Inhaltsspalte

Digitales Informationssystem zu touristischen Angeboten: Yva-Bogen am Bahnhof Zoo wird aufgewertet

Pressemitteilung vom 21.12.2020

Der Yva-Bogen am Bahnhof Zoo soll ab 2022 mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro baulich aufgewertet werden und künftig Tourist*innen besser auf die Qualität und Vielfalt kultureller Angebote im Quartier hinweisen.

In seiner Sitzung vom 15. Dezember hat der Berliner Senat die Förderung neuer Projekte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) beschlossen. Das bedeutendste Förderinstrument für Investitionen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur wird zu je 50 Prozent vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

Auf Antrag des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf ist jetzt der Yva-Bogen mit dabei. Das Areal westlich des Bahnhofs Zoo mit dem Quartier rund um den Steinplatz (“Steinplatz-Quartier”) wartet mit einer Vielzahl interessanter kultureller und bildungsorientierter Angebote auf. Die tourismusrelevanten Potenziale sind bislang jedoch nicht ausreichend erschlossen. Um die Schwächen hinsichtlich Wahrnehmung und Frequenz zu beheben, sollen die Qualität und Vielfalt der Einrichtungen durch bauliche Maßnahmen in den Blick der Besucher*innen gerückt, die Wegeleitung verbessert und somit eine Bindung von Tourist*innen an das Quartier erreicht werden.

Dabei soll insbesondere der Yva-Bogen als Eingangstor in das Quartier eine Aufwertung erfahren: Das Vorhaben beinhaltet die Umgestaltung der Passage zwischen Hardenberg- und Kantstraße durch ein kombiniertes Informationssystem und Beleuchtungskonzept. Zum einen entsteht an der Fassade des Bahnviadukts eine innovative Informationsplattform nach dem Setzkastenprinzip unter Nutzung digitaler Elemente (“Digitales Informationssystem ‘Urbanes Regal’”), auf der sich Tourist*innen wie Berliner*innen über die jeweiligen aktuellen Veranstaltungen und Angebote im Quartier informieren können. Ihren Betrieb übernimmt die AG City, die die Plattform mit den Inhalten ihrer Mitglieder und weiterer Akteure vor Ort bespielt. Die gemeinsame Nutzung des “Urbanen Regals” stärkt dabei auch die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Zum anderen wird durch die Beleuchtung des öffentlichen Raums mittels energiesparender lichttechnischer Installationen das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher*innen in den Abend- und Nachtstunden gesteigert. Eine neue öffentliche und kostenfreie WC-Anlage trägt ebenfalls dazu bei.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger, maßgeblicher Initiator des Projekts, begrüßt die Entscheidung des Senats:

Damit kann das bereits Ende 2018 in einem Werkstattverfahren gemeinsam mit den Anrainer*innen entwickelte Konzept umgesetzt werden. Nach dem Ende der aktuellen Pandemie wird es nicht zuletzt den stark gebeutelten Kulturinstitutionen im Quartier helfen, wieder Besucher*innen anzuziehen.

Nach dem Senatsbeschluss steht nun zunächst die detaillierte Bauplanung an. Baubeginn wird voraussichtlich 2022 sein.

Im Auftrag
Brühl