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Rede der Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen zur Verleihung der Bürgermedaillen am Bezirkstag am 19.10.2006

Rede der Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen

Zur Verleihung der Bürgermedaillen am Bezirkstag

Am 19.10.2006, um 17.00 Uhr im Festsall im Rathaus Charlottenburg (vgl. auch Bürgermedaille im Lexikon

Sehr geehrte Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger unseres Bezirks!
Sehr geehrte Frau Vorsteherin Dr. Suhr!
Sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlich willkommen im Rathaus Charlottenburg an unserem sechsten Bezirkstag. Wir haben den 19. Oktober zu unserem Bezirkstag gemacht, denn am 19. Oktober 2000 ist zum ersten Mal die gemeinsame Bezirksverordnetenversammlung für den neuen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zusammengetreten.
Die Bezirksfusion wurde dann endgültig vollzogen zum 1.1.2001, aber die wichtigen Entscheidungen zum neuen Bezirk wurden in der BVV getroffen, also von Frauen und Männern, die sich als Bezirksverordnete ehrenamtlich für unseren Bezirk einsetzen, die oft kontrovers unsere kommunalpolitischen Aufgaben besprechen, die sich aber alle gemeinsam für unseren Bezirk einsetzen.
Deshalb ist das Datum so gut geeignet für den Tag, an dem wir die Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermedaille verleihen. In den letzten Jahren haben wir 180 Frauen und Männer für ihr ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl in unserem Bezirk ausgezeichnet. Heute kommen 10 weitere dazu. Sie arbeiten seit Jahren freiwillig im sozialen Bereich, im Sport, in der Jugendarbeit, in der Bildung und Kultur oder für unsere partnerschaftlichen Beziehungen. Sie sorgen für die Verbesserung der Kommunikation der Menschen untereinander, für unsere Umwelt und Natur.
Alle 10, die wir heute mit der Bürgermedaille auszeichnen, leisten wertvolle Beiträge für uns alle, für das Gemeinwohl, für den Zusammenhalt und die Solidarität in unserer Gesellschaft. Ihnen allen ist gemeinsam, dass Sie es geschafft haben, Menschen zusammenzubringen, gemeinsame Ziele zu setzen und gemeinsame Aktivitäten zu organisieren. Gerade in einer Zeit, in der oft die Vereinzelung der Menschen beklagt wird, die Zunahme von Egoismus und Vereinsamung, gerade in unserer Zeit ist diese Arbeit von unschätzbarem Wert. Ohne Ihren Einsatz wäre unsere Gesellschaft weniger menschlich, unsere Stadt weniger lebenswert.
Die Verleihung der Bürgermedaille und der Bezirkstag gehören für uns fest zusammen, denn freiwilliges Engagement für die Gemeinschaft und kommunale Demokratie haben unmittelbar miteinander zu tun. Ohne das aktive Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist kommunale Demokratie nicht vorstellbar. Der Ort für die kommunale Demokratie in Berlin sind die Bezirke, und ich setze mich dafür ein, dass die Bezirke mehr Selbstverwaltungskompetenzen erhalten. Im letzten Jahr haben wir bei der Beschäftigung mit der 300jährigen Geschichte Charlottenburgs festgestellt, dass die Grundlagen für unseren Bezirk in der Zeit gelegt wurden, als Charlottenburg noch eine selbständige Stadt war. Vor dem Ersten Weltkrieg, um 1900 war Charlottenburg nicht nur eine der reichsten Städte Preußens.
