Die Teilnahme am Projekt “LoGo! Europe” hat meine Erwartungen übertroffen. Es war für mich persönlich eine Herausforderung, in einer anderen europäischen Stadt und in einer anderen Sprache zu arbeiten. Meine schwedischen Sprachkenntnisse haben aber dazu geführt, dass ich den zahlreichen interessanten Treffen und Themen folgen und somit sehr viele neue Informationen und Erkenntnisse sammeln konnte. Sehr positiv fand ich auch, dass seitens der schwedischen Kollegen großes Interesse an der Arbeitsweise in Berlin bestand. Das Miteinander war sehr herzlich, offen und wertschätzend. Es war eine außergewöhnliche und bereichernde Erfahrung, so dass ich die Teilnahme an dem Projekt nur weiterempfehlen kann.
Da in Stockholm fast ausschließlich digital in Co-Working-Spaces gearbeitet wird, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es die alltägliche Arbeit sehr erleichtert und ich hoffe, dass das in Berlin auch möglichst schnell weiter vorangetrieben wird. Die Teilnahme an dem Projekt hat mir ermöglicht, konkrete Ideen für Verbesserungen meiner Tätigkeit in Berlin zu entwickeln. Wir arbeiten in Berlin aus meiner Sicht zu wenig in Netzwerken und tauschen uns zu wenig auch behördenübergreifend aus. Die bessere und effizientere Nutzung vorhandener technischer Einrichtungen könnte im Arbeitsalltag, z. B. bei Teambesprechungen, hilfreich sein.
Sehr interessant fand ich für mein Arbeitsgebiet, dass in Stockholm die Veranstaltung als das Werkzeug für soziale, wirtschaftliche, ökologische und demokratische Nachhaltigkeit betrachtet wird. Das Thema Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert in Stockholm, was ich auch auf jeden Fall als Denkanstoß mit nach Berlin nehme.
Beeindruckt hat mich die Einrichtung “Fritidsbanken”, die spendenbasiert der schwedischen Bevölkerung ermöglicht, im ganzen Land kostenfrei Sportgeräte und -ausrüstung auszuleihen, an einigen Stellen auch spezielle Geräte für funktionsbeeinträchtigte Personen.
Während meiner Tätigkeit habe ich mitbekommen, dass die Wertschätzung einen sehr hohen Stellenwert hat und bestimmte Skills zur Zufriedenheit beitragen (z. B. Kaffeeautomat und Obst). Die schwedische Art, “lunch” (Mittag) oder “fika” (Kaffeepause) zusammen mit Kollegen zu verbringen, habe ich persönlich und kollegial als sehr bereichernd empfunden.
Zum Schluss möchte ich anmerken, dass Stockholm touristisch auch im November sehr viel Abwechslung bietet: Natur, Kultur, Sport und Geschichte, die Lage am Wasser und kurze Wege, Sauberkeit und sehr freundliche Menschen.