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Stolpersteine Jenaer Straße 19

Hausansicht Jenaer Str. 19

Die Stolpersteine von Hugo und Selma Mann, Erich Wolff und Adele und Carl Stahl sind von mehreren Hausbewohner*innen gespendet und auf deren Antrag am 9.4.2013 verlegt worden.
Die Stolpersteine für Katharina und Erich Michelsen und für Hildegard und Herbert Abraham wurden am 05.10.2021 verlegt.

Stolperstein Selma Mann, April 2013

HIER WOHNTE
SELMA MANN
GEB. RUBEN
JG. 1893
DEPORTIERT 27.11.1941
RIGA
ERMORDET 30.11.1941

Selma Mann geb. Ruben ist am 21. Januar 1893 in Nakel (Naklo) in der Nähe von Posen (Poznan) geboren. Sie heiratete Hugo Mann, mit dem sie in der Jenaer Straße 19 lebte. Ob sie Kinder hatte, ist nicht mehr herauszufinden.

Am 27. November 1942 sind beide nach Riga deportiert und dort gleich nach der Ankunft des Zuges aus Berlin erschossen und in einem Massengrab verscharrt worden. Eine Cousine, Katherine D. Smith, die in Ft. Collins (Colorado, USA) lebte, hat 1991 in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ein Gedenkblatt hinterlegt.

Stolperstein Hugo Mann, April 2013

HIER WOHNTE
HUGO MANN
JG. 1881
DEPORTIERT 27.11.1941
RIGA
ERMORDET 30.11.1941

Hugo Mann ist am 10. Dezember 1881 in Fürth (Bayern) geboren. Dem Archiv der Stadt Fürth ist zu entnehmen, dass Hugo Mann ein Bruder von Emma Wolf war. 1912 ist er nach Schöneberg gezogen, später nach Wilmersdorf, wo er 1931 in der Jenaer Straße 19 mit dem Zusatz „Direktor“ gemeldet war.

Hugo Mann wurde zusammen mit seiner Frau Selma am 27. November 1942 von Berlin nach Riga deportiert, wo beide am 30. November 1942 ermordet wurden.

Hugo und Selma Mann werden in Emma Wolfs Brief in dem folgenden Absatz erwähnt:

Anna kam am 10.11.41 wie es heißt nach Minsk, Hugo u. Selma nach Riga. Geschrieben hat von dort „Niemand“, weder aus Frankfurt, München, Nürnberg, Berlin, das ist bezeichnend genug. Daß mich tiefster Schmerz noch heute um deren Schicksal bewegt, könnt Ihr Euch denken. Hugo schrieb mir noch, da er es später nicht mehr können wird, in seinem vorletzten Brief zu meinem Geburtstag, dann nur noch kurz ein Abschied. Hugo war gefaßt, es war ihm um Selma angst, sie muß gebrochen gewesen sein, wie mir auch Frau Gortatovski schrieb. Das muß als Mitbewohnerin eine reizende Frau gewesen sein, Nichte von Schaps, früherem Hutgeschäft in Frfrt [Frankfurt]. Sie schrieb mir noch einigemale, schickte mir später eingegangene Post, so von Jakob u. Martin Ruben. Von Gerhard kam nichts, obwohl viele Rote Kreuzbriefe ankommen, auch Bernhard schrieb mal. Ob er noch in Berlin ist weiß ich nicht. Grete Blumenheim schrieb mir auch mal, die ist mit ihrer Schwester aber bald weggekommen wie mir Frau Gort[atovski] schrieb. Selma tut mir ganz besonders weh, sie fühlte sich vorher schon gar nicht wohl, sie schrieb damals ‘Wenn ihr Todesurteil kommt, dann muß es eben sein’.

Über die Schreiberin dieser Zeilen, Emma Wolf geb. Mann, ist zu erfahren, dass sie in Theresienstadt ermordet wurde: Den katastrophalen Verhältnissen im dortigen Konzentrationslager, einem ehemaligen Kasernengelände, konnten ihr Ehemann Wilhelm und Emma Wolf nicht standhalten. Wilhelm Wolf kam am 24. Januar 1943 ums Leben, seine Frau Emma etwas später, am 20. Februar 1943.

Eine Cousine, Katherine D. Smith, die in Ft. Collins (Colorado, USA) lebte, hat 1991 in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ein Gedenkblatt für Hugo Mann hinterlegt.

Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf.
Quellen: Bundesarchiv (Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung), Gedenkblättersammlung Yad Vashem, Archiv der Stadt Fürth, Informationen von Günter Scheib (Offenbach)

Stolperstein Erich Wolff, April 2013

HIER WOHNTE
ERICH WOLFF
JG. 1897
DEPORTIERT 22.12.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Von Erich Wolff sind nur diese Daten auffindbar: Er habe mit weiteren Vornamen Karl Hugo Moritz geheißen und ist demnach geboren am 12. Oktober 1897 in Treptow a. d. Rega in Pommern. Er war – dem Archiv von Yad Vashem folgend – ein Sohn von Hugo und Paula, geb. Levy. In Berlin habe er im Stadtbezirk Schöneberg gewohnt. Als Deportationsort wird Auschwitz angegeben, als Todesdatum der 22. Dezember 1943. Wegen der Vielzahl gleicher Namen und Vornamen in Berlin sind keine näheren Auskünfte mehr zu erhalten. Von den heutigen Hausbewohnern der Jenaer Straße 19 wurde zu seinem Gedenken dort ein Stolperstein verlegt.

Stolperstein Carl Stahl, April 2013

HIER WOHNTE
CARL STAHL
JG. 1877
DEPORTIERT 26.9.1942
RAASIKU
ERMORDET

Carl Stahl ist am 30. März 1877 in Strehlen (Schlesien) geboren. Zusammen mit seiner Ehefrau Adele lebte er in Berlin in der Jenaer Straße 19. Kurz vor seiner Deportation musste er sich in die Hufelandstraße 10 umquartieren lassen, bevor er sich in der Sammelstelle Levetzowstraße 7-8, einer jüdischen Synagoge, zum Abtransport einfinden musste. Deportiert wurden er und seine Frau am 26. September 1942 nach Raasiku bei Reval (Tallinn), wo beide umgebracht worden sind.

Stolperstein Adele Stahl, April 2013

HIER WOHNTE
ADELE STAHL
GEB. LÖWENTHAL
JG. 1886
DEPORTIERT 26.9.1942
RAASIKU
ERMORDET

Adele Stahl geb. Löwenthal ist am 15. August 1886 in Berlin geboren. In Berlin lebten sie und ihr Mann Carl in der Jenaer Straße 19. Sie mussten jedoch in die Hufelandstraße 10 umziehen, bevor sie sich in der Sammelstelle an der Levetzowstraße 7-8 zu melden hatten, von wo aus sie am 26. September 3. Oktober 1942 nach Raasiku deportiert wurden. Der Zug mit 1049 Passagieren, zum Teil aus Frankfurt am Main, ging vom nahe gelegenen Güterbahnhof Moabit ab und kam fünf Tage später in Estland an, wo die meisten ermordet worden sind.

Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf unter Verwendung von Material von Günter Scheib (Offenbach).
Quellen: Bundesarchiv, Berliner Adressbücher, Archiv Yad Vashem, Liste von in Auschwitz ermordeten Juden, Auschwitz Death Registers, The State Museum Auschwitz-Birkenau.

Stolperstein für Erich Michelsen

HIER WOHNTE
ERICH
MICHELSEN
JG. 1879
„SCHUTZHAFT“ 1938
SACHSENHAUSEN
ZUR FLUCHT GEZWUNGEN
1939 CHINA

Erich Enoch Michelsen wurde am 13 Juni 1879 als jüngster Sohn des Apothekers Oskar Michelsen und seiner Frau Rosalie geb. Baschwitz in Danzig geboren, legte dort das Abitur ab und studierte zwischen 1897 und 1901 Jura an der Berliner Friedrich – Wilhelms – Universität. Zugleich belegte er Türkisch am dortigen Seminar für Orientalische Sprachen und wechselte 1898 in die Chinesische Abteilung. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung und dem Diplom für Chinesisch arbeitete er ab 1901 für das Reichsmarineamt in Kiautschou als Dolmetscher und Amtmann.
Im Jahre 1907 heiratet er Katharina (Catharina lt. Geburtsurkunde) Baschwitz, sie ist ebenfalls jüdischer Herkunft. Beide konvertieren zum Christentum.
Katharina Baschwitz war am 10. Februar 1881 in Berlin geboren worden. Ihre Eltern waren der Kaufmann Hermann Baschwitz und Magdalena Baschwitz geb. Sucrow.

Von 1901 bis 1914 ist Erich Michelsen Dolmetscher und Amtmann für das Reichsmarineministerium, ab 1910 auch an der Deutsch-chinesischen Hochschule in Tsingtao in den Fächern Volkswirtschaftslehre, Finanzwissenschaft und Staatsrecht und arbeitet daneben als Fachübersetzer.
1908 kam in Tsingtao der Sohn Niklas auf die Welt. Er starb jedoch 1924 im Alter von 16 Jahren in der Berliner Wohnung an Diabetes.
1919 kehren die Michelsens nach Deutschland zurück und Erich beginnt seine Tätigkeit im Auswärtigen Amt — zunächst in Berlin, dann von 1920-1925 an der Gesandtschaft in Tokio. Dort ist er zuständig für die Abwicklung der Angelegenheiten der ehemals deutschen Kolonie Kiautschou. Ab 1926 ist er wieder im Auswärtigen Amt in Berlin tätig, er wird 1932 Leiter der Unterabteilung Ostasien und 1933 Stellvertretender Leiter der Abteilung 4, zu der auch China gehört.

