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Stolperstein Gardes-du-Corps-Straße 14

Hausansicht Gardes-du-Corps-Str. 14

Der Stolperstein wurde von Hausbewohnerinnen- und bewohnern und Nachbarn gespendet und am 24.7.2012 verlegt.

Stolperstein Bruno Nehab

HIER WOHNTE
BRUNO NEHAB
JG. 1888
DEPORTIERT 30.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 10.2.1943

Todesfallanzeige Bruno Nehab

Bruno Nehab ist am 28. Juni 1888 in Leipzig geboren. Über ihn ist nicht viel bekannt. Er war, wie aus den wenigen noch vorhandenen Dokumenten hervorgeht, als Angestellter tätig und wohnte in der Gardes-du-Corps-Straße 14. Er wurde in der Sammelstelle Große Hamburger Straße 26 registriert und am 30. Juli 1942 vom Anhalter Bahnhof in einem von zwei Waggons mit 100 Menschen in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Auf der Deportationsliste, auf der er als 99. stand, war bei ihm die Zusatzbemerkung angebracht: „privilegierte Mischehe“. Dies bedeutete, dass er wohl mit einer Nichtjüdin verheiratet war. Ihren Namen wissen wir allerdings nicht. Eine „Todesfallanzeige“ aus Theresienstadt, die am 10. Februar 1943 ausgestellt wurde, bescheinigt den Tod Bruno Nehabs infolge eines Darmkatarrhs (eine damals übliche Umschreibung für Unterernährung und hygienische Zustände, die ihm zum Verhängnis wurden) am gleichen Tag.

Text: Harald Marpe, Kiezbündnis Klausenerplatz e.V., ergänzt von Helmut Lölhöffel