Stolpersteine Helmstedter Straße 19

Hauseingang Helmstedter Str. 19, 2014

Hauseingang Helmstedter Str. 19, 2014

Sechs Stolpersteine sind von der Hausgemeinschaft gespendet worden und wurden am 2.12.2013 in Anwesenheit zahlreicher Bewohner und Nachbarn verlegt.

Die beiden Stolpersteine zum Gedenken an Rosalie und Maximilian Borchardt sind am 15.4.2014 in Anwesenheit des Urgroßenkels von Rosalie Borchardt, Prof. Francois Cellier (Zürich) und Familie verlegt worden.

Stolperstein Hedwig Krayn

Stolperstein Hedwig Krayn

HIER WOHNTE
HEDWIG KRAYN
GEB. WOLLENBERG
JG. 1868
DEPORTIERT 18.5.1943
THERESIENSTADT
ERMORDET 3.6.1943

Hedwig Krayn , geb. Wollenberg, geboren am 5. Dezember 1868, stammte aus Thorn (Torun/Polen). Am 31.1.1941 zog sie in den Weinmeisterhornweg 58 zu ihrer Tochter Cäcilie, geboren am 28. März 1892 in Pudewitz (Polen) und ihrem Schwiegersohn, dem jüdischen Kaufmann Leonhard Danziger, geboren am 18. Dezember 1879 in Posen (Poznan).
Alle drei wurden am 18 Mai 1943 in einem von zwei mit je 50 Menschen besetzten Wagons vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert. Leonhard und Cäcilie Danziger wurden später nach Auschwitz gebracht und dort ermordet. Hedwig Krayn kam am 3. Juni 1943 im Ghetto Theresienstadt, wo entwürdigende und grauenvolle Zustände herrschten und es keine regelmäßige gesundheitliche Versorgung gab, im Alter von 74 Jahren ums Leben.

Stolperstein Benno Krayn

Stolperstein Benno Krayn

HIER WOHNTE
BENNO KRAYN
JG. 1860
GEDEMÜTIGT / ENTRECHTET
TOT 25.2.1940

Max Benno Krayn wurde am 2. Dezember 1860 in Pudewitz (Polen) geboren; er starb am 25. Februar 1940 und liegt auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin (Feld P, 7.Reihe, 8) begraben. Der Stein ist umgestürzt und nicht mehr lesbar. Als Bewohner der Helmstedter Straße 19 erscheint er seit 1922 im Berliner Adressbuch.
Benno Krayn war Vorstandsmitglied des Brauereikonzerns Engelhardt. 1933 war die Engelhardt-Brauerei Teil des zweitgrößten Brauereikonzerns in Deutschland. Das Engelhardt-Bier galt als „Judenbier“. Der Arisierung des Konzerns widersetzten sich seine jüdischen Mitarbeiter erfolglos. Anfang 1934 wurde auch Benno Krayn entlassen; immerhin hatte er sich eine kleine Abfindung erstreiten können.

Stolperstein Hans Lomnitz

Stolperstein Hans Lomnitz

HIER WOHNTE
HANS LOMNITZ
JG. 1884
DEPORTIERT 28.6.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Hans Lomnitz wurde am 25. Februar 1884 in Beuthen (Oberschlesien) geboren. Er war Kaufmann und lebte als Untermieter bei der Familie Schwarz in der Helmstedter Straße 19. Wie lange er hier gelebt hat, ist unbekannt. Sein letzter, vermutlich erzwungener Wohnsitz war die Schwäbische Straße 7.
Nach Angaben des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg wurde Hans Lomnitz als „Arbeiter bei der Dt. Reichsbahn/ Potsdam Hbf.“ geführt.
Am 28. Juni 1943 wurde Hans Lomnitz vom Bahnhof Grunewald mit 314 Menschen nach Auschwitz deportiert und ist in der drei Tage vorher fertiggestellten Gaskammer des von den Nazis sogenannten „Krematoriums III“ in Auschwitz-Birkenau ermordet worden. Als Todesdatum gilt der 29.6.1943. Hans Lomnitz wurde 59 Jahre alt.

Hans Lomnitz‘ Schwester, Pauline Gallinek (geboren am 8. Juni 1876), Witwe des Sanitätsrats Samuel Gallinek (geboren am 3. Februar 1865), lebte bis 1934 in der Ansbacher Straße 56 (heute Ansbacher Straße 9). Sie und ihre Nichte Lotte Hollaender, geb. Fuchs (geboren am 13. Juni 1909), konnten über Holland flüchten. Pauline Gallinek lebte in großer Armut in New York. Aus ihrem Antrag auf Entschädigung ist zu entnehmen, dass Hans Lomnitz mit dem angegebenen Vermögen von 40 000 Reichsmark, das zum Teil in Goldpfandbriefen angelegt war, ziemlich wohlhabend gewesen sein muss. Er ist nach seiner Deportation systematisch ausgeraubt worden.

