205. Kiezspaziergang am 12.1.2019 mit Bezirksstadträtin Schmitt-Schmelz

Vom U-Bahnhof Blissestraße bis zur zur Auenkirche

Treffpunkt: U-Bahnhof Blissestraße / südwestlicher Ausgang
Länge: ca. 1,3 km

Herzlich willkommen zu unserem 205. Kiezspaziergang. Er führt uns durch die Berliner Straße am ITDZ, dem digitalen Dienstleistungszentrum des Landes Berlin, vorbei in die Mannheimer Straße, wo vor hundert Jahren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet wurden. Danach geht es in die Wilhelmsaue mit ihren zahlreichen interessanten Stationen. Der Kiezspaziergang endet in der Auenkirche, wo wir von Pfarrerin Westerhoff empfangen werden.

Bevor wir beginnen, möchte ich Ihnen aber Zeit- und Treffpunkt des Februarspaziergangs mitteilen, der wieder von Bezirksbürgermeister Naumann geführt werden wird.

Der Treffpunkt ist am Buswartehäuschen auf dem Bismarckplatz, und zwar auf
der nordwestlichen Seite des Platzes, und zwar am Samstag, den 9.2.2019, um 14 Uhr. Der Spaziergang geht durch die Bismarckallee über den Johannaplatz zum St.-Michaels-Heim und Jugendgästehaus. Von dort geht es weiter über die Bismarckbrücke in die Delbrückstraße an der Grunewald-Grundschule vorbei in die St.-Karl-Borromäus-Kirche.

Station 1: U-Bahnhof Blissestraße

Die meisten von Ihnen sind wahrscheinlich hier am U-Bahnhof Blissestraße ausgestiegen. Er wurde am 29. Januar 1971 eröffnet und von Rainer Rümmler gestaltet. Seine Decke hat eine sehr gute und sichtbare Schalldämmung. In den 2000er-Jahren wurden die Wandfliesen erneuert und am 1. November 2018 konnte der Öffentlichkeit endlich ein barrierefreier Bahnhof präsentiert werden. Die Kosten für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs beliefen sich auf drei Millionen Euro.

Wir kreuzen nun die Berliner Straße und treffen uns gegenüber vor der Berliner Volksbank wieder.

Station 2: Brandenburgische Straße 86/87 / Ecke Berliner Straße 40

Station 2.1: Brandenburgische Straße 86/87 / Büro- und Geschäftshaus

Wir stehen hier vor dem Finanz-Center Wilmersdorf der Berliner Volksbank. Das Baudenkmal wurde 1952 bis 1954 von der Genossenschaftshaus-Wilmersdorf-Grundstücksgesellschaft mbH in Auftrag gegeben. Architekt war Artur Poeschla.

Station 2.2: Berliner Straße / 42 / Stolpersteine für Dorothea, Sofie und Paul Eissler

Vor diesem Gebäude wurden am 22. Oktober 2009 drei Stolpersteine verlegt. Darauf steht:

HIER WOHNTE
DOROTHEA EISSLER
JG. 1920
DEPORTIERT 1.3.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET
HIER WOHNTE
SOFIE EISSLER
GEB. PREUSS
JG. 1890
DEPORTIERT 2.3.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET
HIER WOHNTE
PAUL EISSLER
JG. 1883
DEPORTIERT 2.3.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET

Ich zitiere aus einem Text der Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf:

Paul Eissler wurde am 6. Juli 1883 in Klay in dem damals zu Russland gehörenden Teil Galiziens geboren. Er war Kaufmann und wohnte mit seiner Familie zunächst in Glogau (Schlesien) und zog in den 1930er-Jahren nach Berlin. 1938 war er im Adressbuch in der Berliner Straße 42 in Wilmersdorf als „Privatier“ eingetragen, 1939 wiederum als „Kaufmann“. Verheiratet war er mit Sofie Eissler, geb. Preuß, die am 6. November 1890 in Glogau geboren wurde und in der Meldestatistik von 1939 als „Halbjüdin“ gekennzeichnet war. Ihre Tochter war Dorothea Eissler, geboren am 11. Mai 1920 […] in Glogau. […]

Während sich die Eltern Eissler in einem von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in der nicht vollständig zerstörten Synagoge Levetzowstraße eingerichteten Sammellager zu Deportation registrieren lassen mussten,

wurde die Tochter in das Sammellager an der Großen Hamburger Straße gebracht, wo früher ein Jüdisches Altenheim war.

