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227. Kiezspaziergang mit dem Stadtrat für Stadtentwicklung Oliver Schruoffeneger

Treffpunkt: Der Mierendorff-Platz in Charlottenburg.

Treffpunkt: Der Mierendorff-Platz in Charlottenburg.

Kiezspaziergang: Die Mierendorff-Insel als Stadt von morgen

Treffpunkt: Mierendorffplatz

Grünanlage Erwin-Barth am runden Brunnen
An kaum einem Ort in Berlin zeigen sich die vielen Gesichter der Stadt so nah beieinander wie auf der Mierendorff-Insel in Charlottenburg. Kleines und großes Gewerbe, Kleingärten, Parks, Uferwege, ruhige Wohn- und viel befahrene Hauptstraßen prägen das Bild. Mit etwas mehr als 16.000 Einwohnern ist das Gebiet zwischen Spree, Westhafen- und Charlottenburger Verbindungskanal so groß wie eine Kleinstadt. Verglichen mit anderen Kiezen wird die Insel jedoch stärker wachsen. 7000 Menschen werden bis 2028 schätzungsweise hinzuziehen. Die meisten dürften entlang der Quedlinburger Straße und am Spreebord ein neues Zuhause finden. Das bedeutet, dass die Versorgung der Bewohner und alle Infrastrukturbereiche neu gedacht werden müssen.

Wir befinden uns hier auf dem Mierendorff-Platz. Benannt nach Carlo Mierendorff, eigentlich Carl Mierendorff, (24. März 1897 – 4. Dezember 1943) einem deutschen Politiker (SPD), Sozialwissenschaftler und Schriftsteller.
Bemerkenswert für die sogenannte “Kleine-Leute-Gegend” ist die aufwändige Gestaltung der Parkanlage auf der nördlichen Platzhälfte. Der Park wurde 1912-13 nach Entwürfen des Städtischen Gartenbaudirektors Erwin Barth mit Rhododendren, Blumengarten, Spielplatz, kleinen Laternen mit quadratischem Glaszylinder sowie einem Fontänenbrunnen angelegt und von Platanen eingerahmt. Er spiegelt die soziale Gesinnung seines Gestalters wider. Barths Credo lautete: “Wenn irgendwo eine reiche Ausstattung der Plätze mit verschwenderischer Blumenfülle, mit Brunnen und dergleichen angebracht ist, so ist es da, wo Leute wohnen, die sich keine eigenen Gärten leisten können.” Am westlichen Parkeingang gegenüber der Brahestraße erinnert eine Gedenktafel an Erwin Barth.
Die Grünanlage wurde nach den historischen Plänen im Jahr 2000 rekonstruiert und mit dem Gustav-Meyer-Preis ausgezeichnet wurde.

Der Gabenzaun am Mierendorffplatz.

Der Gabenzaun am Mierendorffplatz.

Nachbarschaftshaus am Mierendorffplatz (HAM)
Am 24. Oktober 2011 wurde in der ehemaligen Revierunterkunft des Grünflächenamtes am Spielplatz an der Mierendorffstraße 19 das Haus am Mierendorffplatz eröffnet. Das ehrenamtlich betreuten als ein Zentrum für Kunst und Kultur, als Ort der Begegnung, für Projekt-Ideen der Nachbarschaft sowie für Beratungen mit dem Namen „Haus am Mierendorffplatz“ fortgeführt. Das Haus am Mierendorffplatz und das Kiezbüro Mierendorffplatz werden aus Mitteln des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf im Rahmen des Stadtteilmanagements Mierendorffplatz finanziert.

Der Gabenzaun ist ausschließlich für obdachlose Menschen gedacht. In die von ehrenamtlichen Mitarbeitenden angebrachten Tüten und Beutel können Anwohnende, Passant*innen und alle anderen nicht nur Essenspakete aufhängen, sondern vor allem auch Hygieneartikel und Kleiderspenden.

Wir kreuzen die Straße Mierendorffplatz

Fahrräder und Roller an der Mobilitätsstation.

