Ehemaliger Altstadtpfad Charlottenburg

Der ehemalige Altstadtpfad wurde im Juni 2008 durch den neuen Altstadtpfad Charlottenburg ersetzt.

Vgl. zu den Tafeltexten und weiteren Informationen auch den Kiezspaziergang vom 8.2.2003 auf dem Altstadtpfad vom Rathaus Charlottenburg zum Schloss Charlottenburg

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Bild: Klaus Hartmann

Rathaus Charlottenburg
Das Rathaus der bis 1920 selbständigen Stadt Charlottenburg stellte mit dem 88 m hohen Turm das Wahrzeichen des politischen Zentrums dar. Es wurde 1905 zur 200-Jahr-Feier Charlottenburgs eingeweiht und dokumentiert teilweise Jugendstildekor, teilweise Anklänge an die beginnende Moderne.

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Bild: Bezirksamt

Richard-Wagner-Platz
König Friedrich I und Baumeister Eosander entwarfen 1705 die “Residenzstadt” Charlottenburg. Sie repräsentiert mit den Sichtachsen auf das zentrale Schloß – der heutigen Otto-Suhr-Allee und der Schloßstraße – die Machtstellung des Königs im Staat. Der barocke Stadtgrundriß mit dem rechtwinkligen Straßenraster ist heute noch erhalten. Der Richard-Wagner-Platz war früher der Marktplatz Charlottenburgs.

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Richard-Wagner-Straße
Die Altstadt Charlottenburg ist seit 1984 ein Förderungsschwerpunkt für Stadterneuerungsmaßnahmen. Das ortstypische Stadtbild mit seinen Häusern und Höfen, Straßen und Plätzen wird in kleinen Schritten instandgesetzt, modernisiert und restauriert; die Gebäude Nr. 45 – 49 in den Jahren 1984 – 1986.

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Haubachstraße 8
Das eingeschossige Bürgerhaus entspricht in seiner Anlage dem barocken fünfachsigen Modellhaus Eosanders von 1705. Es verdeutlicht den Haustyp, wie er sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehalten hat.
Der ehemalige Hausgarten im Hof wurde zwischen 1855 und 1906 allmählich mit Wirtschafts-, Wohn- und Gewerbebauten überbaut. Das Gebäudeensemble (Vorderhaus und Hofgebäude) soll unter Denkmalschutz gestellt werden.

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Bild: Bezirksamt

Wilmersdorfer Straße
Die Wilmersdorfer Straße, die Einkaufsstraße der Altstadt, spiegelt auch heute noch mit den vielen kleinen Läden und Gewerbebetrieben im Erdgeschoß und den darüber liegenden Wohnungen die typische Berliner Einkaufsstraße bis 1945 wider. Die Fassaden der Häuser Nr. 156 und 157 wurden 1985 – 1987 originalgetreu restauriert.

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Bild: Bezirksamt

Haubachstraße
Die 280jährige Entwicklung der Altstadt ist in der Haubachstraße besonders deutlich erkennbar.
Vom eingeschossigen Bürgerhaus Wilmersdorfer Straße 18 (Baudenkmal, vor 1800) über das zweigeschossige Haus Haubachstraße 15 (Baudenkmal, um 1880), die viergeschossigen Häuser Haubachstraße 17 (1883) und 19 (1888) bis zu den fünfgeschossigen Mietshäusern Nr. 21 (1898) und Nr. 23 (1900).

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Bild: BA

Gierkezeile
Die Grundstücke 32 und 34 waren vor der Errichtung der noch vorhandenen Mietshäuser mit eingeschossigen Bürgerhäusern bebaut.
Die Nutzung der Höfe und ihre Bebauung entwickelte sich von Schuppen, Ställen und Remisen über kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetreibe zu Miethinterhäusern und Seitenflügeln.

Altes Schulhaus
Das Gebäude Gierkezeile 39 ist das erste Schulhaus Charlottenburgs. Es wurde 1786 im Zopfstil (deutsche Kunstepoche von 1760 – 80) erbaut. Das heutige Erscheinungsbild des Baudenkmals entspricht dem Zustand von 1798. Es wurde nach den Kriegszerstörungen durch das Denkmalamt 1957 – 59 wiederhergestellt.

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Bild: Euramedia Werbung Berlin GmbH

Schustehrusstraße 13
Das älteste Haus der Altstadt, das Bürgerhaus von 1712, entsprach ursprünglich dem barocken, fünfachsigen Modellhaus Eosanders. Seit 1981 ist das Vorderhaus ein geschütztes Baudenkmal. Das Haus wird originalgetreu nach dem Zustand von 1800 -1844 mit alten ursprünglichen Baumaterialien in alter Handwerkstechnik im Auftrag des Landeskonservators rekonstruiert. Das Haus, ein Zeitdokument, verdeutlicht das bürgerliche Leben in der jungen Stadt Charlottenburg im Gegensatz zum höfischen Leben im Schloß des 19. Jahrhunderts.