Am 27. Februar 1943 wurden alle jüdischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der „kriegswichtigen“ Produktion beschäftigt waren, von ihren Arbeitplätzen weg verhaftet. Dorothea Eissler ist am 1. März 1943 am Güterbahnhof Moabit in einen Zug mit 1756 Menschen nach Auschwitz deportiert und dort vermutlich zunächst in ein Arbeitslager eingewiesen worden. Sie war 22 Jahre alt. Paul und Sofie Eissler sind am folgenden Tag ebenfalls aus Berlin-Moabit mit 1722 Menschen nach Auschwitz gefahren worden und gleich nach ihrer Ankunft in einer der Gaskammern in Birkenau ermordet worden. Sie wurden knapp 60 und 53 Jahre alt.

Wir überqueren nun die Straße und treffen uns wieder vor der Hausnummer 122.

Station 3: Berliner Straße 122 / Altes Bauernhaus

Hier in der Berliner Straße 122 kann man durch das Tor hindurch ein Beispiel eines heute idyllisch anmutenden alten Bauernhofes sehen.

Wir gehen nun ein paar Schritte weiter bis zur Berliner Straße 112-115.

Station 4: Berliner Straße 112-115 / IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ)

Itdz
Bild: BA CW, ML

Wir stehen hier vor dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin. Es versorgt die Berliner Verwaltung mit allen IT-Dienstleistungen und wurde 1969 als Landesamt für Elektronische Datenverarbeitung gegründet. 1991 fusionierte es mit dem Ost-Berliner Rechenzentrum und wurde umbenannt zum Landesamt für Informationstechnik.

1994 wurde hier das Telekommunikationskonzept zur ISDN-Vernetzung aller öffentlichen Einrichtungen Berlins entwickelt. 1998 wurde aus dem Landesamt der Landesbetrieb für Informationstechnik und 2005 eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen IT-Dienstleistungszentrum Berlin. Heute ist das ITDZ Berlin ein Komplett-Anbieter für alle IT-Dienstleistungen des Landes Berlin. Es unterhält ein Hochgeschwindigkeitsnetz mit einem leistungsstarken Rechenzentrum und modernster Sicherheitstechnik.

Es ist verantwortlich für die Digitalisierung Berlins und hat inzwischen 670 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Diese suchen beispielsweise nach Lösungen, um die Kommunikation der Bürger und Bürgerinnen mit der Berliner Verwaltung auf den neuesten Stand zu bringen. So kann man inzwischen schon einige, wenn auch nicht viele Dienstleistungen online erledigen. Diese werden aber gerade massiv ausgebaut. So sollen zukünftig die Zulassungen von PKWs online möglich sein, aber auch die Beantragung von Kita-Gutscheinen. Das soll Wege sparen und Wartezeiten reduzieren. Eines der großen Projekte im Moment ist die Standardisierung der IT-Arbeitsplätze in der gesamten Berliner Verwaltung, das sind nicht nur Computer, sondern auch Telefonverbindungen, Drucker und Netzwerke. Das ITDZ betreut über 67.000 PC-Arbeitsplätze. Es werden im Jahr ca. 2,5 Millionen Termine über das ITDZ von Bürger und Bürgerinnen gebucht,

vor allem für Termine im Bürgeramt. Über das Bürgertelefon mit der Nummer 115 werden täglich 4380 Anrufe angenommen.

Ab 2023 wird die elektronische Akte in der ganzen Berliner Verwaltung verbindlich. Sie bildet den klassischen Aktenordner digital nach. Alle technischen Prozesse, also Dokumentenmanagement, Bearbeitung von Vorgängen und die Speicherung in einer Cloud des ITDZ werden von hier aus gesteuert. Das ITDZ hat zwei eigene, stark gesicherte Rechenzentren. Das Berliner Landesnetz ist komplett abgeschirmt. Die Länge des Lichtwellenleiternetzes beträgt sage und schreibe 1093 km.

Wir gehen nun um die Ecke und treffen uns wieder vor dem Haus Mannheimer Straße 27.

Station 5: Mannheimer Straße 27

Mannheimer Straße 27
Bild: BA-CW,ML

Station 5.1: Mannheimer Straße 27 / 100 Jahre Verhaftung und Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

1918/19 waren revolutionäre Zeiten in Berlin. Der Rat der Volksbeauftragten mit dem Reichspräsidenten Ebert an der Spitze regierte seit dem 9. November 1918 die neu entstandene Republik. Die Wahl zur Nationalversammlung war für den 19. Januar 1919 geplant. Auch wenn die Novembertage und damit die Abschaffung der Monarchie und die Beendigung des Ersten Weltkrieges mit relativ wenig Blutvergießen einhergegangen war, gab es doch große Widersprüche zwischen den sozialdemokratischen und den sozialistischen Kräften im Rat der Volksbeauftragten, die sich auf der Straße immer wieder in Protesten, Streiks und Demonstrationen spiegelten.