Fahrräder und Roller an der Mobilitätsstation.

2. Station: Mobilitätsstation Mierendorffplatz
Das Projekt „mieri-mobil“ sollte von Juni bis Mitte Dezember 2021 die Einwohner*innen der Mierendorff-INSEL dazu anregen, gemeinsam mit dem Bezirksamt die zukünftige Mobilitätsentwicklung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zu diskutieren und zu gestalten. Ein Teil des Mierendorffplatzes wurde in eine Sharing-Station und ein kleines Paket-Depot verwandelt, um verschiedene Möglichkeiten der Mobilität auszuprobieren und zu analysieren. Der Bezirk strebt an, innerhalb der nächsten zehn Jahre die gesamte Mierendorff-INSEL zu einem Modellbereich für nachhaltige urbane Mobilität und Logistik weiterzuentwickeln.

+Neue Tramverlängerung: Von der Turmstraße aus kommend über Mierendorffplatz, Osnabrücker Straße soll die Tram bis zum Bahnhof Jungfernheide verlängert werden.

Mierendorffplatz Ecke Osnabrücker: Hinweis auf die ehemalige Filiale der Deutschen Bank, in der “KIIK – Die Kunstgruppe INSEL Kunst | Kunst INSEL Mierendorff-Insel” ausstellt.

Die 2011 gegründete Kunstgruppe KIIK hat sich 2020 mit neuen Mitgliedern wieder zusammengefunden. In ihr sind verschiedene Sparten der Kunst vereint: Malerei, Zeichnung, Fotografie, Plastik/Skulptur und Literatur. Alle Künstler*innen leben oder arbeiten auf der Mierendorff-INSEL, einem von Spree und Kanälen umschlossenen Stadtteil in Berlin-Charlottenburg. Die Gruppe versteht sich als Netzwerk innerhalb der Initiative „Nachhaltige Mierendorff-INSEL“. Diese hat das Ziel, ihren Stadtteil I-nnovativ, N-achhaltig, S-ozial, E-mpathisch, L-ebenswert zu gestalten.
Die Kunstgruppe KIIK trägt mit ihren Ausstellungen und künstlerischen Impulsen dazu bei, das Leben auf der INSEL kulturell zu bereichern. Ihr Wirkungskreis geht dabei über die INSEL-Grenzen hinaus.

Weiter auf dem Platz bis Ecke Mindener

Syrisch Orthodoxe Kirche Mor Afrem e.V.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche Mor Afrem e.V.

Die syrisch-orthodoxe Kirche Mor Afrem is eine ehemalige katholische, von Alfons Boklage 1964–1966 errichtete denkmalgeschützte Kirche (ehemals: Mariä Himmelfahrt). (Lastenfahrradverleih in Kooperation mit der Flotte Berlin)

Inselprojekt (Mindener 22) und DorfwerkStadt
Die insel-projekt.berlin UG ist eine Firma für Projektkoordination, die zum Ziel hat, die wirtschaftlich orientierten Anteile der Vision „Die nachhaltige Mierendorff-INSEL“ zu bündeln und umzusetzen.
Im Ladengeschäft Ecke Tauroggener Straße/Mindener Straße betreibt die IPB eine Bürogemeinschaft und bietet hier einen Anlaufpunkt für Menschen und Firmen, die sich für nachhaltige Wirtschaft engagieren wollen.

Die DorfwerkStadt ist ausgewiesene Expertin zu den Themen Partizipation, Sozial- und Regionalraumorientierung, Stadteilentwicklung und für die Vermittlung und Umsetzung von Beteiligungsansätzen. Sie ist außerdem in der Beratung und im Coaching von Teams und Einzelpersonen tätig und setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion ein. Die DorfwerkStadt bearbeitet in EU-, Bundes- und Landesprogrammen die Gestaltung menschlicher Lebensräume.

