 22 verlegt.

Felicitas, Joachim und Edith Hirschfeld
Felicitas, Joachim und Edith Hirschfeld
Bild: Familienbesitz

Rosa Hirschfeld wurde gemeinsam mit ihrem Mann von den Nazis aus der Wohnung in der Uhlandstraße 40 zwangsweise aus– und in eine sogenannte „Judenwohnung“ in der Lietzenburger Straße 7 eingewiesen. Von dort wurden beide am 25. September 1942 mit dem sogenannten „67. Alterstransport“ mit weiteren 98 jüdischen Berlinerinnen und Berlinern nach Theresienstadt deportiert.

Rosa Hirschfeld
Rosa Hirschfeld
Bild: Familienbesitz

Rosa Hirschfeld wurde am 16. Mai 1944 weiter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und dort ermordet.

Text: Gisela Morel-Tiemann nach Angaben von Ilana Ruth Heilfron
Fotos: Familienbesitz

Bildvergrößerung: Stolperstein Siegfried Simon Hirschfeld
Stolperstein Siegfried Simon Hirschfeld
Bild: Stolperstein-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
SIEGFRIED SIMON
HIRSCHFELD
JG. 1873
DEPORTIERT 25.9.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 13.10.1942

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Stoffhandelshaus in Köslin
Bild: Familienbesitz

Siegfried Simon Hirschfeld wurde am 16. Juni 1873 in Krojanke in der damaligen preußischen Provinz Westpreußen geboren (heute Krajenka in der Woiwodschaft Großpolen Województwo Wielkopolskie). Seine Familie besaß in Köslin (heute Koszalin) ein Handelsgeschäft für Stoffwaren.

In Köslin lernte er wohl auch Rosa Fraenkel kennen, die er später heiratete. Das Ehepaar hatte drei Kinder, Joachim, Edith und Felicitas Ruth, die alle in Köslin geboren wurden.

Wann die Familie nach Berlin kam ist nicht bekannt. Sie wohnte in der Uhlandstraße 40. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten floh der Sohn Joachim nach Paris und von dort aus nach Palästina. Die Tochter Edith konnte ebenfalls mit Hilfe ihres ersten Mannes nach Palästina fliehen. Die jüngere Tochter Felicitas Ruth, verheiratete Wollstein, wurde zusammen mit ihrem Mann Ulrich Heinz Wollstein nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Für sie wurden am 7. Oktober 2020 Stolpersteine in der Meinekestraße 22 verlegt.

Bildvergrößerung: Siegfried Hirschfeld
Siegfried Hirschfeld
Bild: Familienbesitz

Die Eltern Hirschfeld wurden – nachdem die Tochter Felicitas mit ihrem Ehemann in die Meinekestr. 22 gezogen und die beiden anderen Kinder geflohen waren – zwangsweise aus ihrer Wohnung vertrieben und in eine sog. „Judenwohnung“ in der Lietzenburger Straße 7 eingewiesen.

Siegfried Simon Hirschfeld wurde zusammen mit seiner Frau Rosa und 98 weiteren jüdischen Berlinerinnen und Berlinern am 25. September 1942 mit dem sog. „67. Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert.

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Todesfallanzeige Siegfried Hirschfeld
Bild: Digitalisierte Dokumente Theresienstadt

Er überlebte die unsäglichen hygienischen Verhältnisse, Mangelernährung und die allgemein lebensfeindlichen Bedingungen dort nur knapp drei Wochen und starb am 13. Oktober 1942. Die Todesfallanzeige nennt eine Reihe von Erkrankungen und als Todesursache „Darmkatarrh“. Man weiß aber, dass mit diesen Eintragungen häufig die wahren Todesursachen verschleiert wurden.

Seine Frau Rosa wurde am 16. Mai 1944 weiter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und dort ermordet.

Text: Gisela Morel-Tiemann nach Angaben von Ilana Ruth Heilfron
Fotos Familienbesitz. Todesfallanzeige: Museum Theresienstadt, digitalisierte Dokumente

Rede von Ilana Ruth Heilfron zur Verlegung

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