Am 4. Januar wurde der Polizeipräsident Emil Eichhorn abgesetzt. Dies führte zu Massenprotesten, die sich zum so genannten Spartakus-Aufstand ausweiteten. Die führenden Köpfe des Aufstandes, darunter Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, wurden zur Fahndung ausgerufen. Es gab auch Mordaufrufe. Seit Dezember 1918 hingen in der ganzen Stadt Plakate mit der Aufforderung an Arbeiter und Bürger [ich zitiere]: Schlagt ihre Führer tot! Tötet Liebknecht! Dann werdet ihr Frieden, Arbeit und Brot haben!”, unterzeichnet mit Die Frontsoldaten. Die zur Niederschlagung der Januarunruhen ins Leben gerufenen Freikorps, aus deren Reihen auch die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht kamen, pflegten extrem rechtes Gedankengut.

Luxemburg und Liebknecht tauchten zuerst in Neukölln unter.

Als sie dort nicht mehr sicher waren, boten ihnen der Kaufmann Siegfried Marcusson und seine Frau, die mit Rosa Luxemburg befreundet war, ihre Wohnung hier in der Mannheimer Straße 27 (damals Nummer 43) als Versteck an. Am frühen Abend des 15. Januar, also vor knapp 100 Jahren, drangen fünf Angehörige der Wilmersdorfer Bürgerwehr in die Wohnung ein und nahmen Liebknecht und Luxemburg fest. Ungeklärt ist noch immer, wer der Bürgerwehr den einschlägigen Auftrag oder Hinweis gab. Liebknecht wurde in die Cecilien-Grundschule am Nikolsburger Platz gebracht und danach ins Eden-Hotel an der Budapester / Ecke Kurfürstenstraße, das als Hauptquartier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division fungierte, Rosa Luxemburg direkt ins Eden-Hotel. Die Gefangenen wurden nacheinander verhört und dabei schwer misshandelt. Der Kommandant Waldemar Pabst beschloss mit seinen Offizieren, sie zu ermorden.

Der Mord sollte nach einer spontanen Tat Unbekannter aussehen. Rosa Luxemburg wurde im Auto erschossen und ihre Leiche in den Landwehrkanal in der Nähe der heutigen Lichtensteinbrücke am Zoo geworfen. Karl Liebknecht wurde am Neuen See im Tiergarten erschossen und danach von den Tätern als „unbekannte Leiche“ in einer Rettungsstelle gegenüber vom Hotel Eden abgegeben. Luxemburgs Leiche wurde erst Monate später gefunden. Bei der Beisetzung Liebknechts mit zahlreichen weiteren Toten des Spartakus-Aufstandes wurde für Rosa Luxemburg symbolisch ein leerer Sarg mitgeführt. Mehr als hunderttausend Menschen begleiteten den Leichenzug. Der Ermordung der Spartakusführer folgten bis Anfang Juli 1919 in ganz Deutschland bürgerkriegsähnliche Unruhen. Sie wurden gewaltsam niederschlagen und forderten einige tausend Tote und bildeten damit den blutigen Abschluss der Revolution, die mit der Weimarer Verfassung, die am 11. August 1919 in Kraft trat, ihren demokratischen Abschluss fand.

Weil die Hausbesitzer sich weigerten, an ihrem Haus eine Gedenktafel für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht anbringen zu lassen, hat das Bezirksamt Wilmersdorf am 15. Januar 1990 hier einen Granitstein verlegt mit der Aufschrift:

Letzter Zufluchtsort der
deutschen Revolutionäre
Rosa Luxemburg
Karl Liebknecht
vor ihrer Ermordung durch marodierende
Reichswehrtruppen am 15.1.1919

Gedenktafel für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Bild: BA-CW,ML

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren Kommunisten, die die Abspaltung der USPD von der SPD durchgesetzt hatten, aber im Gegensatz zu den späteren Führern der KPD waren sie nicht bereit, sich den sowjetischen Vorstellungen von Kommunismus bedingungslos zu unterwerfen. Rosa Luxemburg kämpfte nicht nur für ihre kommunistischen Ideale, sondern auch für die Gleichberechtigung der Frau und für bürgerliche Ideale. Ihr berühmter Satz “Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden” wurde zum Leitsatz der Oppositionsbewegung in der DDR.

Station 5.2: Mannheimer Straße 12-19B

Die Wohnanlage gegenüber, die sich bis an den Fennsee zieht, wurde 1937/1938 gebaut und gehörte zu dem Neubauprogramm des nationalsozialistischen Regimes. Bauherr war die Gemeinnützige Wohnstättenbau, die mit dem Entwurf den Architekten Walter Rahlfs beauftragte. Die Wohnanlage hat 184 Wohneinheiten.

Wir gehen nun weiter bis zur Mannheimer Straße 21-22.

