Aktueller Pflanzenschutz

Befall eines Strauchs mit Gespinstmotten

Gespinstmotte

Die Gespinstmotte (Yponomeutidae) ist eine Schmetterlingsart. Die Falter legen ihre Eier in Bäumen oder Sträuchern ab, die dort unter einer Schutzschicht überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die Larven, sobald sich die Blätter entwickelt haben. Daraus entwickeln sich gefräßige Raupen, die die Blätter aufs Gerippe kahl fressen. Aus den Gerippen bauen die Raupen eine Behausung, um sich zu verpuppen. Das “große Fressen” endet mit der Verpuppung der Raupen.

Ist der Busch erst eingesponnen und kahl, kommt jede Maßnahme zu spät. Am geschicktesten ist es, wenn die Raupen noch jung und die Gespinste noch klein sind, diese herauszuschneiden. Auch wenn die Sträucher kahl gefressen werden, treiben sie dennoch wieder aus.

Die Gespinste werden vom Laien gern mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Dazu haben uns bereits zahlreiche Anrufe und Hinweise erreicht. Von den Gespinstmotten geht keine Gefahr für uns aus und auch die betroffenen Gehölze treiben danach wieder aus.
Mit Einsetzen einer regenreichen Witterung kommt es häufig zum Abwandern der Raupen aus den Gespinsten in Richtung Boden. Die im Inneren der Gespinste vorhandenen Raupen verwandeln sich und gehen in die Puppenruhe, um dann im Sommer als Falter zu schlüpfen.

  • Informationen zu Raupen im Stadtgrün

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