Im September 1933 erfolgt seine Ernennung zum Generalkonsul in Shanghai. die aber aufgrund des Widerstandes von NSDAP und SS nicht realisiert wird. Stattdessen wird Erich Michelsen im Januar 1934 in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Er arbeitet in den folgenden Jahren für das Chinageschäft der Firma Otto Wolff in Köln. In dieser Zeit lebt er mit seiner Frau in der Jenaer Str. 19 in Wilmersdorf.

Während der Novemberpogrome 1938 wird er ins KZ Sachsenhausen verschleppt und nach mehrwöchiger Inhaftierung nach Intervention des Auswärtigen Amtes entlassen.
Er kann mit seiner Frau nach China entkommen. Nach kurzer Zeit in der nationalchinesischen Hauptstadt Chongqing übersiedelt er nach Kunming. Dort überlebt das Ehepaar Michelsen unter prekären Umständen: Während der zahllosen japanischen Bombenangriffe leben sie längere Zeit außerhalb der Stadt in einem kleinen Bergdorf. Das stellt für die herzkranke Katharina Michelsen eine gesundheitliche Herausforderung dar.
Erich Michelsen überlebt die Kriegszeit, stirbt aber im März 1948 nach einer Darmkrebsoperation.

Seine Frau hält sich mit privaten Deutsch- und Englischstunden über Wasser. 1949 gelingt es ihr, nach Deutschland zurückzukehren, wo in Berlin noch zwei unverheiratete Schwestern leben. Sie wird als politisch und rassisch Verfolgte anerkannt und erhält — nach langwierigen Antragsstellungen — finanzielle Entschädigung. Auch ihr Mann wird vom Auswärtigen Amt vollständig rehabilitiert, Katharina Michelsen verstirbt im Juni 1966 in einem Seniorenheim in Berlin-Zehlendorf.

Der letzte Bescheid über die Zuerkennung von Entschädigung wegen Hausrats wird im Dezember 1967, eineinhalb Jahre nach ihrem Tod, an sie versandt.

Am 5. November 2021 wurde zum Gedenken an NS-verfolgte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Auswärtigen Amts vor dem ehemaligen deutschen Außenministerium, Berlin-Mitte, Wilhelmstraße 92, ein weiterer Stolperstein für Erich Michelsen zusammen mit 55 anderen verlegt.

Biografische Zusammenstellung: Prof. Mechthild Leutner, Text: Marianne Horstkemper und Karin Sievert

Quellen:
Landesarchiv Berlin;
Der Tagesspiegel v. 21.1.2019 „NS-Zeit – Jüdisches Exil in Kunming“;
Mechthild Leutner „Deutscher Dolmetscher in Kiautschou, jüdischer Exilant in Kunming:Erich Michelsens Leben als Kapitel deutsch-chinesischer Beziehungen“ in Berliner China Hefte 50, S.51 – 83

  • Mechthild Leutner: Deutscher Dolmetscher in Kiautschou, jüdischer Exilant in Kunming: Erich Michelsens Leben als Kapitel deutsch-chinesischer Beziehungen

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Stolperstein für Katharina Michelsen

HIER WOHNTE
KATHARINA
MICHELSEN
GEB. BASCHWITZ
JG. 1881
FLUCHT 1939
CHINA

Stolperstein für Herbert Abraham

HIER WOHNTE
HERBERT ABRAHAM
JG. 1905
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Herbert Abraham kam am 24. März 1905 als Sohn der gebürtigen Minna Schreyer und des Kaufmanns Hermann Abraham in Berlin Schöneberg auf die Welt. Die Familie wohnte zu diesem Zeitpunkt in der Erdmannstraße 4. Herbert hatte eine zwei Jahre ältere Schwester, Meta, geboren am 17. September 1903.
1919 siedelten die Abrahams nach Stettin über. Dort war Herbert 1929 unter der Adresse Pölitzer Straße 86 gemeldet.
Nach Angaben seiner Schwester studierte Herbert an der damaligen Hochschule für Politik, unklar, ob in Berlin oder Stettin.
Er war wohl sehr bibliophil orientiert und sammelte eine umfangreiche Bibliothek an, die neben der Fachliteratur auch deutsche, französische und englische Literatur umfasste.
Herbert Abraham muss Ende der 20er Jahre Stettin verlassen haben und nach Berlin gezogen sein. Seine Berliner Adressen waren Krausnickstraße 8 und Jenaer Straße 19. In diesem Haus lebten auch seine späteren Schwiegereltern Carl und Adele Stahl mit ihrer Tochter Hildegard.
Seine Mutter Minna kam am 1. März 1940 kurz vor der angekündigten Deportation in Stettin ums Leben. Als Sterbeort ist das katholische Carolus Stift in der Pölitzer Straße 31 angegeben. Minna und Hermann Abraham hatten sich 1927 scheiden lassen und Hermann war bereits 1930 in Berlin im Jüdischen Krankenhaus verstorben.