Stolperstein Georg Schwarz

Stolperstein Georg Schwarz

HIER WOHNTE
GEORG SCHWARZ
JG. 1879
DEPORTIERT 29.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Georg Schwarz , geboren am 15. Oktober 1879 in Merseburg, wohnte vom 1.10.1934 bis 1941 in der Helmstedter Straße 19. Als Beruf wird „Vertreter“ angegeben.

Abfertigungshöfe der Versandabteilungen, aus: Festschrift der Firma Ehrich&Graetz, 1866 - 1941, Berlin 1941, ©Jüdisches Museum Berlin

Abfertigungshöfe der Versandabteilungen, aus: Festschrift der Firma Ehrich&Graetz, 1866 - 1941, Berlin 1941, ©Jüdisches Museum Berlin

Zuletzt wurde er allerdings als Zwangsarbeiter bei der Firma Ehrich & Graetz in Berlin-Treptow verpflichtet, die für die Rüstung arbeitete.

Georg Schwarz als Zwangsarbeiter bei Ehrich & Graetz AG, Berlin zwischen 13.02.1941 und 01.1943, ©Jüdisches Museum Berlin

Georg Schwarz als Zwangsarbeiter bei Ehrich & Graetz AG, Berlin zwischen 13.02.1941 und 01.1943, ©Jüdisches Museum Berlin

Das Vermögen von Georg Schwarz wurde am 1.10.1942 „zugunsten des Deutschen Reiches“ eingezogen. Vier Tage vor seiner Deportation, am 25. Januar 1943, musste Georg Schwarz eine neue Vermögenserklärung abgeben. Der Fragebogen suggeriert eine Datenerhebung für die „Auswanderung“. Außerdem wird nach weiteren Familienangehörigen mit „event. jüdischer Rassezugehörigkeit“ gefragt.
Am 29. Januar 1943 wurde Georg Schwarz vom Sammellager in der Großen Hamburger Straße 26 zum Güterbahnhof Moabit gebracht, nach Auschwitz deportiert und dort im Alter von 63 Jahren ermordet.

Stolperstein Leonore Schwarz

Stolperstein Leonore Schwarz

HIER WOHNTE
LEONORE SCHWARZ
GEB. BLUM
JG. 1883
DEPORTIERT 29.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Seine Frau, Leonore Schwarz , geb. Blum, die am 17. Dezember 1883 in Berlin geboren worden war, wurde ebenfalls am 29. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert.
Nach einer „Selektion“ auf der „alten Judenrampe“ wurden 140 Männer sowie 140 Frauen als Häftlinge ins Arbeitslager eingewiesen, die übrigen 724 Menschen sogleich in den Gaskammern von Birkenau getötet.

Die letzte Adresse des Ehepaares Schwarz war die Eisenzahnstraße 64, wohin sie vermutlich zwangseingewiesen worden sind. Georg und Eleonore Schwarz hatten zwei Kinder: Gerhard, geboren am 07. März 1908 in Berlin-Rummelsburg, und Ilse, geboren am 2. Mai 1918 in Berlin. Bei ihrem Einzug in die Helmstedter Straße 19 war Gerhard bereits 26 Jahre alt und Kaufmännischer Angestellter. Ilse war mit ihren 16 Jahren noch ein Schulmädchen.
Gerhard Schwarz, seine Frau Gerda, geb. Schlesinger (geboren am 9. Juli 1913 in Berlin) und ihre kleine Tochter Ingrid Erika (geboren am 19. Dezember 1937 in Berlin) wurden am 1. und 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ilse, die Horst (Denny) Wienskowitz geheiratet hatte, wurde ebenfalls am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Horst (Denny) Wienskowitz überlebte und wurde zu einem wichtigen Zeugen. Über seine Frau Ilse hat er später nie gesprochen.