Station 6: Mannheimer Straße 21-22 / Finkenkrug-Schule

Die Finkenkrug-Schule ist eine Förderschule mit Schwerpunkt Förderung der geistigen Entwicklung. Sie ist zugleich Grundschule und Schule für die Sekundarstufen I und II. Der Unterricht findet von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt. Eine Schulpflicht für geistig behinderte Kinder gibt es in Westberlin erst seit 1974, in Ostberlin wurden Schulen für geistig behinderte Kinder gar erst nach der Wende eingerichtet.

In der Finkenkrug-Schule werden 120 Schüler und Schülerinnen von 70 Lehrkräften und 20 Erzieherinnen und Erzieher unterrichtet. In einer Klasse von 6-10 Schülern und Schülerinnen sind 4 Erwachsene. Wir sehen, das Verhältnis von Lehrkräften und Schüler*innen ist ein ganz anderes als in einer Regelschule. Was wird in dieser Schule unterrichtet? Die Schüler und Schülerinnen lernen auch hier lesen, schreiben und rechnen. Die Methoden sind nur gänzlich andere.

Viele Unterrichtsmaterialien werden im Unterricht von den Schülern und Schülerinnen selbst hergestellt. Es wird großen Wert auf unterschiedliche Therapien gelegt: So gibt es Bobath-Behandlung, Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage, Ergotherapie, Logopädie und vieles mehr. Und als einzige Schule hat die Finkenkrug-Schule ein Therapieschwimmbad. Wichtig ist natürlich auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit anderen die Kinder betreuenden Personen.

Was mir persönlich ganz viel bedeutet, ist die Vertretung von Schülern und Schülerinnen der Finkenkrug-Schule in der Jugenddemokratiekonferenz. Es war nicht ganz einfach, aber wir haben es geschafft: Die Finkenkrug-Schule ist die einzige Förderschule, die Schülervertreter*innen in die Konferenz schickt.

Wie kommt die Schule nun an den Namen Finkenkrug. Die meisten Schulen sind nach bedeutenden Personen benannt, und Finkenkrug ist ja ein kleiner Ortsteil von Falkensee. Anfang der 1980er-Jahre fasste der Senat den Beschluss, Schulen nach unerreichbaren Gebieten in der DDR zu benennen, und Finkenkrug lag damals in der DDR. Zudem hat Anna von Gierke 1922 in Finkenkrug ein Landjugendheim gegründet. Dort konnten die Auszubildenden des Jugendheims Charlottenburg Praktika absolvieren. Gleichzeitig war es Erholungsheim für die Großstadtkinder und später Fluchtort für jüdische Kinder und manchmal auch für ihre Familien.

Wir gehen nun ein Stück zurück und treffen uns wieder in der Wilhelmsaue 36.

Station 7: Wilhelmsaue 36 / L-Werk

Ich begrüße nun ganz herzlich Herrn Pötzschke und Herrn Meincke vom L-Werk Berlin-Brandenburg, die uns nun erzählen werden, was sich hinter der Bezeichnung L-Werk verbirgt.

Vielen Dank, Herr Pötzschke, vielen Dank, Herr Meincke!

Station 8: Wilhelmsaue 106-108 / vor der Schulmeister-Villa

Station 8.1: Friedrich-Ebert-Gymnasium

Wir stehen nun vor dem Neubau des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, dessen Haupteingang auf der Seite des Fennsees liegt. Das Friedrich-Ebert-Gymnasium wurde 1906 gegründet, und das Gebäude am Fennsee wurde an der Stelle des alten Dorfkrugs Zum goldenen Lamm von 1910 bis 1912 nach Entwürfen der Architekten Otto Herrnring und Philipp Nitze gebaut. Es steht inzwischen unter Denkmalschutz. Auf dem Hof steht vor uns die alte Schulmeister-Villa, die heute als Cafeteria und als kleine Mensa dient. Ergänzt wird das Ensemble durch einen schuleigenen Sportplatz. Der Neubau mit den gelben Klinkern hier auf unserer Seite wurde 2005 eingeweiht. Architektin war Frau Krusenbaum. Er hat moderne Fachräume für die Fächer Chemie, Physik, Information und Musik. Zudem gibt es drei Computerräume, einen Laptop-Wagen und interaktive Whiteboards.

1947 wurde Friedrich Ebert Namenspatron der Schule, die 1949 offiziell in Friedrich-Ebert-Oberschule umbenannt wurde. Friedrich Ebert ist uns als erster Reichspräsident der Weimarer Republik in der letzten Zeit ja schon häufiger begegnet. Ebert verstand sich als ein Vermittler zwischen der gemäßigten Arbeiterbewegung und dem Bürgertum. Seit dem Spartakus-Aufstand im Januar 1919 wurde er von den sozialistischen Kräften in der Republik als Verräter gesehen. Ebert setzte sich aber auch erfolglos für eine Neuverhandlung des Prozesses gegen die Mörder von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ein.