Es betrieb auch eine vorbildliche Kommunalpolitik mit großem sozialem und kulturellem Engagement. Dabei gingen die Initiativen der Stadtverwaltung und die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand.
Die Deutsche Oper und das Schillertheater waren private Gründungen, und viele soziale Einrichtungen betrieb der Magistrat mit Unterstützung von privaten Vereinen und Unternehmern. Auch unsere Volkshochschule, die im letzten Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert hat, lebte von privater Unterstützung. Dieses bürgerliche Engagement ist auch heute Vorbild für uns.
Wir wollen in unserem Bezirk gerne mehr Verantwortung übernehmen und alles das selbst regeln, was in Berlin nicht zentral geregelt werden muss. Wir kennen im Bezirk die Bürgerinnen und Bürger, die sich in Vereinen, in Bürgerinitiativen, in sozialen Organisationen oder auch ganz individuell in ihrem persönlichen Umfeld engagieren. Diese Bürgerinnen und Bürger wollen wir mit der bezirklichen Bürgermedaille auszeichnen und ihnen damit nicht zuletzt auch mitteilen, dass wir die Bedeutung ihrer ehrenamtlichen Arbeit für unseren Bezirk sehr wohl kennen und schätzen. Mit der Bürgermedaille wollen wir uns bei Ihnen bedanken, Ihnen unsere Anerkennung zeigen. Und natürlich wollen wir dieses Engagement auch öffentlich bekannt machen, damit es als vorbildlich wahrgenommen wird und viele Nachahmer findet.
Seit dem heutigen Tag hat der 19. Oktober allerdings für uns in Berlin noch eine weitere, weniger erfreuliche Bedeutung: Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage Berlins auf Finanzhilfe abgelehnt. Und es hat dies mit einer unerwarteten Rigorosität getan und mit einer Begründung, die aus meiner Sicht eine Beleidigung für Berlin bedeutet. Sie läuft darauf hinaus, Berlin sei schließlich “arm aber sexy” und könne deshalb ruhig arm bleiben.
Wir müssen mit dieser Entscheidung leben, aber ich fürchte, dass sie für die Zukunft unserer Stadt nichts Gutes bedeutet.
Um so mehr aber kommt es auf die Bezirke an, auf die große Vielfalt, die Berlin zu bieten hat und die es so attraktiv macht – manche sagen “sexy” und treffen damit ein Image, das wir auch in Zukunft gerne pflegen wollen. Dazu gehören die großen Zentren und Citybereiche unserer Stadt, dazu gehören aber auch die vielen Kieze mit ihre Besonderheiten. Unsere Wirtschaftsberatung hat vor wenigen Wochen eine neue zweisprachige Broschüre herausgegeben mit dem Titel “Charlottenburg-Wilmersdorf – Im Herzen Berlins … mehr als Kurfürstendamm”. Das trifft es gut: Der Kurfürstendamm ist weltberühmt. Er steht als einziger deutscher Boulevard für unseren Bezirk, aber unser Bezirk ist eben auch noch sehr viel mehr. Das zeigt auch die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements, das wir heute auszeichnen wollen:

