215. Kiezspaziergang am 9.11.19 mit Bezirksstadtrat Schruoffeneger

Von der Herbartstraße zum Amtsgerichtsplatz.

-Fotos folgen noch-

Treffpunkt: ICC (Haupteingang) / S-Bahnhof Messe Nord, Bus M 49, X 49, X 34, 218, 139
Länge : ca. 1,3 km

Station 1: Platz vor dem ICC
Station 1.1: Internationales Congress Centrum Berlin (ICC)

Das ICC, ein Kongressbau der Superlative, wurde am 2. April 1979 eröffnet. Architekten sind Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler. Zu diesem Zeitpunkt war das ICC das größte Kongressgebäude Europas. Das „Raumschiff“ ist 313 m lang, 89 m breit und knapp 40 m hoch. Auffallend ist es, abgesehen von der Größe, auch durch die silbergraue Aluminium-Fassade. Es hat zwei große und ungefähr 80 kleinere Säle und Räume und Platz für mehr als 9000 Gäste. Das ICC war mit 924 Millionen DM nicht nur der teuerste Bau im damaligen West-Berlin, sondern ist auch eines der bedeutendsten Bauten der Nachkriegszeit.
Diesem Tatbestand wurde dieses Jahr Rechnung getragen, indem das Gebäude im Sommer aus „künstlerischen, geschichtlichen und städtebaulichen Gründen”, wie die Senatsverwaltung Kultur mitteilte, unter Denkmalschutz gestellt wurde. Es sei ein Glücksfall, dass das ICC „mit seinen Farben, Materialien, Kunstwerken und Ausstattungsgegenständen noch so komplett erhalten ist.“ Der denkmalgeschützte Bau hat nun einen rechtlichen Rahmen für die zukünftige Sanierung, denn das ICC solle als „Gesamtkunstwerk“ erhalten bleiben, als ein Wahrzeichen von Berlin, als einzigartige Großstadtskulptur und monumentale Landmarke, die Berlin als Stadt der Zukunft kennzeichnet, wie Kultursenator Klaus Lederer betont.
Inzwischen ist das Gebäude technisch veraltet. Über die Zukunft des ICC wird, wie Sie ja alle wissen, seit Jahren gestritten. Eigentümer ist das Land Berlin, Betreiberin die Messe Berlin. Für die Messe Berlin lohnt sich der Betrieb nicht, da die Unterhaltung des Gebäudes mehr Geld kostet als durch Einnahmen bei Veranstaltungen wieder hereinkommt. Das liegt auch daran, dass große Teile der 200.000 m² Fläche nicht für Veranstaltungen nutzbar sind.
2014 wurde das ICC geschlossen, und 2015 wurde das ICC als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Zudem war es auch eine der Berliner Erstanlaufstellen für Flüchtlinge. Bis zu 1400 Menschen wurden hier täglich in Empfang genommen. Seit 2017 steht es leer.
Die Federführung bei den Überlegungen zu einer neuen Nutzung des ICC hat nicht der Bezirk, sondern die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die im Moment ein Vergabeverfahren vorbereitet. Mehrere Investoren zeigen Interesse am ICC, auch architektonische Entwürfe liegen schon vor. Das Architekturbüro Neuner & Boeving möchte das ICC zu einer Biosphäre mit Kongressbetrieb umgestalten. Es gibt auch den Vorschlag, ein Mobilitätszentrum hier einzurichten. Das Planungsbüro IGP möchte neben der Sanierung des ICC als Kongressgebäude anstelle des Parkhauses einen Hotelturm errichten. Auch weitere Vorschläge enthalten den Bau eines Hotelturmes.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Station 1.2: Skulptur von Jean Ipoustéguy

Wie viele von Ihnen wissen, stand hier früher die Skulptur Ecbatane – der Mensch baut seine Stadt des französischen Bildhauers, Zeichners, Aquarellist und Schriftstellers Jean Ipoustéguy aus dem Jahr 1980. Ipoustéguy wurde 1920 in Lothringen geboren, wo er 2006 auch starb. Sein Frühwerk zeichnet sich durch architektonisch-abstrakte Formen aus, bevor er sich seit Mitte der 1950er-Jahre mit figurativen, expressionistisch geprägten Themen beschäftigte. Später spielte der Surrealismus eine große Rolle in seinem Schaffen. Im Mittelpunkt seiner Kunst stand nun der Mensch. In diese Schaffensperiode fällt auch die Skulptur Ecbatane – der Mensch baut seine Stadt. Ecbatana war eine antike Stadt im Nordwesten des heutigen Iran, reich und innovativ. Mit den Jahren nagte der Zahn der Zeit an der Skulptur und der Betonsockel wurde brüchig. Deshalb musste die Skulptur gesichert werden. Im Sommer 2005 wurde sie in eine Halle des Messegeländes untergebracht. Wann sie wieder aufgestellt werden kann, ist unsicher.