Im Friedrich-Ebert-Gymnasium kann man Englisch, Französisch und Spanisch lernen.

Es gibt seit 2000 Theateraufführungen in englischer Sprache, vor allem Shakespeares Stücke werden auf die Bühne gebracht. Die Theatergruppe mit dem Namen Shakespeare Players gastierte auch schon öfter auf professionellen Bühnen. Der Fachbereich Musik veranstaltet seit 2010 jährlich das Festival Musik im Mai, seit 2006 gibt es zudem eine Literatur-AG. Seit 1988 gibt es Schüleraustauschprogramme, unter anderem mit Schulen in Frankreich, Kanada, Schweden, Großbritannien und der Ukraine. Wichtig ist auch, dass Schüler und Schülerinnen der Oberstufe Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe, deren Versetzung gefährdet ist, bei den Hausaufgaben unterstützen.

Im Altbau des Friedrich-Ebert-Gymnasiums befindet sich auch das älteste Abendgymnasium Deutschlands, die Peter-A.-Silbermann-Schule, die von dem Namensgeber 1927 gegründet wurde. Dort kann man auch, wenn man berufstätig ist, das Abitur nachholen.

Station 8.2: Wilhelmsaue 32 / Neubau des Projektentwicklers Diamona & Harnisch

Auf dem knapp 1850 m² großen Grundstück gegenüber in der Wilhemsaue 32 sollen zwei siebengeschossige Wohnhäuser namens Wilhelmsaue entstehen. Geplant wurde es von dem Projektmanagement-Unternehmen Diamona & Harnisch (D&H). Die Architekten kommen aus dem Büro Klaus Theo Brenner Stadtarchitektur. Zur Straße hin soll es ein Gebäude mit einer torartigen Fassade geben, durch deren Tor man zu einem Innenhof mit Hinterhaus gelangt. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant, die Kosten sollen € 23,5 Mio. betragen.

Blissestraße 12 Eiscafé Monheim
Bild: BA-CW,ML

Station 8.3: Blissestraße 12 / Eiscafé Monheim

Wir gehen nun über die Blissestraße in die Wilhelmsaue. Versäumen Sie nicht einen Blick nach rechts zur Blissestraße 12 zum Eiscafé Monheim zu werfen, das erste Eiscafé Berlins. Es wurde 1928 von Erna Monheim gegründet. Heute wird es von Sonja Belowa geführt. Sie fühlt sich aber in der Tradition der Gründerin und kreiert weiter Eis in hoher handwerklicher Qualität und teilweise auch noch nach den alten Rezepten von Erna Monheim. Versuchen Sie es doch einfach mal, wenn die Eis-Saison im Frühjahr wieder los geht.

Station 8.4: Blissestraße / Herkunft des Namens

Die Blissestraße wurde 1947 nach der Grundbesitzerfamilie Amalie und Christian Blisse benannt.

Zuvor hieß sie von 1856 bis 1880 Steglitzer Weg, von 1880 bis 1888 teilweise Steglitzer Straße und von 1880 bis 1937 teilweise Augustastraße und von 1937 bis 1947 Stenzelstraße. Christian Blisse wurde 1823 in Wilmersdorf geboren, Amalie Blisse 1845. Er starb 1905, sie 1907 in Wilmersdorf. Die beiden betrieben Landwirtschaft und wurden reich durch Grundstücksverkäufe im Zuge der explosionsartigen Entwicklung Wilmersdorfs zur Großstadt. Dazu später mehr.

Wir treffen uns wieder auf dem Mittelstreifen der Wilhelmsaue vor der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter.

Station 9: Wilhelmsaue 112

Erste Kirche Christi Wissenschafter
Bild: BA CW, ML

Station 9.1: Wilhelmsaue 112 / Erste Kirche Christi, Wissenschafter

Wir stehen hier von dem Gemeindezentrum und der Ersten Kirche Christi, Wissenschafter. Was hat es mit diesem etwas seltsam anmutenden Namen auf sich. Die Christian Science wurde von Mary Baker Eddy in Boston gegründet. Nach einem schweren Unfall wurde sie geheilt, was sie auf das Lesen in der Bibel und das Beten zurückführte. Sie verfasste daraufhin das Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, was 1875 zum ersten Mal erschien. Schon zwanzig Jahre später fassten die Christlichen Wissenschafter in Deutschland Fuß. Die erste Berliner Zweigkirche folgte am 20. September 1900.

Der 1879 definierte Zweck der Christian-Science-Kirche besteht laut ihrem Kirchenhandbuch darin [ich zitiere]:

die Worte und Werke Jesus Christi in Erinnerung zu bringen und dadurch das ursprüngliche Christentum und sein verlorengegangenes Element des Heilens wiedereinzuführen.