Weiter zum Interkulturellen Insel-Kräutergarten wo uns Gundi Kälber etwas zum Garten erzählen wird.
Die Idee zu einem Interkulturellen Kräutergemeinschaftsgarten entstand bei einer Einwohnerversammlung (INSEL-Forum). Seit Frühjahr 2017 ist dieses „urban gardening“ in Kooperation von 10 Einwohner*innen, Schüler*innen und der DorfwerkStadt e.V. in der Umsetzung. Als Fläche für den Gemeinschaftsgarten dient der Bereich westlich des Grundschulzugangs.
Die Vision ist es, dass beim gemeinsamen Gärtnern eine lebendige Nachbarschaft über alle Kulturen und Generationen hinweg pflegen lässt, die oftmals mit Abstandsgrün besetzten Freiflächen in Nutzung kommen, und jene, für die ein eigener Kleingarten zu groß oder vielleicht auch nicht finanzierbar ist, ihre Gärtnerseele ausleben können.

Zurück und in die Nordhauser Straße einbiegen

Die Jugendkunstschule an der Nordhauser Straße.

Die Jugendkunstschule an der Nordhauser Straße.

Hier an der Ecke Mierendorffstraße 30 und Nordhauser Straße hat die Universität der Künste einen Standort und direkt daneben findet sich auch die Jugendkunstschule des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Jugendkunstschule gibt es inzwischen schon seit etwas mehr als zehn Jahren hier auf der Mierendorffinsel. Bei der Durchführung von Projekten für Schulen und Kitas werden die Atelierräume und die Holz- und Keramikwerkstätten des Hauses sowie der kleine Vorplatz für Bauprojekte und künstlerische Gartengestaltung genutzt. Mit Tape-art, Comic, Modekursen und Medienprojekten in und außerhalb der Räume vermittelt die Jugendkunstschule einen zeitgenössischen Zugang zu Kunst und Kultur.
Die Künstlerischen Werkstätten des Bezirks sind ebenso wie die künstlerische Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher ein wesentlicher Bestandteil der Jugendkunstschule. Aber nicht nur in den nördlichen Ortsteilen erschließen sich Kinder und Jugendliche in Kursen und Workshops medial den Bezirk mit Handygames oder bei der Teilnahme an Kiezfesten, auch auf dem Mittelstreifen des Kurfürstendamms werden in regelmäßigen Abständen Skulpturen ausgestellt, wie derzeit der Licht-Cubus. Auch das Schlossfest, das mit der Kooperationspartnerin Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg jährlich veranstaltet wird, ist einerseits Ergebnis der intensiven museumspädagogisch orientierten Workshops der Jugendkunstschule im Schloss Charlottenburg.

Rechts runter in die Sömmering und dann links in die Quedlinburger

Hier wird mit dem Bau der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) begonnen.

Der Bau der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) hat begonnen.

MUF
Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) hat mit dem Bau der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) in der Quedlinburger Straße begonnen. Die städtische WBM fungiert als Bauherrin; Generalmieter wird das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten. Ziel ist die Bereitstellung von Wohnraum für Menschen mit Fluchterfahrung. Ergänzt wird das Projekt mit einer Kita für 60 Kinder sowie einem Kieztreff für alle Bürger*innen.

Bauprojekt AREA am Spreebord Ecke Darwinstraße
Der Neubau AREA wird ein Bürogarten. Es soll eine Erweiterung der Firma ins Freie sein, die sich in ihrer Gestaltung an den Mitarbeitern und ihren Bedürfnissen orientiert. AREA ist ein vielfältiger Hybridraum, der Arbeiten und Freizeit auf stilvolle Weise verbindet.

Weiter über Klaustaler Straße bis Goslarer Platz

Blick über den Goßlarer Platz.

Blick über den Goßlarer Platz.

Auch der Goslarer Platz ist ein Gartendenkmal. Der Blockplatz mit sieben Straßeneinmündungen wurde 1909 nach der Stadt im Harz benannt. 1912/13 wurde auch dieser der Platz durch Erwin Barth gestaltet. Die Rasenfläche ist umgeben von Staudenrabatten. An der nördlichen Stirnseite steht ein Solitärahorn. Symmetrisch rechts und links davon angeordnet sind kleine begrünte Lauben mit Sitzbänken. Im südwestlichen Teil gibt es einen großen Kinderspielplatz.