Station 1.3: S-Bahnhof Witzleben

Einige von Ihnen kamen sicher am Bahnhof Messe Nord/ICC an. Er wurde als Bahnhof Witzleben von den Architekten Zangemeister und Neumann entworfen. Der Bau wurde 1914 begonnen und 1916 fertiggestellt, also mitten im Ersten Weltkrieg. Den Namen Bahnhof Witzleben trug er bis 2002. Der Bahnhof steht unter Denkmalschutz.

Wir gehen nun die Neue Kantstraße hinunter, überqueren die Herbartstraße und biegen rechts in sie hinein. Wir treffen uns wieder gegenüber der Hausnummer 16 A.

Station 2: Herbartstraße 16A

Station 2.1: Herbartstraße / Herkunft des Namens

Die Herbartstraße ist nach dem Pädagogen, Philosophen und Psychologen Johann Friedrich Herbart benannt, der als einer der Begründer der modernen Pädagogik als Wissenschaft gilt. Eine seiner großen Leistungen war, die psychologischen Voraussetzungen des Menschen für das Lernen und Lehren fruchtbar zu machen. Beim Lernen und Lehren ging es um die Ermöglichung der Selbstentfaltung des Individuums. Herbart stellte sich ausdrücklich gegen einen autoritären Erziehungsstil, vielmehr sei es die Aufgabe des Lehrers seinen Zögling bei seiner individuellen Entwicklung zu unterstützen.
Herbart wurde 1776 in Oldenburg geboren. Er studierte Rechtswissenschaft, Philosophie und Literatur in Jena, brach sein Studium dann aber ab und wurde Hauslehrer in der Schweiz. Dort entwickelte er seine ersten Gedanken zur Pädagogik. 1798 lernte er den Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi kennen, dessen pädagogische Ideen ihn stark beeinflussten. Zwischen 1802 und 1805 promovierte er und habilitierte sich in Philosophie an der Universität Göttingen. 1806 wurde er außerordentlicher Professor und publizierte seine ersten bedeutenden Werke. 1809 wurde er auf den früheren Lehrstuhl von Immanuel Kant in Königsberg berufen, wo er mit Wilhelm von Humboldt zusammenarbeitete. Die beiden entwickelten eine Schulreform für Preußen. 1833 kehrte er an die Universität Göttingen zurück, wo er 1841 an den Folgen eines Schlaganfalls starb.

Station 2.2: Herbartstraße 16A / 16B / Hedwig-Rüdiger-Haus

Das Haus wurde 1924/25 von dem Architekten Otto Spalding für die Oberpostdirektion als Ledigenheim für Postbeamtinnen errichtet. Benannt wurde es nach der ersten Vorsitzenden des Berliner Bezirksvereins der Reichspost und –telegraphenbeamtinnen, Hedwig Rüdiger. Die engagierte Sozialreformerin und Frauenrechtlerin war die Initiatorin der Wohnanlage. Das Baugelände wurde dem Verein von der Deutschen Reichspost auf hundert Jahre im Erbbaurecht überlassen. Das Vorderhaus an der Dernburgstraße wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Inzwischen entsteht hier, wie Sie sehen, ein neues Wohnhaus.

Wir gehen ein paar Schritte weiter und halten gegenüber der Hausnummer 19/20.

Station 3: Herbartstraße 19/20 / T-Systems International

Wir stehen hier vor der Rückseite des Berliner Sitzes der T-Systems International. Die T-Systems International GmbH ist eine Tochter der Deutschen Telekom AG. Hauptsitz ist in Frankfurt am Main. T-Systems ist ein Dienstleistungsunternehmen für Informations- und Kommunikationstechnologie und entwickelt vor allem IT-Konzepte für Großkunden im Bereich der Automobilindustrie, Telekommunikation, dem Finanzsektor, Handel, Medien, Energie, Fertigungsindustrie und der öffentlichen Verwaltung. Die T-Systems International beschäftigt 37.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in mehr als 20 Ländern, davon allein 18.000 in Deutschland. Allerdings will T-Systems weltweit 10.000 Stellen streichen. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von € 8,6 Milliarden.
Das Gebäude wurde 1925 bis 1928 von der damaligen Oberpostdirektion Berlin in Auftrag gegeben. Architekt war Willy Hoffmann. Der Bau ist eine Vierflügelanlage und hat 5 bis 7 Geschosse. Es gibt einen Verbindungstrakt und einen holzvertäfelten Festsaal. Links daneben in der Herbartstraße 21, in dem Anbau mit den spitzbogigen Zinnen, befand sich die Wohnung des Präsidenten der Oberpostdirektion.
Die Oberpostdirektion hatte in den 1920er-Jahren mehr als 1000 Beschäftigte. 1934 wurde sie zur Reichspostdirektion. 1945 ging sie in der Abteilung für das Post- und Fernmeldewesen des Magistrats von Groß-Berlin auf. 1954 wurde dann hier die Landespostdirektion Berlin gegründet. Nach Maueröffnung wurde sie 1991 wieder zur Oberpostdirektion Berlin, die hier bis 1997 residierte.
Die ganze Anlage steht unter Denkmalschutz

