Nachdem 2011 die Deutschlandhalle abgerissen und auf dem Gelände der City Cube als neues Kongresszentrum gebaut wurde, übernimmt dieser seit Mai 2014 die Veranstaltungen des ICC.
Von 2004 bis 2007 wurde das ICC viermal in Folge mit dem renommierten World Travel Award als weltweit führendes Konferenzzentrum ausgezeichnet. 2005 fanden im ICC unabhängig von Messen 654 Tagungen mit mehr als 170.000 Teilnehmenden statt, außerdem 48 Konzerte und Shows mit 132.000 Besucher:innen.
2008 verkündete der Senat seinen Beschluss, das ICC für rund 182 Mio Euro von 2010 bis 2016 bei laufendem Betrieb sanieren und modernisieren zu lassen. Im Oktober 2009 wurde wegen erhöhter Kosten sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Sanierung erneut ein Abriss ins Gespräch gebracht. Der Sanierungsplan im Oktober 2010 sah vor, das ICC ab 2014 zu sanieren, umzubauen und zu modernisieren. Es wurde immer wieder nach einem Konzept für die Weiternutzung des ICC gesucht.
2014 fand dann die letzte öffentliche Veranstaltung im ICC statt, ein Benefizkonzert. Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr spielte zum Zapfenstreich auf. Nach der Daimler-Hauptversammlung wurde das ICC geschlossen. Von 2015 bis 2017 diente es als Flüchtlingsunterkunft.
2019 wurde das ICC offiziell unter Denkmalschutz gestellt. Es gilt heute als eines der bedeutendsten Beispiele der High-Tech-Architektur in Deutschland.
Von 2021 bis 2023 wurde das Gebäude zeitweise wieder geöffnet, unter anderem:
für das Kunstfestival The Sun Machine Is Coming Down, für einzelne Kulturveranstaltungen, als Corona-Impfzentrum und für Führungen und den Tag des offenen Denkmals.
Seit 2024/2025 war man auf der Suche nach einer dauerhaften Nutzung.
Das Land Berlin startete ein internationales Konzeptverfahren.
Ziel ist, das ICC langfristig zu einem Zentrum für Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft, Innovation sowie Kongresse und Konferenzen umzubauen und wiederzubeleben.
Aktueller Stand (2026): Der Berliner Senat hat ein Betreiberkonzept ausgewählt. Vorgesehen ist eine langfristige Entwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes zu einem international bedeutenden Kultur- und Kreativstandort sowie die Wiederbelebung der Gastronomie im ICC. Das alte Parkhaus soll bleiben, aber durch ein Hotel oder Büros ergänzt werden. Vor einer vollständigen Wiedereröffnung sind jedoch umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich.