Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung in Charlottenburg-Wilmersdorf

Interessenbekundungsverfahren zur Entwicklung und Etablierung einer Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung in Charlottenburg-Wilmersdorf

Abstrakte Figur mit einem Zeigestock in der Hand vor einem Notizblock
Bild: bluecups/Depositphotos
  1. Interessenbekundungsverfahren des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, – Umwelt- und Naturschutzamt – Dienstsitz Rudolf Mosse-Straße 9, 14197 Berlin, Tel. 030/9029-18840, E-Mail: ulrich.heink@charlottenburg-wilmersdorf.de
  2. Verfahrensart: Interessenbekundung §7 (2) LHO
    Das Verfahren dient der Gewährung von Zuwendungen nach § 44 LHO. Entsprechend wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrages handelt und Teilnehmende nicht an ihre Angebote gebunden sind. Das Verfahren dient ausschließlich der Entscheidungsvorbereitung. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerberinnen und Bewerber bestehen gegenüber dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf nicht.
  3. Umfang des Projektes: Einrichtung und Betrieb einer professionellen Koordinierungsstelle für Natur- und Umweltbildung. Eine Zuwendung ist nach jetzigem Stand pro Kalenderjahr bis zu einer Höhe von 50.000,00 € möglich. Die Zuwendung ist zunächst gesichert bis Ende des Jahre 2019. Eine weitere Förderung über 2020 hinaus ist beabsichtigt. Von den Mitteln der Zuwendung soll eine Person beschäftigt werden (Vergütung entsprechend Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder, Entgeltgruppe 12). Es besteht die Möglichkeit, weitere Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.
  4. Anforderungen
    Qualifikation:
    • Vertrautheit mit den bestehenden Angeboten der Umweltbildung im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf .
    • Nachweis bisheriger ausgeprägter Aktivität der Natur- und Umweltbildung, vorzugsweise auch in Netzwerken im Bezirk, ggf. auch darüber hinaus
    • Fachliche Kenntnisse der Umwelt- und Naturschutzbildung
    • Erfahrung im Bereich Kinder- und Jugendbildung
    • Langjährige Erfahrung in der Akquisition von Drittmitteln
      ——
      Der Träger legt ein Konzept vor, das die Darstellung von bisherigen Erfahrungen, Kompetenzen und Kenntnisse in der Umweltbildung beinhaltet. Dabei ist insbesondere auf die Umsetzung folgender Aufgaben einzugehen:
      ——
    • Analyse der im Bezirk vorhandenen Umweltbildungsstrukturen, mit einem Schwerpunkt auf freiberuflichen Natur- und Umweltpädagoginnen und -pädagogen
    • Entwicklung ressortübergreifender Umweltbildungsaktivitäten im Bezirk (in Zusammenarbeit mit Abteilungen Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt; Jugend, Familie, Bildung, Sport und Kultur; Soziales und Gesundheit)
    • Fachbezogene Nutzung und Weiterentwicklung von Kooperations- und Vernetzungsstrukturen im Bereich Umweltbildung im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf (z. B. aus bestehenden Umweltbildungseinrichtungen, Bildungsnetzwerken, Ehrenamtsbüros, Quartiersmanagement-Büros und ähnlichen Einrichtungen, Familien-/ Elternzentren, Kindertagesstätten, Schulen, Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtungen, Senioreneinrichtungen)
    • Entwicklung eines Konzeptes für einen Umweltbildungsschwerpunkt in Charlottenburg-Nord
    • Zielgruppenorientierte Vermittlung eines Umweltbildungsangebotes im Bezirk und Vermittlung an Bildungsträger (Schulen, Kitas etc.) sowie Entwicklung von Strategien zur Verstetigung dieses Angebotes
    • Information und Beratung von Anbietern für Umweltbildung
    • Initiierung neuer Umweltbildungsprojekte, Projektmanagement und -entwicklung
    • Akquisition von Drittmitteln, Erschließen von Sponsoringmitteln und Spenden für die eigene Arbeit sowie ggf. zum Nutzen von Anbietern für Umweltbildung
    • Organisation der Öffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit, attraktiver, barrierefreier Internetauftritt, soziale Medien, Flyer etc.), die die Vielfalt von Zielgruppe berücksichtigt
    • Organisation und Koordination von Informations-und Fortbildungsveranstaltungen in den Umweltbildungseinrichtungen mit den Kooperationspartnern/Akteuren In Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Umweltbildung Berlin bei der Stiftung Naturschutz Berlin:
  5. Der Träger stellt die Qualität ihrer Leistungen durch geeignete Maßnahmen sicher (zum Beispiel Fortbildung, Supervision der Mitarbeiter*innen.
  6. Geplanter Projektbeginn ist der 01. April 2019
  7. Bitte übersenden Sie Angebote mit allen notwendigen Unterlagen bis zum 01. März 2019: Eine elektronische Übersendung der Bewerbungsunterlagen an die nachstehende Emailadresse wird erbeten: ulrich.heink@charlottenburg-wilmersdorf.de.
  8. Sonstige Erfordernisse: Neben einem ausführlichen Konzept bitten wir um Informationen über die Fachkunde und Leistungsfähigkeit (Portfolio im Bereich Bildung und Naturschutz, Anzahl der Beschäftigten, durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten 3 Jahre)
  9. Es werden Auswahlgespräche mit geeigneten Trägern erfolgen. Dazu ergehen gegebenenfalls gesonderte Einladungen. Mitteilungen zum Ergebnis des Verfahrens werden ca. 1 Woche nach den Gesprächen erteilt.
  10. Auskünfte zum Verfahren erteilt: siehe Nummer 1; Kosten werden nicht erstattet.

Der Aufruf zur Interessenbekundung ist im Amtsblatt veröffentlicht worden:

Aufruf zur Interessenbekundung im Amtsblatt 2019 auf S. 699

PDF-Dokument (588.0 kB) Dokument: LVwA Berlin