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Bild: Bezirksamt

Luisenkirche
Die barocke Kirche mit ihrem kreuzförmigen Grundriß wurde nach den Plänen von Baumeister Gerlach unter der Leitung von Baumeister Böhme 1712 – 16 erbaut. 1826 gestaltete der Architekt Schinkel den Turm im Biedermeierstil um. Nach dem Umbau erhielt die Kirche den Namen der verstorbenen Königin Luise. Von 1950 bis 1953 wurde das historische Erscheinungsbild des Baudenkmals von der Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt nach den Plänen von Gerlach restauriert.

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Bild: Bezirksamt

Schlesien-Oberschule (seit 2003 “Oppenheim-Oberschule”)
Die heutige Schlesien-Oberschule wurde 1915 von Magistratsbaurat Winterstein als Haupt- und Realschule errichtet. Heute befindet sich eine Hauptschule hier. Die Fassade wurde 1986 instandgesetzt. Das Grundstück der Schule und der angrenzende Schustehruspark gehörten früher zur “Villa Oppenheim”. Charlottenburg erwarb 1911 das Gelände, um einen öffentlichen Park zu schaffen. Der Gartendirektor und Architekt Barth legte 1914 die geometrische Parkanlage an. Der Park steht unter Denkmalschutz (Gartendenkmal). Er wurde 1986 rekonstruiert.

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Villa Oppenheim
Die nach den früheren Eigentümern benannte Villa wurde 1881/82 von Architekten Heidecke in den Formen der Renaissance und mit dem klassisch symmetrischen Grundriß der historisierenden Gestaltungselemente der damaligen Zeit erbaut. 1986 wurde sie restauriert. Beachtenswert ist der original aufgebaute Dachstuhl mit Schiefereindeckung.

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Bild: Bezirksamt

Eosander- und Schinkel-Grundschulen
Mit dem 7fachen Bevölkerungszuwachs zwischen 1875 und 1900 in Charlottenburg stieg die Schülerzahl um das 10fache auf 18.000 an. Dieser Anstieg stellte große soziale und bauliche Anforderungen. Es dauerte bis 1920, bis alle erforderlichen Schulbauten fertiggestellt waren.
Die nach den Baumeistern Eosander und Schinkel benannten Grundschulen waren 1913/14 erbaut. Sie dienten im 1. Weltkrieg als Lazarett und Kaserne. Erst zu Beginn der 20er Jahre wurden sie als Schulen genutzt.

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Bild: BA

Wulfsheinstraße 8
Der Kern des heutigen denkmalgeschützten, ehemals zweigeschossigen Bürgerhauses geht mit seiner ursprünglichen schlichten Fassade und den 7 Fensterachsen auf das Jahr 1829 zurück. 1869 wurde es um 2 Geschosse aufgestockt und die beiden Balkone aufgebaut. Zugleich wurde es mit den Elementen des Spätklassizismus verziert. Eine grundlegende Instandsetzung und Modernisierung erfolgte 1979.

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Bild: Bezriksamt

Schloßstraße 67
Die Schloßstraße, früher Breite Straße, wurde 1698 vom Schloß aus senkrechte, barocke Sichtachse angelegt. Der Mittelstreifen entstand um 1840. Anschließend wurden die Vorgärten Nr. 15a – 23 und 65,66 und 76a angelegt und von der Gartendenkmalpflege 1986 wiederhergestellt.
Das Baudenkmal Schloßstraße 67 von 1873 dokumentiert die repräsentativen Villen im spätklassizistischen Stil der Gründerzeit.

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Bild: Bezirksamt

Schloß Charlottenburg
Der Ursprungsbau des Schlosses wurde 1695 – 1712 von den Baumeistern Nehring, Grünberg und Eosander erbaut. Seine heutige Gestalt erhielt es durch Anbauten von Knobelsdorff (1740 – 1742), Langhans (1788 – 1791) und Schinkel (1825).
Die dem Schloß gegenüberstehenden klassizistischen Gebäude entstanden 1855 – 59. Mit den Pavillons und dem Marstall verdeckte König Friedrich Wilhelm IV die dahinterliegenden Stallungen von 1740 an der Stallstraße. Im westlichen Pavillon befindet sich das Antikenmuseum und im östlichen Pavillon des Ägyptische Museum.
(Anmerkung: Im früheren Antikenmuseum befindet sich seit 1996 das Museum Berggruen, und das Ägyptische Museum zog im Juni 2005 in das Alte Museum Berlin am Lustgarten.)