Wir gehen ein paar Schritte weiter und treffen uns wieder gegenüber den Häusern Nr. 23 und 24.

Station 4: Gegenüber den Häusern Nr. 23 und 24

Station 4.1 Herbartstraße 23 / Einfamilienhaus

Das Einfamilienhaus in der Herbartstraße 23 wurde 1921 von dem Architekten Wilhelm Keller für Madeleine Martin entworfen. Bauzeit war von 1922 bis 1923. Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Station 4.2: Herbartstraße 24 / Hermann-Strauß-Pflegeheim

Das Hermann-Strauß-Pflegeheim der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, vor dem wir stehen, ist das einzige jüdische Pflegeheim im Land Berlin und Brandenburg.
Die Einrichtung hat fünf Wohngruppen mit 75 Pflegeplätzen. Es gibt je nach Bedarf Einzel- und Doppelzimmer. Jede der fünf Wohngruppen hat eigene Toiletten, Duschen und pflegegerechte Badewannen. Das Pflegepersonal ist mehrsprachig: In dem Pflegeheim wird deutsch, hebräisch und russisch gesprochen. Wichtig ist, dass die Bewohner und Bewohnerinnen in jüdischer Atmosphäre und Tradition leben können. Der Schabbat und die jüdischen Feiertage werden gefeiert, es gibt regelmäßige Gottesdienste in der Synagoge und natürlich werden Bewohner und Bewohnerinnen mit koscherem Essen aus der eigenen Küche versorgt. Ziel ist es, dass sich die Bewohner und Bewohnerinnen trotz der Pflegesituation unabhängig und wie zu Hause fühlen können und ihr Leben noch weitmöglichst selbst bestimmen können.
Das Pflegeheim wurde nach dem jüdischen Mediziner Hermann Strauß benannt, der 1868 in Heilbronn geboren wurde. Von 1910 bis 1942 war der Internist Direktor der Abteilung für Inneres im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Bereits 1993 wurde ihm von den Nationalsozialisten seine Lehrbefugnis entzogen. Zu seinen innovativen Leistungen gehören die Entwicklung des Procto-Sigmoidoskops und einer Kanüle zur venösen Punktion, die beide nach ihm benannt sind. Er interessierte sich für Darmerkrankungen, wo er Großartiges leistete. Er verfasste 25 Bücher sowie über 430 Beiträge für Sammelwerke und medizinische Zeitschriften. Seine Veröffentlichungen umfassen das gesamte Gebiet der Inneren Medizin.
1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Er gehörte dort dem Ältestenrat an und war Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses des Ghetto-Gesundheitswesens. Er starb am 17. Oktober 1944 in Theresienstadt. Ein Stolperstein und eine Gedenktafel befinden sich an seinem ehemaligen Wohnhaus am Kurfürstendamm 184.

Wir gehen nun in die Kirche am Lietzensee.

Station 5: Herbartstraße 4-6 / Evangelische Kirche am Lietzensee

Guten Tag, Herr Haag. Wir freuen uns sehr, dass Sie es möglich gemacht haben, dass wir heute hier sein können und Sie uns Ihre Kirche vorstellen. Denn die Kirche am Lietzensee ist etwas ganz Besonderes. Sie wurde 1957 bis 1959 von Paul Baumgarten entworfen. Vorher stand hier eine Notkirche aus Holz, die 1920 erbaut worden war und im Krieg zerstört wurde. Ich will Herrn Haag aber nicht vorgreifen.
Vielen Dank, Herr Haag, auch für den wunderbaren Einblick in das Konzert morgen!

Wir überqueren nun die Straße und gehen in den Veranstaltungssaal des wiedereröffneten Haus‘ am Lietzensee, wo uns die Geschäftsführerin Frau Potzies und Rabbiner Prof. Nachama empfangen werden.