Mary Baker Eddy beschrieb die Überlegenheit der geistigen Kraft über die physische Kraft als die zentrale Tatsache der Bibel und ebenso als den Kernpunkt von Christian Science. Aus ihrer Sicht müsse diese „große Tatsache“ durch das Heilen der Kranken bewiesen werden. Christian Science sieht Gott, Geist und Gemüt als einzige Ursache und Prinzip des Universums an. Der Mensch gilt gemäß dem ersten Schöpfungstext der Genesis als Bild und Gleichnis Gottes, folglich sei er geistig. Materie und das Böse gelten als unwirklich und zeitlich.

In den ersten Jahren nach der Gründung wurden die Gottesdienste zunächst in Privatwohnungen, später dann in Schulen oder Sälen abgehalten. Im Jahre 1929 erwarb die Kirchengemeinde das Grundstück Wilhelmsaue 112. Mit dem Bau der Kirche und des Gemeindezentrums wurde Otto Bartning beauftragt, der für seine Kirchenbauten bekannt war. Die Grundsteinlegung des Kirchengebäudes erfolgte am 17. September 1936, gegen Ende 1937 wurde der erste Gottesdienst abgehalten. Das damalige Kirchenschiff, was hinter dieser Fassade zur Uhlandstraße hin liegt, bot rund 1000 Personen Platz, das jetzige rund 800.

1941 wurden die Christlichen Wissenschafter vom Nazi-Regime verboten und ihr Eigentum beschlagnahmt. Zahlreiche Mitglieder der Christlichen Wissenschaft wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Waffen-SS zog in das Gebäude ein, das dann 1943 bei einem Angriff zerstört wurde.

Das Kirchengrundstück mit der Ruine wurde der Gemeinde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zurückgegeben. Unter der Leitung von Otto Bartning wurden bereits 1950 die Gebäudereste gesichert, ab Mai 1956 begann der eigentliche Wiederaufbau in Zusammenarbeit mit dem Architekten Kurt Bornemann. Der neue Bau wurde wesentlich vereinfacht und am 7. Juli 1957 konnte der erste Gottesdienst wieder stattfinden. Die Wiederaufbaukosten wurden von der Kirchengemeinde durch freiwillige Beiträge und Spenden aufgebracht. Nach Tilgung der letzten Hypothek wurde das Kirchengebäude am 28. Dezember 1969 eingeweiht. Das Gebäude an der Straße enthält einen Lesesaal, einen großen Raum für die Sonntagsschule und Räume für die Verwaltung. Auf dem rückwärtigen Grundstück zur Uhlandstraße hin befindet sich eine Hallenkirche auf parabelförmigem Grundriss.

Heute gibt es weltweit rund 400.000 Mitglieder der Christian-Science-Bewegung in 2.000 Gemeinden in 80 Ländern. In Deutschland gibt es 72 Zweigkirchen mit rund 2.000 Mitgliedern.

Station 9.2: Wilhelmsaue 111a / Mietshaus

Rechts neben dem Gemeindezentrum steht das aufwändig gestaltete Mietshaus an der Wilhelmsaue 111a. Es wurde kurz vor der Jahrhundertwende 1896 bis 1899 gebaut. Der Bauherr war der Rentier Albert Brandt, der Architekt Walter Eichelkraut.

Wir überqueren nun die Uhlandstraße und treffen uns wieder auf dem Mittelstreifen vor dem Blissestift.

Station 10: Wilhelmsaue vor dem Blissestift

Station 10.1: Wilhelmsaue 116 / Blissestift

Christian Blisse stammte aus einem Wilmersdorfer Bauerngeschlecht mit ausgedehnten Feldern, an der Stelle, wo heute die Blissestraße verläuft. Durch den Bedarf an Bauland für die wachsende Stadt gelangten viele Bauern zu Vermögen. Da die Blisses mit dem Landverkauf länger warteten als andere Bauern, wurden sie sehr reich und gehörten damit zu den sogenannten Millionenbauern, was ihnen den Spitznamen „Millionen-Blisse“ einbrachte. Sie vermachten der Stadt drei Millionen Mark für ein Waisenhaus, mit dessen Bau 1908 nach dem Tod von Auguste Amalie Blisse begonnen wurde. 1911 wurde das Haus als Christian-und-Auguste-Blisse-Stiftung auf dem Grundstück des ehemaligen Stammgutes der Blisses eröffnet.

Architekt war Otto Herrnring. Der Bau kostete 600.000 Reichsmark. Das Waisenhaus wurde das Zuhause für evangelische Kinder zwischen 6 und 16 Jahren. Das restliche Geld der Stiftung diente der Finanzierung des Betriebes des Waisenhauses, zumindest bis zur Inflation, die dann das Vermögen vernichtete. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Stiftung zweckentfremdet. Im Blisse-Stift befinden sich heute der Kinderhort der Comenius-Schule und die offene Ganztagsschule für autistische und lernbehinderte Kinder.

