Sanierung des Fennsees wird fortgeführt

Blick auf den Fennsee mit vielen Wasserlinsen

Blick auf den Fennsee mit vielen Wasserlinsen

Bereits seit 2024 setzt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ein innovatives Verfahren im Fennsee ein, um die Wasserqualität zu verbessern und eine Geruchsbelästigung zu verhindern. Erste Erfolge der Maßnahme zeigten sich bereits in 2024 und 2025. Die Sauerstoffversorgung des Sees hat sich deutlich verbessert und Geruchsbelästigungen konnten verringert werden. Im nächsten Schritt der Gewässersanierung soll der Fennsee nun durch die Entnahme von massenhaft auftretenden Wasserpflanzen und durch die Schaffung von Flachwasserzonen weiter ökologisch aufgewertet werden. Es findet außerdem eine erneute Entfernung von Müll im Uferbereich statt.

Darüber hinaus ist der Fennsee auch aufgrund seiner steilen Uferbereiche und den fehlenden Flachwasserzonen ökologisch verarmt. Im Rahmen der Sanierung soll der Fennsee Flachwasserzonen bekommen, die mit heimischen Wasserpflanzen bepflanzt werden. Die neuen Wasserpflanzen bieten einer Vielzahl von Lebewesen Lebensraum und Nahrung. Insbesondere die Jugendstadien vieler Tiere, wie Libellen, Wasserkäfer, Schnecken, aber auch verschiedene Fischarten und Vögel, sind auf Flachwasserzonen mit ihrer typischen Vegetation angewiesen.

Hierzu finden im Zeitraum 09.2025 bis 12.2025 umfangreiche Arbeiten im Fennsee statt. Die o.g. Maßnahmen werden aus dem Kleingewässerprogramm der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert.
Wie viele städtische Gewässer wird in den Fennsee Regenwasser von Straßen, Autobahn und Gehwegen eingeleitet. So gelangen neben Schmutz und Schadstoffen auch viele organische Stoffe in den See, besonders bei starkem Regen. Durch ein hohes Nährstoffangebot treten nahezu ganzjährig Massenentwicklungen von bestimmten Wasserpflanzen auf. Dabei handelt es sich um Wasserlinsen (umgangssprachlich auch Entengrütze genannt), die den Fennsee mittlerweile fast das ganze Jahr über bedecken. Aber auch darunter entwickelt sich eine weitere Wasserpflanze im Übermaß, das Raue Hornblatt. Beide Pflanzenarten lassen im Fennsee kein Licht und keinen Platz mehr für andere Wasserpflanzen übrig, worunter auch die Wasserqualität und die dort lebenden Tiere leiden. Durch die geplante Entnahme der Pflanzen verbessert sich der ökologische Zustand des Gewässers und dem See werden Nährstoffe entzogen.

Nur gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

werden wir es schaffen, den Fennsee als lebendiges Gewässer zu gestalten. Zum Gelingen ist es wichtig, dass Sie die neu angelegten Flachwasserzonen und die neu bepflanzten Bereiche meiden. So können sie sich in Ruhe entwickeln:
  • Uferbereiche nicht betreten und Uferpflanzen nicht entfernen.
  • Hunde in der Nähe der Uferzonen nicht freilaufen lassen, um die Uferzonen nicht zu beschädigen.
  • Wasservögel und andere Tiere nicht füttern. Brot ist schädlich für die Wasservögel und gefährdet die Gewässerqualität durch höheren Sauerstoffverbrauch bei den Abbauprozessen.
  • Lassen Sie keinen Unrat in der Parkanlage und auf der Straße liegen! Alles gelangt früher oder später in den See.

Leider wird im Fennsee häufig gezielt Müll entsorgt. E-Scooter, Einkaufswägen, Möbel etc. werden von der Barbrücke aus in den See geworfen. Doch nach wie vor gilt: Müll darf im oder am Gewässer nicht hinterlassen und schon gar nicht gezielt dort entsorgt werden. Zudem übersteigen die Kosten für die Bergung und Entsorgung des Mülls die bezirklichen Mittel.

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