Station 6: Herbartstraße 25 / Haus am Lietzensee

Station 6.1: Herbartstraße 25 / Haus am Lietzensee

Ich begrüße ganz herzlich Frau Potzies und Prof. Nachama in unserer Runde. Ich freue mich sehr, dass beide Zeit für uns gefunden haben. Ehe ich das Mikrofon weiter reiche, möchte ich etwas zur Geschichte des Haus‘ am Lietzensee sagen. Das Haus am Lietzensee, war ein Modellprojekt, denn es wurde als Nachbarschaftshaus und Seniorenzentrum in kommunaler Trägerschaft in Kooperation mit einem freien Träger eröffnet. 25 Jahre lang war es dann die größte Seniorenfreizeitstätte im Bezirk. In der Zeit von 2005-2017 diente es zunächst als Stadtteilzentrum, später als Nachbarschaftshaus und stand in dieser Zeit in der Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins.
Im Sommer dieses Jahres wurde die alte Villa, frisch renoviert und instandgesetzt, dem neuen Träger, dem DRK-Kreisverband Berlin Zentrum, übergeben. Der DRK-Kreisverband hatte sich bei dem Interessenbekundungsverfahren mit seinem Konzept durchsetzen können. Es ist als Mehrgenerationenhaus und Begegnungsort gedacht: Hier können jüngere Menschen älteren helfen und umgekehrt. Beispielsweise können Ältere den Jüngeren bei den Hausaufgaben helfen und die Jüngeren die Älteren in ihrem schwerer werdenden Alltag unterstützen. Aber es wird noch viel mehr geben, wie Frau Potzies Ihnen gleich sagen wird.
Vielen Dank, Frau Potzies!

Wir haben uns entschlossen, auch über die drei weiteren jüdischen Einrichtungen in der Herbartstraße 26 in diesem schönen Saal zu sprechen, da es schlicht wärmer und gemütlicher ist als auf der kalten Straße.

Station 6.2: Herbartstraße 26 / Haus Jeanette Wolff

Das Jeanette-Wolff-Haus ist nach der SPD-Politikerin Jeanette Wolff benannt. Sie wurde 1886 in Bocholt geboren und starb 1976 in Berlin. Wolff lebte lang in Brüssel, wo sie als Erzieherin arbeitete. Mit ihrem Mann zog sie 1908 in die Niederlande, ein Jahr später starben ihre kleine Tochter und ihr Mann kurz hintereinander. Daraufhin zog sie wieder in ihre Geburtsstadt Bocholt, wo sie zum zweiten Mal heiratete. Hermann Wolff und sie kauften eine kleine Textilfabrik und führten bereits 1912, sechs Jahre vor der November-Revolution, den Achtstundentag ein. Auch nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten engagierte sie sich weiter für die SPD. Sie wurde verhaftet und kam erst 1935 wieder aus dem Gefängnis. Nach ihrer Entlassung betrieb sie in Dortmund eine Pension für jüdische Gäste. Nach den Novemberpogromen begann eine Odyssee durch Ghettos und Lager. Nur ihre Tochter Edith und sie selbst überlebten den Holocaust.
Nach ihrer Befreiung widmete sich Jeanette Wolff ganz der Politik. Auf kommunaler Ebene wurde sie in Berlin aktiv und war von 1946 bis 1951 Stadtverordnete. 1949 war sie Gründungsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit in Berlin, deren jüdische Vorsitzende sie lange Zeit blieb. Von 1952 bis 1961 war sie Mitglied des Deutschen Bundestags. Sie gehörte dem Zentralrat der Juden in Deutschland an und war von 1965 bis 1975 deren stellvertretende Vorsitzende. 1967 wurde sie mit dem Ehrentitel Stadtälteste von Berlin ausgezeichnet und im Jahr darauf, an ihrem 80. Geburtstag, zum Ehrenmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte ernannt. Jeanette Wolff starb 1976 und ist auf dem Friedhof der jüdischen Gemeinde in Westend in einem Ehrengrab bestattet.
Das Jeanette-Wolff-Haus ist ein Appartement-Haus für ältere jüdische Bewohner und Bewohnerinnen. Auf fünf Stockwerken gibt es Appartements, die zwischen 40 und 56 m² groß sind. In einem Umfeld, in dem jüdische Tradition gelebt werden kann, gibt es zahlreiche Service- und Freizeitangebote zur Erleichterung der Schwierigkeiten beim Älterwerden.
Das Haus „Leo Baeck“ daneben ist ein siebengeschossiges Seniorenwohnhaus, in dem sich die Bewohner noch eigenständig versorgen können, aber wenn nötig, Unterstützung durch eine Sozialstation bekommen können. Die ersten Bewohner und Bewohnerinnen zogen 1980 in das Haus. Es ist nach dem Rabbiner und Religionswissenschaftler Leo Baeck benannt.
Leo Baeck lebte von 1873 bis 1956 und ist ein bekannter Vertreter des liberalen Judentums. Seine erste Rabbinerstelle bekam er 1895 in Oppeln in Oberschlesien. In Oppeln schrieb er auch sein Hauptwerk mit dem Titel Das Wesen des Judentums, das 1905 erschien. Nach einer Zwischenstation in Düsseldorf wurde er 1912 Rabbiner in Berlin. Ab 1913 unterrichtete er bis zu ihrer Schließung 1942 an der Hochschule für Wissenschaft des Judentums in Berlin.
1933 wurde Leo Baeck Präsident der Reichsvertretung der deutschen Juden. Dies war die Dachorganisation der jüdischen Verbände in Deutschland. Es war eine schwere Zeit. Die Reichsvertretung kümmerte sich um Unterricht für die aus den Schulen geworfenen Schüler und Schülerinnen, half bei der Organisation der Auswanderungen und unterstützte die verarmte jüdische Bevölkerung auch sozial. 1939 wurde die Reichsvertretung in Reichsvereinigung der Juden in Deutschland umbenannt und alle anderen jüdischen Einrichtungen wurden dort eingegliedert oder aufgelöst. So war es für die Gestapo leichter, ihr Tun zu kontrollieren. Leo Baeck half zwar Anderen zur Flucht. Er selbst sah seine Rolle aber in Deutschland und lehnte deshalb Angebote zur Auswanderung ab. 1943 wurde Baeck nach Theresienstadt deportiert. In Theresienstadt war Leo Baeck Mitglied im Ältestenrat und organisierte eine philosophische Vortragsreihe mit. Er überlebte und zog im Juni 1945 nach London. Dort gründete er 1947 das Institut zur Erforschung des Judentums in Deutschland seit der Aufklärung, was später zu dem renommierten Leo-Baeck-Institut wurde mit weiteren Standorten in New York und Jerusalem.
Im Haus Leo Baeck befindet sich das Gebetshaus der Gemeinde Sukkat Schalom. Sie wurde von Hans Wolff-Grohmann entworfen. Im Eingangsbereich wurden die Säulen einer zerstörten Berliner Synagoge in die Architektur integriert. Prof. Nachama ist, neben vielem anderem, Rabbiner dieser Gemeinde und wird uns nun mehr zum Gemeindeleben erzählen. [Wenn wir nicht mehr als 100 Personen sind, geht Herr Nachama mit uns in die Synagoge.]
Vielen Dank, Herr Professor!
Übrigens sind auch Führungen für Gruppen ab 10 Personen in der Synagoge möglich.