Station 10.2: Wilhelmsaue / Herkunft des Namens

Wir stehen hier auf der alten Dorfaue von Wilmersdorf, die von etwa 1300 bis 1875 auch so hieß. 1875 wurde sie dann in Wilhelmstraße und 1888 in Wilhelmsaue umbenannt.

Der Autor der Schwarzwälder Dorfgeschichten, Berthold Auerbach, lebte um 1860 in Berlin und beschrieb diese Gegend in einem Brief an einen Freund am 10. April 1863:

Gestern war ich nach so langer Zeit wieder einmal in einem Dorfe. Der Frühling ist schön, und ich muß Lerchen hören, und die singen auch über dem Sandboden, in dem sich’s freilich schwer geht. Ich war in Wilmersdorf, einem Taglöhner-Orte in meiner Nachbarschaft; der Weg durch die Saaten that mir gar wohl, ich saß eine Stunde lang unter einem Weidenbaum am Wegraine, und das war eine glückliche Stunde, ich konnte doch auch wieder einmal in die Unendlichkeit hinein träumen. Im Dorfe hörte ich doch auch wieder einmal ein lebendiges Huhn gackern, sah lebendige Gänse und Schweine; man vergißt in Berlin ganz, daß Derartiges auch lebt, man sieht es immer nur gebraten.

Man sollte nicht spotten über die übertriebene Naturbegeisterung der Berliner, wenn sie hinauskommen; wenn man in dieser künstlich gemachten Stadt lebt, erscheint alle Natur, das Alltäglichste, wie ein Wunder.

Im Dorfe ist, wie in Norddeutschland fast immer, das Rittergut die Hauptsache, es ist stattlich in Viehstand und Maschinen.

Die Erquickung von gestern geht mir heute noch nach, und ich habe heute schon gut gearbeitet, freilich zu einer geschlossenen Arbeit bringe ich’s nicht. Es ist der dummste Streich, den ich machen konnte, nach Berlin zu siedeln; ich muß erfrischende Naturblicke haben, sonst verkomme ich.

Kurz danach, um 1870, beschrieb Hanns Fechner den Entwicklungsstand des Dorfes [ich zitiere]:

Um die Hauptstraße, die Aue in Wilmersdorf, mit ihrem urtümlichen Gemeindeteichlein, auf dem sich die Enten und Gänse in buntem Durcheinander tummelten, ihren schönen uralten Linden und Kastanien, lagen die Gehöfte der Großbauern von Wilmersdorf….

Ein köstlicher Winkel lag in der Westecke der Aue, so recht ein Dorado für den Maler. Das kleine Häuschen, hinter dem wunderbare Eiben von fast zweihundertjährigem Bestehen zeugten und mit ihrem tiefen Grün an italienische Farbenwirkungen erinnerten, wurde denn auch oftmals von Malern und Malerinnen zum sommerlichen Studienaufenthalt erwählt. Hier von dem Besitztum der Geschwister Mehlitz aus eröffnete sich ein Blick über das Fenn hinaus, das sich hinter Wilmersdorf bis nach Schöneberg hin erstreckte…

An der Stelle der heutigen Uhlandstraße befand sich im 19. Jahrhundert der Sitz des Rittergutes Wilmersdorf. Es wurde 1899 von Carl Keller gekauft. Er eröffnete kurz danach den Victoria-Garten, ein großes Ausflugslokal mit Zugang zum damaligen Wilmersdorfer See, der sich an Stelle des heutigen Volksparks erstreckte. Das Gartenlokal verfügte über einen großen Tanzsaal mit einer Bühne für Theateraufführungen und Konzerte. Auch Kahnfahrten wurde angeboten. Schon in den 1920er-Jahren war der Victoria-Garten ein beliebter Treffpunkt der Nationalsozialisten. 1929 wurde hier der NS-Schülerbund Berlin gegründet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Ausflugslokal zerstört. Die Reste des Victoria-Gartens wurden in den 1950er Jahren abgerissen. Der autobahnähnliche Ausbau der Uhlandstraße mit dem Durchbruch durch die Wilhelmsaue wurde in den 1960er-Jahren durchgeführt.

Damals folgte man im Städtebau noch dem Leitbild der autogerechten Stadt. Heute wäre ein solcher Kahlschlag mitten im historischen Stadtgebiet wohl so nicht mehr möglich.

