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Bezirk setzt sich kritisch mit der Kolonialgeschichte auseinander

Rot übermalt: Wissmannstraße in Grunewald
Rot besprüht: Wissmannstraße in Grunewald
Bild: BACW/Brühl
Pressemitteilung vom 26.02.2021

Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf setzt sich für eine kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte auf lokaler Ebene ein. Eines der Ziele ist in diesem Zusammenhang die Umbenennung der Wissmannstraße in Grunewald.

Hermann von Wissmann (1853-1905) schlug als Befehlshaber deutscher Kolonialtruppen 1889/1890 den Widerstand der Küstenbevölkerung in Ostafrika gewaltsam nieder. In der Folge wurde die Straße im Grunewald noch zu Wissmanns Lebzeiten nach ihm benannt. Seit Jahren setzen sich zivilgesellschaftliche Initiativen gegen diese fortgeschriebene Ehrung im Stadtraum und für eine Umbenennung der Straße ein.

Der Prozess zur Umbenennung der Straße wird mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Bezirksverordnetenversammlung und dem Bündnis Decolonize Berlin e.V. begonnen, um die Hintergründe dieses Geschichtsorts und die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen einer Aufarbeitung der Kolonialgeschichte in der Gegenwart zu diskutieren.

Die digitale Veranstaltung findet am Freitag, 5. März, ab 18 Uhr statt. Interessierte können sich unter folgenden Zugangsdaten einwählen:
Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/j/91322194979?pwd=VHg2WGlYb014OTdTLzYxZ1VhYWtpQT09

Meeting-ID: 913 2219 4979 Einwahl nach aktuellem Standort:
Kenncode: 629448 +49 30 5679 5800 Deutschland

Weitere Informationen zu diesem Prozess bietet das Bezirksamt auf seiner Webseite.
Informationen zu den Zielen und Projekten des Bündnisses Decolonize Berlin e.V.

Im Auftrag
Brühl