Station 7: Am Lietzensee / Gegenüber der Dernburgstraße 9

Station 7.1: Dernburgstraße / Herkunft des Namens

Bernhard Dernburg, ein gebürtiger Darmstädter, wurde 1865 geboren und war Bankier, preußischer Beamter und später Politiker der liberalen Deutschen Demokratischen Partei, DDP.
Nach Tätigkeiten bei verschiedenen Banken wurde er 1901 Vorstandsvorsitzender bei der Darmstädter Bak für Handel und Industrie. Er sanierte auch unprofitable Unternehmen durch Zusammenschlüsse, so gründete er die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG, die zu einem der größten deutschen Montankonzerne expandierte. 1902 sanierte er die Kölner Schokoladenfabrik Stollwerck.
1906 wechselte Dernburg in die Politik und übernahm im September die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes, wo er Karriere machte. Mit seinem Namen ist ein grundlegender Reformkurs in der deutschen Kolonialpolitik verbunden. Nach den Worten Dernburgs sollte nunmehr mit „Erhaltungsmitteln“ anstelle von „Zerstörungsmitteln“ kolonisiert werden. Nicht mehr alkohol- und waffenhandelnde Kompanien sollten die Kolonialwirtschaft prägen, sondern der Missionar, der Arzt, die Eisenbahn und die Wissenschaft. Das Ziel dieser überseeischen Wirtschaftsförderung blieb gleichwohl die größtmögliche Ausbeutung der dortigen Arbeitskräfte. 1910 trat er von diesem Amt zurück.
Nach der Novemberrevolution war Dernburg Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei. Zudem war er Abgeordneter in der Nationalversammlung in Weimar. Im Kabinett Scheidemann war er zudem für zwei Monate Finanzminister und Vizekanzler des Deutschen Reiches. Er starb 1937.

