Herzlich willkommen! Mein Name ist Christoph Brzezinski und ich leite die Abteilung Stadtentwicklung, Liegenschaften und IT. Ich begrüße Sie alle recht herzlich zu unserem 278. Kiezspaziergang.
Bevor es losgeht, schon einmal der Hinweis auf den nächsten Kiezspaziergang: Am Samstag, 9. Mai. Dann geht es um Kunst und Kultur in der City West. Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch übernimmt die Führung. Treffpunkt ist am C/O Berlin (Amerika Haus), Hardenbergstraße 22-24, um 14 Uhr.
Der 278. Kiezspaziergang kann auf Komoot nachgelaufen werden.
Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema Denkmalschutz. Viele verbinden damit vor allem Kirchen, Schlösser oder besonders alte Gebäude. Die spielen natürlich eine wichtige Rolle, aber diese Vorstellung greift zu kurz. In Berlin stehen rund 8000 Objekte unter Denkmalschutz. Dazu gehören nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch Straßenzüge, Parkanlagen und technische Bauwerke.
Denkmäler sind Orte, an denen sich Geschichte ablesen lässt. Sie geben Auskunft darüber, wie die Stadt gewachsen ist, wie Menschen gewohnt und gearbeitet haben und welche Vorstellungen von Architektur und Stadt es in verschiedenen Zeiten gab. Denkmalschutz bedeutet, diese Zeugnisse zu erhalten und gleichzeitig einen Umgang damit zu finden, der auch heutigen Anforderungen gerecht wird.
Die Idee, Denkmäler systematisch zu erfassen und zu schützen, reicht in Berlin mehr als 200 Jahre zurück. Schon Karl Friedrich Schinkel hat Anfang des 19. Jahrhunderts gefordert, sich um den Erhalt historischer Bauten zu kümmern. Das heutige Denkmalschutzgesetz in Berlin gilt seit 1978 und bildet die Grundlage für die Arbeit der Denkmalpflege.
Auf unserem Spaziergang schauen wir uns verschiedene Beispiele an, die diese Bandbreite gut zeigen: Unsere Stationen sind die ehemalige Oberpostdirektion, die Große Kaskade im Lietzenseepark, das Einküchenhaus in der Kuno-Fischer-Straße, das Ignatiushaus, das ehemalige Strafgericht Charlottenburg, das Schirmständerhaus in der Wilmersdorfer Straße und die Trinitatiskirche am Karl-August-Platz.
Aber zuerst beginnen wir hier: Am S-Bahnhof Witzleben.