Station 10.3: Wilhelmsaue 17 / Villa

Wir gehen jetzt in die Auenkirche. Die Auenkirche ist der Nachfolgebau der Wilmersdorfer Dorfkirche. Die Dorfkirche stand seit 1766 auf dem heutigen Vorplatz der Kirche und wurde erst nach Fertigstellung der neuen Kirche abgerissen. Die neue Kirche wurde von 1895 bis 1897 von Max Spitta und Max Adolf im neugotischen Stil als dreischiffige Backstein-Hallenkirche gebaut. Einweihung war am 31.10.1897.

Auf dem Weg in die Kirche können Sie links an der Wilhelmsaue 17 noch eine bäuerliche Villa aus dem Jahr 1875 sehen.

Station 11: Auenkirche

Die Auenkirche
Bild: BA-CW,ML

Station 11.1: Wilhelmsaue 119 / Auenkirche

Wir haben das Glück, das sich Pfarrerin Westerhoff heute für uns Zeit genommen hat. Ich begrüße sie ganz herzlich in unserer Runde und werde ihr gleich die Gelegenheit geben, ihre Kirche und Gemeinde vorzustellen.

Zuvor möchte ich aber noch etwas zum gleich nebenan liegenden Schoelerschlösschen sagen.

Station 11.2: Wilhelmsaue 126 / Schoelerschlösschen

Das älteste erhaltene Haus in Wilmersdorf ist der Bau des Berliner Fabrikanten Cornelius Adrian Hesse. Das Schoelerschlösschen wurde 1765 als zweigeschossiger Sommersitz errichtet und zählt zu den wenigen in Berlin erhaltenden bürgerlichen Landhäusern des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk und der zugehörige Garten dokumentieren das Leben vor den Toren Berlins ebenso wie die großbürgerliche Lebenskultur im Wilmersdorf des 18. und 19. Jahrhunderts. Unter den wechselnden Besitzern waren Berliner Bankiers, Unternehmer und Intellektuelle. Der letzte private Besitzer des Hauses war der damals sehr bekannte Mediziner Heinrich Schoeler, Professor der Augenheilkunde. Er lebte von 1844 bis 1918. Ihm verdankt das Schlösschen seinen Namen.

1929 ging das Anwesen in den Besitz des Bezirks Wilmersdorf über. Den ehemals privaten Garten des Hauses ließ der Bezirk 1931 zu einem öffentlichen Park umgestalten. Im Schlösschen wurden eine Bibliothek und eine Heimatstube eingerichtet. 1936 wurde es schließlich zu einem Heim der Hitlerjugend umgebaut. Dafür wurde ein zusätzliches Stockwerk aufgesetzt. Von 1946 bis 2003 wurde das Haus mit Garten für eine Kindertagesstätte genutzt.

Seit 2006 ließ das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf gemeinsam mit der Stiftung Denkmalschutz Berlin e.V. das Haus restaurieren. Nach heftigen Diskussionen mit der Denkmalschutzbehörde wurde es in der Form rekonstruiert, wie der Augenarzt Schoeler es um 1900 bewohnte, das heißt das von den Nationalsozialisten aufgesetzte Stockwerk wurde wieder beseitigt. Aktuell sieht die Situation so aus: Das Schoelerschlösschen wird im Besitz des Bezirksamtes bleiben. Im Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung wurde mein Konzept genehmigt. Ich werde aus dem Bundesprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen aus den Bereichen Sport, Jugend und Kultur 45 % der Kosten beantragen. Da eine Quersubventionierung benötigt wird, bin ich bereits mit der Stiftung Deutsche Klassenlotterie im Gespräch. Den Rest wird dann der Bezirk tragen. Das Gebäude soll für kulturelle Projekte genutzt werden, auch ein Café ist angedacht. Das Konzept soll in einem Workshop-Verfahren entwickelt werden, an dem sich alle Bürger und Bürgerinnen beteiligen können. Wir werden natürlich auch das Kulturamt mit einbeziehen. Die Ergebnisse werden dann vom Bezirksamt in mehrere Konzepte gegossen, die wiederum der BVV zur Abstimmung vorgelegt werden. Wir hoffen, dass wir 2021 mit dem Bau beginnen können. Bis dahin werden wir im Schoeler-Schlösschen einmal im Monat Baustellenkonzerte veranstalten, mit denen wir bereits am 22. Februar beginnen. Also das Schoeler-Schlösschen lebt wieder!

Nun gebe ich aber endlich Pfarrerin Westerhoff das Mikrofon.

Vielen Dank, Frau Pfarrerin!

Bevor ich mich nun von Ihnen verabschiede, möchte ich Ihnen noch einmal sagen, wo der nächste Kiezspaziergang stattfindet. Treffpunkt ist am Samstag, den 9.2.2019, um 14 Uhr am Buswartehäuschen auf dem Bismarckplatz, und zwar auf der nordwestlichen Seite des Platzes. Der Kiezspaziergang wird in der St.-Karl-Borromäus-Kirche enden. Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund, und ich freue mich auf das nächste Mal.