Station 7.2: Lietzenseepark / Kaskade

Im Lietzenseepark gibt es zwei Kaskaden, die beide von 1912 bis 1913 von Erwin Barth, dem Gartenbaumeister Charlottenburgs, und Heinrich Seeling, dem Stadtbaurat von Charlottenburg, geschaffen wurden. Hier ist die Große Kaskade, die Kleine befindet sich direkt hinter dem Parkwächterhäuschen. 2006 wurde die Große Kaskade saniert. Die Sanierung führte die Stiftung Denkmalschutz Berlin durch. Parallel hat das Bezirksamt die wassertechnischen Anlagen instandsetzen lassen und heutigen Standards angepasst, denn früher wurde Frischwasser zur Speisung der Kaskadenbrunnen benutzt, was natürlich viel zu teuer ist. Das Bezirksamt hat nun eine Pumptechnik installiert, die das Seewasser hochpumpt. Über die Kaskaden fließt es dann wieder in den See zurück. Die Kaskaden sind aus Lärmschutzgründen nur von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 20 Uhr in Betrieb. Mit SIWA-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur Wachsende Stadt) soll demnächst die Holzpergola der Kaskade saniert werden. Das Abgeordnetenhaus hat die Mittel bereits bewilligt.

Station 7.3: Dernburgstraße 2-4 und 12-14

Die beiden fünfgeschossigen Mietwohnhäuser am Lietzensee links und rechts von mir stehen selbstverständlich unter Denkmalschutz und wurden von 1905-1907 nach den Plänen des Baumeisters Ernst Brüll für ihn selbst erbaut. Die beiden im Grundriss U-förmig angelegten Wohngebäude sind symmetrisch zueinander östlich und westlich der Großen Kaskade angeordnet, wobei die Kaskade erst ein paar Jahre nach den beiden Häusern entstand. Der Park bestand aber bereits und auf diesen Park hin hatte Ernst Brüll seine beiden Mietwohnhäuser ausgerichtet. In der Begründung zur Aufnahme in die Berliner Denkmalliste heißt es:

Der Park bildet die Symmetrieachse für die beiden Häuser, die den Blick in den Naturraum des Lietzensees wie ein gewaltiges Bühnenportal im Abstand von 50 m einfassen. Die beiden Mietwohnhäuser wiesen zur Bauzeit fast identische spiegelbildlich zueinander angelegte Grundrisse auf. Das Haus Nr. 2/4 weist zwei Treppenhäuser auf: Nr. 2 ist ein Einspänner mit je einer 4-Zimmer-Wohnung mit Nebenräumen pro Geschoss; Nr. 4 ist ein Zweispänner mit einer 5- und einer 6-Zimmer-Wohnung pro Geschoss, diese Wohnungen sind auf großbürgerliche Ansprüche ausgerichtet, sie umfassen Diele, Salon, Speise-, Herren-, Wohnzimmer, zwei Schlafräume, Küche, Mädchenzimmer, Bad und WC …

Das Haus Nr. 2-4 ist unverändert erhalten geblieben, die Nr. 12-14 wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und von Georg Becker wieder aufgebaut. Allerdings blieb nur die Außenhaut, innen gibt es nun viel kleinere Mietwohnungen.

Station 7.4: Dernburgstraße 9 / Gedenktafel für Edmund Rumpler

Gegenüber befindet sich eine Gedenktafel für den in Wien geborenen Edmund Rumpler, ein Name, der sicher vielen von Ihnen etwas sagt, denn Edmund Rumpler entwickelte und baute in seinem Büro in Berlin sowohl Flugzeuge als auch Autos. Berühmt geworden ist die Etrich-Rumpler-Taube von 1911. Das Flugzeug war extrem populär und begründete den Erfolg der Rumpler-Werke. 1921 baute Rumpler das erste stromlinienförmige Automobil, das Rumpler–Tropfenauto. Rumpler war jüdischer Herkunft und musste deshalb nach der Machtübernahme seine Arbeit aufgeben. Sein Grab befindet sich auf dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf.

Auf der Gedenktafel steht:

Hier lebte von 1934 bis 1940
EDMUND RUMPLER
4.1.1872-7.9.1940
Luftfahrtindustrieller
und Techniker
Erbauer von Stromlinienfahrzeugen
“Tropfenwagen”

Wir biegen nun links in die Suarezstraße und treffen uns wieder vor der Hausnummer 31.

Station 8: Suarezstraße 31

Station 8.1: Suarezstraße / Herkunft des Namens

Die Suarezstraße wurde bereits 1897 nach dem preußischen Juristen Carl Gottlieb Suarez benannt. Suarez wurde 1746 in Schweidnitz, heute Swidnica, in Niederschlesien geboren. Eigentlich hieß er Schwartz, aber sein Vater wandelte laut H. Thieme den Namen in die spanische Schreibweise Suarez um, weil es im gelehrter erschien.

