HIER WOHNTE
JULIUS MAGNUS
JG. 1867
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 14.9.1943
BERGEN-BELSEN
1944 THERESIENSTADT
ERMORDET 15.5.1944
Julius Magnus ist am 6. September 1867 in Berlin geboren. Er war promovierter Dr. jur. und Justizrat. Als Rechtsanwalt am Kammergericht und Notar hatte er ein Büro mit der Adresse Blumes Hof 13. Seine Wohnung hatte er in der Meerscheidtstraße 13, wo er als Untermieter von Charlotte Luise Fischer gemeldet war und ein eigenes Telefon hatte.
Am 25. August 1939 versuchte Magnus in die Niederlande zu flüchten und sich so vor der Judenverfolgung in Deutschland zu retten. Er lebte in Amsterdam. Aber nach der deutschen Besetzung wurde er aufgespürt und festgenommen und in dem für diese Zwecke vorgesehenen Internierungslager Westerbork eingesperrt.
Magnus wurde dann am 14. September 1943 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht. Von dort kam er in einem Transport mit 283 Menschen, von denen 75 überlebten, am 27. Januar 1944 in das Ghetto Theresienstadt. Hier ist Julius Magnus, der mittlerweile 76 Jahre alt war, an den grauenvollen Bedingungen dieses Lagers zerbrochen und am 15. Mai 1944 gestorben.
Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf. Quellen: Bundesarchiv, Zentrale Datenbank der Opfer des Holocaust Yad Vashem