Der Regional-, S- und U-Bahnhof Jungfernheide wird in seiner Bedeutung als Knotenpunkt im Berliner Verkehrsnetz mit hoher Lage- und Erreichbarkeitsgunst bei Realisierung der aktuellen Planungen zur Wiederherstellung der Siemensbahn und zum Bau einer Straßenbahnlinie weiter aufgewertet. Das durch Parkplätze und Kleingärten geprägte Umfeld des Bahnhofs wird der Bedeutung dieses städtischen Raums derzeit nicht gerecht. Zudem besteht die Gefahr, dass bei einer unkoordinierten Umsetzung der unterschiedlichen Planungen von DB InfraGO und BVG die damit verbundenen Chancen nicht optimal genutzt werden.
Aus diesen Gründen hatte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf im Jahr 2021 eine Umfeldstudie beauftragt. Da sich seitdem mit Vorliegen der Planfeststellungsunterlagen für die Siemensbahn, dem Verzicht auf einen Hochhausstandort im nördlichen Bahnhofsvorfeld und die Reduzierung der geplanten Straßenbahn-Endstelle auf drei Gleise wesentliche Rahmenbedingungen geändert haben, wurde diese Umfeldstudie seit September 2024 grundlegend durch das beauftragte Büro regioteam überarbeitet. Die Überarbeitung stellt die aktuellen Planungen mit Relevanz für das Umfeld des Bahnhofs Jungfernheide zusammen, erläutert ihre Wechselwirkungen und arbeitet mögliche Synergien und Konflikte heraus.
Darauf aufbauend ist ein Konzept für das Bahnhofsumfeld skizziert worden, das drei unterschiedliche Varianten für eine städtebaulich optimierte Integration der unterschiedlichen baulich-funktionalen Anforderungen aufzeigt.
Das Umfeldkonzept Bahnhof Jungfernheide wurde durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin als städtebauliche Planung im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB beschlossen. Die Planung ist bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen und stellt darüber hinaus eine Grundlage für Planungen anderer Behörden und Dienststellen dar und ist als solche zu berücksichtigen.