Stolperstein Hermann Spiegel

Stolperstein Hermann Spiegel

HIER WOHNTE
HERMANN SPIEGEL
JG. 1873
DEPORTIERT 18.10.1941
LODZ / LITZMANNSTADT
ERMORDET

Hermann Spiegel wurde am 12. Mai 1873 in Erdöbenye, Zemplen, (Ungarn) geboren. Sein Vater, Abraham Spiegel, stammte aus Nagylucska, Velikiye Luchki, Zakarpats’ka (Ukraine) (geb. 1851, gest. 17. August 1923 in Miskolc, Ungarn).
Hermann Spiegels Mutter, Babet (Betti) Schreiber (geb.17. Juli 1850 in Erdöbénye (Ungarn) gest. 22. Februar 1939 in Miskolc, Ungarn), gehörte einer der bedeutendsten Rabbinerfamilien Ungarns an. Ihr Vater Jozsef Schreiber war Rabbi in Erdöbénye und ein recht wohlhabender Winzer. Er besaß mehrere Weinberge und stellte Tokajer Wein her. Die Wurzeln der Familie Schreiber gehen auf die bekannte Rabbinerfamilie Saul Whal-Katzenellenbogen zurück. Auch Jozsefs Ehefrau, Bella Spira, hatte berühmte Vorfahren. Sie war in direkte Nachfolge mit Rabbi Nathan Shapiro, dem Autor des kabbalistischen Werkes „Megaleh Amukot“, verwandt. Die meisten Informationen über die Familie Hermann Spiegels verdanken wir seinem Ur-Großneffen Róbert Moskovics Spiegel aus La Coruña, Spanien.

Hermann Spiegels Eltern lebten zunächst in Erdöbénye und zogen ungefähr 1894 nach Miskolc (Ungarn). Dort betrieben sie ein Geschäft.

Rechts der Laden von Abraham Spiegel in Miscolc.

Rechts der Laden von Abraham Spiegel in Miscolc.

Im 1. Weltkrieg war Abraham Spiegel Leutnant der Reserve. Er und Betti hatten 11 Kinder. Hermann war der älteste. Es folgten Samuel Spiegel (geb.1874, gest. 1923), Bella Fani Spiegel (geb. 1875) – ihrem Urenkel Robert Moscovits zufolge Hermanns Lieblingsschwester – und Salamon Spiegel, der sich Salamon Szekely nannte. Sein Schicksal ist unbekannt. Dann kamen Pepi Spiegel (geb.1879 gest. 1906, in Mezőkeresztes), die Adolf Gottlieb heiratete, und Mór (Moricz) Spiegel, dessen Schicksal ebenfalls unbekannt ist. Der Nächste war David Spiegel, der Iren Fischer heiratete und das Geschäft des Vaters weiterführte. David, Iren und ihre beiden Töchter Ilonka und Marta wurden im Juni 1944 in Auschwitz ermordet. Der Nächste, Izidor (Izsák) Spiegel, der wegen seiner besonderen Tapferkeit im Ersten Weltkrieg ausgezeichnet worden war, heiratete Valeria Laufer. Ihre Tochter Maria starb 1945 an Folgen des Holocausts. Bei der Geburt der zweiten Tochter, Tamas, gab es Komplikationen, die Mutter und Kind nicht überlebten. In zweiter Ehe heiratete Izidor Spiegel Terezia Söffer. Sein Schicksal ist unbekannt. Drei der 11 Kinder starben noch im Säuglingsalter.

Bela Fani Spiegel, Hermann Spiegels Schwester.

Bela Fani Spiegel, Hermann Spiegels Schwester.

Hermann Spiegel absolvierte die höhere Schule in Berlin und studierte dann an verschiedenen Universitäten. Er soll ein ausgezeichneter Student gewesen sein. Er war hochgebildet, promoviert und wurde Religionslehrer an den Religionsschulen der Jüdischen Gemeinde in Lichterfelde-West und in Steglitz, zeitweise auch deren Leiter. Zwar war er nicht verheiratet, hatte aber viele Freunde in Berlin und fühlte sich als „Adopivdeutscher“, so sein Urgroßneffe. Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre wohnte er in der Prinz-Friedrich-Karl-Straße 3. Wann genau er in die Helmstedter Straße 19 als Untermieter bei der Familie Schwarz einzog, ist nicht bekannt; jedenfalls wohnte er dort am 17.Mai 1939. Als letzter Wohnsitz, der aber vermutlich nicht frei gewählt wurde, wird die Grunewaldstraße 59 angegeben. Heute befindet sich in diesem Haus der traditionsreiche Buchladen Bayerischer Platz, 1919 am Bayerische Platz 13-14 von Benedict Lachmann gegründet. Es ist vielleicht kein Zufall, dass Lachmann mit dem gleichen Zug deportiert wurde wie Hermann Spiegel. Beide wurden am 18.Oktober 1941 zusammen mit 1012 weiteren Berlinern mit dem ersten von vier Transporten von Berlin nach Lodz deportiert. Bei der Auswahl von Deportierten bei diesen ersten Transporten wurden bevorzugt diejenigen ausgesucht, die große Wohnungen bewohnten – die nun für NS-Funktionäre und Bombengeschädigte geräumt wurden. Die Synagoge an der Levetzowstraße wurde vom 16.Oktober 1941 an als Sammellager für circa jeweils 1000 Menschen missbraucht . Lodz diente vor allem als Zwischenstation vor der Deportation in die Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno nad Nerem), Auschwitz II, Majdanek, Treblinka und Sobibor. Hermann Spiegel wohnte in Lodz im Bleicherweg 4. Die letzte Spur findet sich auf einer Liste der Bewohner des Ghettos mit dem Vermerk „ausg. 25.04.1942“. Das dürfte für „ausgang“ stehen und ein Hinweis darauf sein, dass Hermann Spiegel am 25. April 1942 in ein Vernichtungslager verbracht und dort ermordet wurde.

