HIER WOHNTE
ROLF BRÜHL
JG. 1919
DEPORTIERT 7.12.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Rolf Brühl wurde am 11. Mai 1919 in Berlin geboren. Aus den zugänglichen Unterlagen ist über ihn und sein Leben nicht viel herauszufinden. Er war gab Kaufmann als Beruf an, als er im Alter von 24 Jahren ergriffen und verschleppt wurde.
In der Meldestatistik der Polizei von 1939 ist registriert, er habe „bei Italiener“ gewohnt, jedoch wurde niemand dieses Namens bei der Volkszählung am 17.5.1939 unter dieser Adresse erfasst, auch in den Jahren davor stand der Name Italiener nicht im Hausverzeichnis. Von Oktober 1942 an habe Rolf Brühl „illegal gelebt“, war zu seinem Namen vermerkt, als letzte Anschrift wurde die Walter-Fischer-Straße 5 angegeben. Hier wurde er wahrscheinlich verhaftet und in einem einzelnen Eisenbahnwaggon nach Auschwitz deportiert.
In diesem Wagen, der am 7. Dezember 1943 Berlin verließ, befanden sich 28 Männer und 27 Frauen, die sich versteckt hatten und von der Gestapo aufgegriffen worden waren, darunter fünf Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Rolf Brühl, der auf der Deportationsliste als „arbeitsfähig“ eingestuft wurde, ist in Auschwitz ermordet worden.