Ab 1779 arbeitete er im Preußischen Justizministerium, wo er maßgeblich an bedeutenden Gesetzeswerken beteiligt war, so dem Zensuredikt von 1788. Mit dem Zensuredikt sollten der sich ins Politische ausdehnenden Aufklärung Grenzen gesetzt werden. So schrieb Friedrich Wilhelm II. seinem Großkanzler:

Da ich auch vernehme, dass die Preßfreiheit in Berlin in Preßfrechheit ausartet und die Bücherzensur eingeschlafen ist […]: So habt ihr gegen die Buchdrucker und Buchhändler sofort Fiscum zu erzitieren und Mir übrigens Vorschlag zu tun, wie die Bücherzensur auf einem besseren Fuß eingerichtet werden kann. Ich will meinen Untertanen alle erlaubten Freiheiten gern akkordieren, aber ich will auch Ordnung im Land halten, welche durch die Zügellosigkeit der jetzigen sogenannten Aufklärer, die sich über alles wegsetzen, gar sehr gelitten hat.

Er war auch an der Ausarbeitung des Allgemeinen Landrechts für die Preußischen Staaten beteiligt, was das Rechtsleben in Preußen auf Jahrzehnte hinaus prägte. Zudem machte er eine Art Öffentlichkeitsarbeit, in der er die preußische Bevölkerung in einer populären Sprache über die Justizreform informierte. Er starb 1798.
In den 1970er-Jahren, den Zeiten der „Sperrmüllaktionen“ in Berlin, entwickelte und etablierte sich die Suarezstraße zur Fachstraße für Antiquitäten. Es gibt nirgends so viele Antiquitätengeschäfte wie hier. Einmal im Jahr, am ersten Samstag im September, veranstaltet die Werbegemeinschaft Suarezstraße die Antikmeile, zu der jedes Jahr um die 30.000 Besucher und Besucherinnen kommen.

Station 8.2: Suarezstraße 31 / Gedenktafel für Elfriede Scholz

Hier wohnte von 1924 bis 1929 Elfriede Scholz, die jüngste Schwester Erich Maria Remarques, dem Autor von Im Westen nichts Neues. Elfriede Scholz war wie ihr Bruder eine überzeugte Gegnerin des Nationalsozialismus. Sie verdiente sich ihr Brot als Schneidermeisterin und zog Ende der 1920er-Jahre nach Dresden. In ihrem Geschäft sagte sie einer Kundin gegenüber, der Krieg sei doch sowieso verloren. Diese denunzierte sie, woraufhin sie verhaftet wurde und 1943 wegen Wehrkraftzersetzung vor dem Volksgerichtshof angeklagt wurde. Der Vorsitzende des Gerichtsverfahrens war Roland Freisler, der sie zum Tode verurteilte. Freisler soll während der Verhandlung gesagt haben: „Ihr Bruder ist uns leider entwischt – Sie aber werden uns nicht entwischen!“

Die Gedenktafel aus Acryl wurde zum 70. Todestag von Elfriede Scholz aufgehängt. Die Hausbewohner und -bewohnerinnen hatten sie initiiert und finanziert. Auf der Tafel steht:

Hier lebte zwischen 1924 und 1929 die Schneidermeisterin
Elfriede Scholz geb. Remark
25. März 1903 – 16. Dezember 1943
Elfriede Scholz wurde im August 1943 in Dresden wegen regimekritischer Äußerungen von „Freunden” denunziert und vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. Sie war die Schwester des von den Nationalsozialisten verfemten Schriftstellers Erich Maria Remarque. Am 16. Dez. 1943 wurde Elfriede Scholz in Plötzensee enthauptet.
In dem kurzen Stück zwischen Dernburgstraße und Amtsgerichtsplatz werden wir an 20 Stolpersteinen vorbeigehen. Wir können heute nicht das Leben aller vorstellen, ich werde aber an dieser Stelle am heutigen 9. November zu ihrem Gedenken alle Namen verlesen:

In der Suarezstraße 20 wohnten:

Hans Adolph und Fritz Proskauer. Sie wurden im März 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.
Helene Lara Proskauer geb. Grünberger wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort im September 1942 ermordet.

In der Suarezstraße 21 wohnten:

Emmi Lichtenstein mit ihrer Tochter Marianne Wagner. Emmi Lichtenstein wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.
Marianne Wagner wurde im März 1943 nach Auschwitz deportiert und einen Monat später ermordet.
Lucie Löwenstein wurde im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Hermann Löwenstein wurde bei der Vorbereitung seiner Flucht aus Deutschland wegen Devisenvergehen 1942 verhaftet und erst nach Sachsenhausen, dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Elsbeth, Lieselotte und Isidor Rosenthal wurden 1942 nach Riga deportiert und in Bikernieki ermordet.

