Der Preußenpark wurde in den Jahren 1904 bis 1905 nach einem Entwurf von GemeindeObergärtner Richard Thieme als “Platz D” in Deutsch-Wilmersdorf angelegt. Der Park wurde als kleiner Landschaftsgarten im Meyer’schen Stil mit geometrischen Elementen gestaltet. Im Jahr 1907 erhielt er offiziell den Namen “Preußenplatz“, wobei bereits damals auch die Bezeichnung “Preußenpark“ in Gebrauch war.
Nachdem Planungen für ein Rathaus im Süden der Anlage verworfen wurden, gestaltete Thieme, welcher seit 1920 Wilmersdorfer Gartendirektor war, 1920-21 den Preußenpark um. Thieme nutzte vorrangig geometrische Formen: Die große Bürgerwiese im Nordwesten gestaltete er als Ellipse, dazu kam eine Hauptachse Richtung Süden mit kleinem Halbrund für die Aufstellung einer Boxkampfgruppe von Erdmann Encke.
Seitlich der Hauptachse lagen landschaftliche Gehölzpartien. Im Süden endete die Anlage mit einem rechteckigen Stadtplatz, der mit würfelförmig geschnittenen Bäumen gefasst war.
1933 wurde an Stelle der Boxergruppe ein Gedenkstein für die SA-Toten von 1923 aufgestellt und seitlich mit je sechs Blutbuchen gerahmt. 1935 erfolgte der Beschluss, den Park an der Ostseite zu vergrößern, den Entwurf dafür gab der Berliner Stadtgartendirektor Joseph Pertl vor. Das SA-Denkmal und Thiemes südlicher Stadtplatz verschmolzen zu einem Aufmarschplatz und die Hauptachse mit ihrer Allee zur Bürgerwiese wurde durch eine Wiese mit Gehölzgruppen ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf der östlichen Parkerweiterung ein Trümmerberg und auf dem Aufmarschplatz ein großer Parkplatz.
Preußenpark - Geschichtliches
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