Über das Goslarer Ufer weiter bis zum Grillplatz, der als Teil des Inselrundwegs vom Bezirksamt saniert wird. Das hat der neu gegründete Insel-Rat gewünscht, für die Sauberhaltung muss aber eine Kiezinitiative oder ähnliches die Betreuung übernehmen. Der Inselrundweg wird in Etappen eingerichtet und soll künftig auch Raum für Kunst, Sport und Bänke bieten

Gaußstraße runter zum Wasserturm
Der Wasserturm an der Gaußstraße auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks ist das älteste Gebäude auf der Mierendorff-INSEL und zählt ebenfalls zu den Reservoirtürmen. Er wurde von Paul Bratring 1889 – 1891 im historistischen, neoromanischen Stil aus Backstein errichtet und steht unter Denkmalschutz. Er steht derzeit im Mittelpunkt von Dreharbeiten zu einem Film über Jugend, Perspektiven und Nachhaltigkeit.

Und nun über den Dahlienweg in die

Kleingartenkolonie Habsburg.

Die Kleingartenkolonie Habsburg.

Kleingartenkolonie Habsburg
Der schwarze Weg durch die Kolonie ist eine uralte Heerstraße.
Gärtnern darf man nur ökologisch, Pestizide und Unkrautbekämpfungsmittel sind verboten. Er ist ein OFA-Projekt (Obst für Alle). Inzwischen gibt es neun Obstbäume und 160 Himbeer-, Johannisbeer- und Stachelbeerbüsche. Die reifen Früchte können von jedem geentet werden. Am Vereinshaus gibt es einen Geschenk-Tisch, auf dem überschüssiges Obst und Gemüse abgelegt wird. Fördern Kunstprojekte: Internationale Kunstausstellung zur 100-Jahr-Feier.

Hier endet der Kiezspaziergang und nun geht es über die Lise-Meitner-Straße zurück zum Mierendorffplatz zurück.

Der Kiezspaziergang im Überblick.

  • Auftakt am Mierendorffplatz mit Stadtrat Oliver Schruoffeneger.

    Auftakt am Mierendorffplatz mit Stadtrat Oliver Schruoffeneger.

  • Das Haus am Mierendorffplatz wurde 2011 eröffnet.

    Das Haus am Mierendorffplatz wurde 2011 eröffnet.

  • Ehemalige Filiale der Deutschen Bank in der "KIIK – Die Kunstgruppe INSEL Kunst | Kunst INSEL Mierendorff-Insel" ausstellt.

    Ehemalige Filiale der Deutschen Bank in der "KIIK – Die Kunstgruppe INSEL Kunst | Kunst INSEL Mierendorff-Insel" ausstellt.

  • Diese Ecke mit Brandwänden soll neu bebaut werden.

    Diese Ecke mit Brandwänden soll neu bebaut werden.

  • Das insel.projekt.berlin ist ein Anlaufpunkt für Menschen und Firmen, die sich für nachhaltige Wirtschaft engagieren wollen.

    Das insel.projekt.berlin ist ein Anlaufpunkt für Menschen und Firmen, die sich für nachhaltige Wirtschaft engagieren wollen.

  • Eine Mitarbeiterin stellt den Interkultureller Kräutergarten vor.

    Gundi Kälber stellt den Interkultureller Kräutergarten vor.

  • Die Beete des Interkulturellen Kräutergartens.

    Die Beete des Interkulturellen Kräutergartens.

  • Der Spielplatz auf dem Goßlarer Platz.

    Der Spielplatz auf dem Goßlarer Platz.

  • Der öffentliche Grillplatz am Goßlarer Ufer.

    Der öffentliche Grillplatz am Goßlarer Ufer.

  • Die Kleingartenkolonie Habsburg.

    Die Kleingartenkolonie Habsburg.