In der Suarezstraße 23 wohnten:

Anna Gellert, Harry und Rosa Oppenheimer. Sie wurden 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Franziska Sommerfeld wurde 1942 erst nach Theresienstadt, dann nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

In der Suarezstraße 30 wohnten:

Hertha und Adolf Plessner. Sie wurden 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

In der Suarezstraße 39 wohnten:

Salomon Cohn. Er wurde im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Olga Cohn geb. Lewinski. Sie wurde im Mai 1943 zuerst nach Theresienstadt, 1944 dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

In der Suarezstraße 42 wohnte:

Ernst Stern. Er wurde 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet.

Wir gehen nun weiter bis zu unserer letzten Station auf dem Amtsgerichtsplatz.

Station 9: Amtsgerichtsplatz

Der Amtsgerichtsplatz wurde 1897 nach dem vor uns stehenden Amtsgericht Charlottenburg benannt. Es ist ein Blockplatz, der bereits 1859 als Schmuckplatz angelegt wurde.
Das Amtsgerichtsgebäude wurde in den Jahren 1895 bis 1897 von Poetsch und Clasen als Civilgericht im Stil des Märkischen Barocks errichtet. Es gab vier Schöffengerichte und ein Amtsgefängnis. Das Hauptgebäude umschließt einen großen Innenhof. Der Putzbau steht auf einem Sockel aus schlesischem Granit. Das imposante Hauptportal befindet sich in einem dreiachsigen Mittelrisalit. 1915-21 wurde ein Erweiterungsbau angefügt. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Landesanstalt für Lebensmittel, Arznei und gerichtliche Chemie ein. 1985 wurde das Haus als Gerichtsgebäude renoviert und wieder Rechtsbehörden zur Verfügung gestellt.
Das Amtsgericht Charlottenburg ist für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig, und zwar für Angelegenheiten in den Gebieten Betreuung, Grundbuch, Info- und Rechtsantragsstelle, Mediation, Nachlass, Verbraucherinsolvenzen, Wohneigentum und Zivilprozess. Zudem hat es noch überregionale Zuständigkeiten: Das Handels-, Partnerschafts-, Vereins- und das Genossenschaftsregister für Berlin werden zentral beim Amtsgericht Charlottenburg geführt. Das Amtsgericht hat zwei Standorte, der eine ist hier, der andere in der Hardenbergstraße 31. Im Amtsgericht sind ungefähr 450 Mitarbeiter, davon 55 Richter, beschäftigt.
Gegenüber dem Hauptportal des Gerichtsgebäudes wurde 1979 die Bronzeskulptur Treblinka des russischen Bildhauers Vadim Sidur aufgestellt. Sie ist den etwa 900.000 Opfern des östlich von Warschau gelegenen NS-Vernichtungslagers gewidmet.
Vadim Sidur wurde 1924 in der Ukraine geboren und starb 1986 in Moskau. Sidurs Arbeiten behandeln oft Themen des menschlichen Leids, Zerbrechlichkeit, Gewalt und Tod. Sidur musste unter erschwerten Bedingungen arbeiten, da seine Kunst nicht der sowjetischen Kunstdoktrin entsprach. Obwohl er nicht ausgestellt wurde, schuf er in Moskau in dreißig Jahren über 500 Skulpturen und 1000 Graphiken. In den 1970er-Jahren erlangte Sidur im Westen durch Ausstellungen und Veröffentlichungen Bekanntheit und Anerkennung. Sein Können und seine Bedeutung werden heute mit Bildhauern wie Henry Moore, Jacques Lipchitz und Alberto Giacometti verglichen.
Die 1966 geschaffene Skulptur Treblinka zeigt vier übereinander liegende menschliche Körper. Die Körper sind jeweils kreuzförmig aufgeschichtet. Die zuunterst liegende Figur soll eine noch lebende Frau darstellen, die sich gegen die sie fast erdrückenden Toten über ihr aufbäumt.

Hier endet unser Kiezspaziergang. Bevor ich Sie nun ins Wochenende entlasse, möchte ich noch einmal an den Treff- und Zeitpunkt des Dezemberspaziergangs erinnern, der mit meinem Bezirksamtskollegen Herz stattfinden wird. Treffpunkt ist am Samstag, den 14.12.2019, um 14 Uhr auf dem kleinen Platz vor der Sammlung Scharff-Gerstenberg in der Schloßstraße 70. Enden wird der Spaziergang in der russisch-orthodoxen Kirche Maria Schutz in der Wintersteinstraße 24. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und einen guten Nachhauseweg!