Bella Fani Moscovits, geb. Spiegel, Hermanns Schwester, überlebte mit ihrer Familie den Holocaust dank dem Spanischen Legationsrat in Budapest Ángel Sanz Briz, der etwa 5000 Juden mittels Ausgabe gefälschter Dokumente rettete.

Biografische Zusammenstellung von Regine Lockot anhand der Angaben des Urgroßneffen Róbert Moskovics Spiegel (La Coruña, Spanien); Ergänzungen von Micaela Haas

Quellen:
Mitteilungen von Róbert Moscovics Spiegel
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1164725.
https://en.wikipedia.org/wiki/Saul_Wahl
https://en.wikipedia.org/wiki/Nathan_Nata_Spira
http://www.statistik-des-holocaust.de/OT1-36b.jpg
https://www.bbc.com/news/world-europe-47536432

Stolperstein Rosalie Borchardt

Stolperstein Rosalie Borchardt, 2014

HIER WOHNTE
ROSALIE
BORCHARDT
JG. 1848
GEDEMÜTIGT / ENTRECHTET
TOT 12.7.1939

Rosalie Borchardt , geb. Kwilecki, wurde am 2. Juni 1848 in Neustadt bei Pinne (Pniewy) in Polen geboren. In ihrem Heimatort hatte sie mit ihrem Mann, dem Mühlenbesitzer Abraham Borchardt (geboren 1832), gelebt, der 1908 starb.

1909/1910 kam sie mit ihren erwachsenen Kindern Hugo (geboren1874), Maximilian (geboren 1879) und Dagmar (geboren 1883) nach Berlin. In die Helmstedter Straße 19 zog sie, zusammen mit ihrem unverheirateten Sohn Maximilian, am 10.10.1932 und lebte hier etliche Jahre.
Rosalie Borchardt starb, nachdem ihr Sohn Hugo, dessen Frau und die Enkelkinder geflüchtet waren, 91jährig am 12. Juli 1939 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee (Feld J, 4. Reihe, 26) begraben. Der Stein ist umgestürzt und nicht mehr lesbar.

Stolperstein Maximilian Borchardt

Stolperstein Maximilian Borchardt

HIER WOHNTE
MAXIMILIAN
BORCHARDT
JG. 1879
DEPORTIERT 14.11.1941
ERMORDET IN
MINSK

Maximilian Borchardt wurde am 24. Juli 1879 in Pinne (Pniewy) im Kreis Samter (Polen), geboren. Er war Junggeselle und lebte von seinem Vermögen. Als er am 10.10.1932 mit seiner Mutter Rosalie Borchardt, geb. Kwilecki, in die Helmstedter Straße 19 zog, war er 53 Jahre alt.

Am 3.5.1940 musste er in die Rosenheimer Straße 33 umziehen und war dort Untermieter bei Jacoby. Er hat “weder Möbel noch sonstigen Hausrat hinterlassen”, wie die Städtische Pfandleihanstalt an den Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg schrieb, aber Konten, Wertpapierdepots und Versicherungen.

Maximilian Borchardt wurde vom Bahnhof Grunewald am 14. November 1941 nach Minsk (Weißrussland) deportiert. Die Fahrt dauerte fünf Tage. Eine genaue Deportationsliste existiert nicht, die Zahlen der Deportierten schwanken zwischen 1030 und 956. Sein Todesdatum ist unbekannt.

Anita Cellier, geb. Borchardt, konnte ihre Eltern Hugo und Elsa Borchardt und ihren Bruder Heinz retten. Sie flohen am 8. Dezember 1938 aus Berlin in die Schweiz.
Dagmar Peiser, geborene Borchardt, wurde am 22. Mai 1883 in Pinne geboren. Sie war mit dem Apotheker Ludwig Peiser, geboren am 8. Juli 1875, verheiratet. Die Familie lebte mit ihrer Tochter Ilse, geboren am 30. August 1906, in der Helmstedter Straße 22. Ludwig, Dagmar und Ilse Peiser wurden am 19. Januar 1942 von Berlin nach Riga deportiert und dort wie fast alle der 972 Zuginsassen gleich nach der Ankunft ermordet, wenn sie nicht schon auf der Fahrt bei eisiger Kälte erfroren waren.
Stolpersteine zum Gedenken wurden am 6.8.2014 in der Helmstedter Str. 22 verlegt .

Recherchen und Text: Helmut Lölhöffel