Julius Klausner starb am 8. September 1950, das Ehepaar fand seine letzte Ruhestätte auf dem Jüdischen Friedhof Scholzplatz in Berlin. Das Ehepaar Klausner lebte in einem Stadthaus in der Fasanenstraße 83 neben dem Filmtheater Delphi; es wurde im Krieg zerstört. Das Ehepaar Klausner hatte drei Töchter: Ilse *17. April 1900, Käthe *31. Dezember 1901 und Margot *2. November 1905. Margot ging 1931 nach Palästina, Käthe verbrachte die Kriegszeit in Ungarn und wurde nach dem Krieg österreichische Staatsbürgerin. Tochter Ilse emigrierte in die USA und lebte nach dem Krieg einige Jahre in München, ging aber wieder zurück in die USA.
Das Ehepaar Klausner lebte bis zum 31. Dezember 1937 in der Fasanenstraße. Um der Verhaftung der Gestapo zu entgehen, flüchteten beide nicht gemeinsam, Dora Klausner floh nach Amsterdam und Julius Klausner nach Zürich, wo sich beide trafen, um gemeinsam nach Buenos Aires zu gehen, ihr Wunsch war, in Berlin begraben zu werden.
Als die Lage in Deutschland für jüdische Bürger gefährlich wurde und die Arisierung bevorstand, verkaufte Julius Klausner 75% seiner Anteile an den Besitzer der ELBEO Strumpf, Herrn Dietrich Bahner. Die Firma wurde nach dem Krieg durch ELBEO weitergeführt.
Recherche und Text: Siegfried Dehmel, nach Angaben von Mooly Landesmann, Tel Aviv
Fotos aus Privatbesitz:
1. Dora und Julius Klausner, 1933 in Davos
2. Dora Klausner, unbekanntes Datum
3. Die Töchter Klausner Ilse, Margot, Käthe, ca. 1909