Als Anerkennung und Würdigung besonderer Verdienste um den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat die Kommission, bestehend aus Mitgliedern des Bezirksamtskollegiums und der Bezirksverordneten-versammlung, in diesem Jahr 11 Damen und Herren ausgewählt, die mit der Bürgermedaille und einer Urkunde ausgezeichnet werden.

Ich freue mich, dass 10 zu ehrende Personen heute anwesend sind und persönlich die Auszeichnung entgegennehmen.

Eine Person kann ihren Ehrentag nicht mit uns begehen. Frau Ulrike Bussemer-Stöppler, der ich die Bürgermedaille bereits am 10. Juli 2006 überreicht habe, erlag ihrer schweren Krankheit am 3. August 2006.

Ich möchte Ihnen den Text der Laudatio vortragen, wie ich ihn für Frau Ulrike Bussemer-Stöppler am 10. Juli 2006 verlesen habe.

Frau Dr. Ulrike Bussemer-Stöppler

Ich möchte Sie heute ehren, als Initiatorin der Stolperstein-Initiative der Evangelischen Auen-Kirchengemeinde.
Als Historikerin haben Sie umfangreiche Recherchen über deportierte jüdische Menschen geleistet, die im alten Dorfkern Wilmersdorf, der Wilhelmsaue zwischen Auenkirche und Bundesallee gelebt haben.
Als die Aktion Stolpersteine in der Wilhelsaue bekannt wurde, stieß sie bei den Menschen in der Gemeinde auf großes Interesse. Man war daran interessiert zu erfahren, wer die Menschen in der Nachbarschaft waren, die von den Nazis in den Tod verschleppt wurden. Die Bereitschaft das Projekt finanziell zu unterstützen war groß. Durch Spenden und Kollekte am Israelsonntag 2004 kam spontan der Betrag für 13 Steine zusammen.
In der Zeit von Ende Juli bis Ende November 2005 verlegte der Künstler Günther Demnig eigenhändig 35 Steine. Damit tauchten 35 Menschen aus dem Vergessen auf. Sie hatten wieder einen Namen, eine Identität, und wir können ihnen mit Würde gedenken.
Mit der Aktion Stolpersteine haben Sie etwas Sichtbares, Bleibendes geschaffen und damit einen großen Beitrag zur Erinnerungskultur in unserem Bezirk geleistet.
Für Ihre Verdienste Gegen das Vergessen und um den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verleihe ich Ihnen die Bürgermedaille.

Ich möchte Sie nun bitten, in Angedenken an die Verstorbene, sich für eine Schweigeminute von Ihren Sitzen zu erheben.

Frau Dagmar Bruhnke

Mit dem 10. Lebensjahr traten Sie in den Schwimmclub Poseidon ein und sind dort seit nunmehr 40 Jahren Schwimmtrainerin. Von 1965 an übernahmen Sie im Verein organisatorische Aufgaben. Seit 1975 sind Sie Mitglied im Vorstand in unterschiedlichen Funktionen, z.Z. ab 2006 gewählte Verantwortliche im Breitensport.
Unzähligen Trainingslager- und Wettkampffahrten haben Sie in den vielen Jahren organisiert, auch in unsere Partnerstädte Apeldoorn, Gladsaxe und Sutton.
Beruflich sind Sie Lehrerin an der Erich-Kästner-Schule und können auch dort auf sportliche Erfolge Ihrer Schülerinnen und Schüler verweisen. In diesem Jahr gewannen Sie den „Drumbo-Cup“, das jährliche Fußballturnier der Berliner Grundschulen.
Als Dank für Ihr außergewöhnliches Engagement für die Jugend und den Sport möchte ich Ihnen die Bürgermedaille überreichen.

Herr Prof. Dr. Klaus Wolf Döring

Sie haben den Verein „Bürger für den Lietzensee“ ins Leben gerufen. Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Park um den Lietzensee zu erhalten und zu pflegen, für die erholungs-suchenden Menschen in unserem Bezirk.
In diesem Verein wirken Sie mit einem hohen ehrenamtlichen Zeitaufwand. Sie sammeln nicht nur Spenden für Graffiti-Beseitigung, sondern richten Wege wieder her, helfen Parkbänke und Sandskulpturen zu reinigen und aufzustellen.
Damit erschaffen Sie ein Stück Lebensqualität für unsere Stadt und für die Bürgerinnen und Bürger. Als Dank des Bezirks möchte ich Ihnen dafür die Bürgermedaille überreichen.

Frau Dr. Helga Frisch

Sie sind Theologin und Pastorin. Nach ihrer beruflichen Arbeit und dem Einsatz für „Menschen in Not“ sind Sie als engagierte Bürgerin für den Bezirk seit mehreren Jahren Ansprech-partnerin für Flüchtlinge und Asylbewerber/-innen.
Durch die von Ihnen ins Leben gerufene „Initiative zum Erhalt des Bahnhof Zoo“ sind mehr als 100 000 Unterschriften dafür gesammelt worden, den Bahnhof Zoo, auch nach der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs, als Haltepunkt für Fernzüge beizubehalten.
Durch Ihre Aktion und Ihr aktives bürgerschaftliches Engagement sind nicht nur die Gewerbetreibenden um den Bahnhof Zoo, sondern alle Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung und Bürgerinnen und Bürger – auch weit über den Bezirk hinaus – Ihrer Initiative gefolgt.
Gemeinsam sind wir stark. Der Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf unterstützt Sie, und dankt für Ihren unerschütterlichen Mut und die Kraft, sich für eine, der Allgemeinheit nützenden Sache, einzusetzen.
Als Anerkennung darf Ihnen die Bürgermedaille überreichen.

Herr Ronald Hartung

Sie sind Vorsitzender der Interessengemeinschaft Siedlung Heerstraße. Förderung der Begegnung und des Miteinanders unter den Bewohnern der Siedlung und Intensivierung der Kontakte zu Behörden und Politikern sind die Aufgaben, denen Sie sich widmen.
Dies bedeutete in den vergangenen Jahren nicht nur feiern auf dem Kurländer Platz, sondern auch aktuelle Probleme diskutieren, wie, Verkehrsentwicklung, Gaslaternen, Schneebeseitigung und vor allem, konstruktive Lösungen finden.
Der Verein ist überdies Herausgeber der Zeitschrift IG Heerstraße und verfügt über Internetpräsenz, um interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern ein Forum zu bieten.
Ihr Engagement gilt dem lebenswerten Miteinander in der Siedlung Heerstraße.
Dafür spreche ich Ihnen unseren Dank aus und überreiche Ihnen die Bürgermedaille.

Frau Edith Krüger

Seit 1986 leiten Sie eigenverantwortlich und unentgeltlich den von der Seniorenvertretung Wilmersdorf gegründeten „Großmutters Teetisch“, ein generationenübergreifendes, am Gemeinwesen orientiertes Projekt.
In den 20 Jahren Ihrer ehrenamtlicher Tätigkeit, erfreuten sich Kinder aus Wilmersdorfer Grundschulen und Kirchenkreisen an den Basteleien und lauschten Ihren vorgelesenen Geschichten und Märchen. Sie vermittelten den Kindern Fertigkeiten, die man heute kaum noch lernt, wie z.B. klöppeln und zeigten, wie man seine Freizeit sinnvoll und kreativ gestalten kann.
Im Namen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf bedanke ich mich herzlich für ihr Engagement und zeichne Sie mit der Bürgermedaille aus.

Herr Andreas Lenski

Seit 10 Jahren sind Sie für die Region City-West der Berliner Volksbank eG als Regionalleiter verantwortlich.
In Rahmen dieser Tätigkeit waren Sie als Mitorganisator und Kooperationspartner der „Mittelstandsgespräche“ ein wichtiger Ansprechpartner auch für unser Haus. Das ist aber nicht der Grund, für die Ehrung, die Ihnen heute zuteil wird.
Über mehrere Jahre haben Sie eine Patenschaft für die Arno-Fuchs-Schule für geistig behinderte Kinder aufgebaut. Dies geschah nicht nur durch Ihren erfolgreichen Einsatz in der Berliner Volksbank für jährliche nachhaltige Zuwendungen für die Schule, sondern auch durch die Durchführung von Aktionstagen in der Arno-Fuchs-Schule, gemeinsam mit Ihren Führungskräften, und unter breiter Resonanz in der Öffentlichkeit.
Mit großer Freude haben die Kinder, in einer dieser Aktionen Tierbilder gemalt, nach lebenden Modellen, die Ihre Mitarbeiter eigens mitgebracht haben. Diese Bilder wurden im Anschluss in ausgewählten Filialen der Berliner Volksbank gezeigt.
Darüber hinaus boten Sie Unterstützung bei der 300 Jahrfeier des Bezirks im vergangen Jahr und riefen auf, zu einer Sammlung historischer Exponate, mit anschließender Prämierung. Sie lieferten damit einen wesentlichen Beitrag zur Information und zur Förderung des historischen Bewusstseins der Bürgerinnen und Bürger für „ihren“ Bezirk. Die anschließende Ausstellung der Exponate in den Filialen der Bank, stieß auf großes öffentliches Interesse.
Für Ihr großes Engagement für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf möchte ich ihnen meinen Dank mit der Verleihung der Bürgermedaille aussprechen.