Herbert Abraham

Herbert Abraham

Stolperstein für Hildegard Abraham

HIER WOHNTE
HILDEGARD ABRAHAM
GEB. STAHL
JG. 1916
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Hildegard Stahl war die Tochter des Diplomingenieurs und Patentanwalts Carl Stahl und seiner Ehefrau Adele geb. Löwenthal. Sie kam am 26. September 1916 als einziges Kind ihrer Eltern in Essen auf die Welt.
Vermutlich Mitte der 20er Jahre zog Familie Stahl nach Berlin, wo Hildegard eine Ausbildung zur Stenotypistin machte. Von 1927 bis 1934 war Carl Stahl als Haushaltsvorstand in der Laubacher Straße 37 gemeldet, 1935 zogen die Stahls in die Jenaer Straße 19, vermutlich in jene 5 Zimmerwohnung, in der Hildegard am 26. April 1940 die Hochzeit mit Herbert Abraham feierte.

Hildegard und Herbert Abraham am Tag ihrer Trauung auf dem Balkon in der Jenaer Straße 19.

Hildegard und Herbert Abraham am Tag ihrer Trauung auf dem Balkon in der Jenaer Straße 19.

Herbert Abrahams Beruf wird wechselnd mit Kaufmann, Büroangestellter oder Jugendfürsorger beim Berliner Polizeipräsidium in der „Abteilung Gefährdete Jugend“ angegeben. Die letztere Tätigkeit hatte er nach Angaben seiner Schwester Meta 1933, unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, aufgeben müssen. Am Ende wurde Herbert noch zur Zwangsarbeit in der Neuköllner Metallfabrik Goliasch & Co. herangezogen.

Anfang 1941 mussten Herbert, Hildegard, Carl und Adele Stahl ihre Wohnung innerhalb kürzester Zeit verlassen, nachdem sie zuvor alle Gegenstände von Wert, wie Schmuck und Tafelsilber hatten abgeben müssen. Sie wurden zunächst nach Lichterfelde in den Tietzenweg 54 eingewiesen, Ende 1942 erfolgte die Umsetzung in die Hufelandstraße 10 zur Untermiete bei Moses. Hildegards Eltern, Carl und Adele Stahl hatten bis September 1942 ebenfalls unter dieser Adresse gewohnt. Von dort waren sie nach Raasiku deportiert worden.
Am 3. Februar 1943 wurden Herbert und Hildegard Abraham mit dem 28. Osttransport in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ob sie noch als arbeitsfähig eingestuft und somit zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, oder ob sie sofort nach Ankunft ermordet wurden, ist nicht bekannt.

Herberts Schwester Meta heiratete 1929 den protestantischen Viehexpedienten und Schlächter Karl Fischer. Sie hatte zwei Kinder mit ihm, wurde aber 1940 von ihrem Mann verlassen, da dieser erklärte, „mit einer Jüdin nicht mehr zusammenleben zu können“. Es folgte ein Martyrium mit mehrfacher Verhaftung durch die Gestapo. Meta wurde jedoch immer wieder ihrer Kinder wegen freigelassen. Zuletzt befanden sich Meta und ihre Söhne Fred und Jürgen am 4. März 1943 bereits in der Sammelstelle Große Hamburger Straße 26, um vermutlich 2 Tage später nach Auschwitz deportiert zu werden. Wegen des „arischen“ Aussehens des damals 10-jährigen Fred wurden alle drei am Abend desselben Tages aus dem „Abwanderungslager“ entlassen.
Von 1943 bis April 1945 musste Meta Fischer in der Fa. Koffer Eger und im ACETA Werk der IG Farbenindustrie in Lichtenberg Zwangsarbeit leisten. Meta überlebte den Krieg und ließ sich 1948 von Karl Fischer scheiden.

Recherche und Text: Karin Sievert, Stolpersteininitiative Charlottenburg – Wilmersdorf
Quellen:
Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945

Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten – Entschädigungsbehörde

Berliner Adressbücher – Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Landesarchiv Berlin
Bundesarchiv – Deportationslisten;
Gottwald/Schulle „Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941 – 1945“

versch. Dokumente und Fotos aus Privatbesitz