Herr Frank Lüneberg

Sie sind 1980 nach Berlin gezogen. Hier absolvierten Sie Studium der Sozialpädagogik und Sozialarbeit und engagierten Sie sich in die Arbeit mit Jugendlichen.
Seit 15 Jahren sind Sie im Jugendstraffvollzug tätig und richten dort das Antigewalttraining aus.
Aber nicht nur beruflich sondern auch privat engagieren Sie sich für junge Menschen. Im Charlottenburger Seglerverein Club am Rupenhorn haben Sie in den vergangenen 10 Jahren eine leistungsstarke Jugendabteilung aufgebaut. Ihr Motto ist: „Nur eine starke Jugend kann einen Verein attraktiv machen und die Kinder von der Straße holen“. Dies fand auch die Anerkennung des Berliner Segler-Verbandes. Er zeichnete Sie im vergangene Jahr mit dem Preis „Coolste Jugendarbeit 2005“ aus.
Als Dank für Ihr außergewöhnliches Engagement für die Jugend und für den Sport in unserem Bezirk, zeichne ich Sie mit der Bürgermedaille aus.

Frau Heide Meyer

Seit 20 Jahren sind Sie Inhaberin des Einzelhandelsgeschäftes „Lady M“ in der Westfälischen Straße. Als ehrenamtliche Vorsitzende des Verbandes der Unternehmerinnen Berlin-Brandenburg schulen Sie Nachwuchskräfte für fachgerechtes Verkaufen von Dessous.
Darüber hinaus waren Sie über viele Jahre hinweg Vorsitzende der Interessensgemeinschaft Westfälische Straße und haben ganz entscheidend dazu beigetragen, dass es dort eine aktive und funktionierende Arbeitsgemeinschaft der Einzelhandels-geschäfte gibt. Mit spektakulären Aktionen wurde die Straße immer wieder in den Blick der Öffentlichkeit gerückt wurde und hat sich damit – trotz der Nähe zum Kurfürstendamm – als eigenständige attraktive Geschäftsstraße erhalten.
Als Auszeichnung für Ihr Engagement überreiche ich Ihnen die Bürgermedaille.

Frau Karin Schulz

Ihr ehrenamtliches Engagement hat verschiedene Facetten.
Zum einen, sind Sie seit über 20 Jahren in der Traditions-gemeinschaft des Berliner Sport Club aktiv. Sie organisieren in regelmäßigen Abständen Ausflüge, Besichtigungen und andere Zusammenkünfte und kümmern sich besonders um die älteren Mitglieder.
Zum anderen engagieren Sie sich in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Sie organisieren Kleidersammlungen für Obdachlosenorganisationen und Frauenhäuser, betreuen Angehörige von Drogenkranken und begleiten Parkinsonkranke zu Arztbesuchen. In der Friedensgemeinde Charlottenburg wird Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ebenfalls geschätzt. Dort organisieren Sie, unter anderem, einmal im Jahr einen großen Basar.
Für Ihr soziales Engagement spreche ich Ihnen im Namen des Bezirk meinen Dank aus und übereiche Ihnen die Bürgermedaille.

Herr Jürgen Wenzel

Seit 1956 sind Sie Mitglied in der Spielvereinigung Hellas Nordwest 04 e.V. Berlin. Nach aktiver Fußballerzeit wechselten Sie 1980 in den ehrenamtliche geführten Vorstand, dem Sie bis heute angehören, als 1. Vorsitzender und Ehrenvorsitzender.
Im Jugendbereich trainierten und betreuten Sie über viele Jahre u.a. Integrationsmannschaften. Unter Ihrer maßgeblichen Mitwirkung erhielt Hellas Nordwest den Sepp-Herberger-Preis für gute Jugendarbeit.
Zum 100. Bestehen des Vereins 2004, wurde Ihnen die silberne Ehrennadel des Berliner Fußballvereins und die bronzene Ehrennadel des Deutschen Fußballvereins verliehen.
Diesen Ehrungen wollen wir heute eine weitere hinzufügen, da Sie sich in vielen Jahrzehnten auf vorbildliche Weise um den Sport im Bezirk verdient gemacht haben. Als Dank überreiche ich Ihnen die Bürgermedaille.