Stolpersteine Nikolsburger Platz 2

Hauseingang Nikolsburger Platz 2

Hauseingang Nikolsburger Platz 2

Diese Stolpersteine wurden am 29. April 2012 verlegt.

Stolperstein für Emmy Gottheiner

Stolperstein für Emmy Gottheiner

HIER WOHNTE
EMMY GOTTHEINER
GEB. BLUMENTHAL
JG 1890
DEPORTIERT 14.11.1941
ERMORDET IN
MINSK

Emmy Dora Gottheiner geborene Blumenthal wurde am 1. Januar 1890 als jüngeres von zwei Kindern in Berlin geboren. Ihre Eltern, der 45-jährige Kaufmann Max Blumenthal (* 5. Oktober 1845) und die 29-jährige Rahle Rosa Lippfeldt (* 15. April 1861), hatten am 31. Mai 1884 in Berlin geheiratet. Berthold, ihr erstes Kind, kam vier Jahre vor Emmy am 26. Februar 1886 zur Welt.

Es ist anzunehmen, dass Emmy und Berthold eine höhere Bildung genossen. Berthold studierte nach Abschluss des Gymnasiums in Genf und Berlin Rechtswissenschaften und promovierte zum Doktor der Rechte. Emmy blieb, wie es damals in diesen Kreisen üblich war, ohne Beruf und wohnte bei ihren Eltern in der Prinzregentenstraße 7 in Berlin-Wilmersdorf.

Am 10. Juli 1920 heiratete ihr Bruder Grete Klempner (* 10. Dezember 1897) aus Dirschau (Tczew, Polen). Sie wurden Eltern zweier Söhne, Kurt Wolfgang (* 4. Mai 1921) und Heinz Werner (* 2. Mai 1926), und wohnten in der Joachim-Friedrich-Straße 56 in Berlin-Halensee.

Wann und wo Emmy Max Gottheiner kennengelernt hat, ist nicht bekannt. Sie heirateten am 23. August 1921. Max war damals 38 Jahre und Emmy 31 Jahre alt. Sie zog zu ihm in die Vorbergstraße 14 in Berlin-Schöneberg, wo er als selbstständiger Verleger auch seine Verlagsanstalt führte.

Am 9. Oktober 1922 wurden Max und Emmy Eltern ihrer Tochter Ilse Ruth. Die Familie Gottheiner wohnte von ca. 1924 bis 1935 am Südwestkorso 72 im II. Aufgang, II. Stock in Berlin-Friedenau. In der Prinzregentenstraße 7, der Wohnanschrift von Emmys Eltern, betrieb Max Gottheiner von 1925 bis 1934 eine Verlagsbuchhandlung im III. Stock des Wohnhauses.

1930 ließen sich Emmys Bruder Berthold und Grete scheiden. Berthold heiratete noch im gleichen Jahr Paula Geismar. Diese Ehe wurde nach vier Jahren geschieden. 1939 heiratete er zum dritten Mal. Seine dritte Ehefrau hieß Hertha Heymann geschiedene Philipp (* 27. August 1889).

Die Berliner Adressbücher von 1936 bis 1939 führten Max Gottheiner mit dem Zusatz „Berliner Buchhandlung am Nikolsburger Platz 2“.

Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 wohnten nur noch Emmy und Max am Nikolsburger Platz 2. Ihre 17-jährige Tochter Ilse Ruth hatten sie mit dem Kindertransport Anfang 1939 nach England geschickt. Zunächst wurde sie, die sich in England Tilli nannte, einer unverheirateten Quäkerin zugeteilt, was sich als ziemlich ungeeignet herausstellte. Dorothy und Alan Burtt luden sie deshalb in ihre Familie in York ein und ermöglichten ihr den Besuch der Quäker-Mädchenschule Mount School.

Auch ihr Neffe Kurt ging Anfang 1939 mit einem Kindertransport nach London, von wo er am 17. Februar 1939 mit einem Schiff über Hongkong nach Australien weiterreiste, um dort als Landarbeiter zu arbeiten. Sein jüngerer Bruder Heinz blieb bei seinem Vater und seinen Großeltern, die seit 1936 in der Prinzregentenstraße 81 wohnten. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ war Emmys Bruder Berthold zusammen mit seinem Sohn Heinz in ihrer Nähe in der Eisenacher Straße 30 im IV. Stock in Berlin-Schöneberg gemeldet.

Emmys Vater Max Blumenthal starb am 9. September 1939 mit 94 Jahren an einer akuten Herzlähmung in seiner Wohnung in der Prinzregentenstraße 81.

Ihre Schwägerin Grete, die zuletzt 1939 bei der „Minderheiten-Volkszählung“ in der Landesanstalt Eberswalde (Heil- und Pflegeanstalt) gemeldet war, wurde im Rahmen der Euthanasie (Krankenmord) höchstwahrscheinlich schon 1940 umgebracht. Um diesen Tod zu verschleiern, wurde fiktiv als Todesdatum der 5. Februar 1941 im Konzentrationslager Lublin angegeben.

Emmys Bruder Berthold starb am 7. Februar 1941 kurz vor seinem 55. Geburtstag an Magenkrebs. Seiner dritten Ehefrau Hertha Blumenthal gelang die Flucht nach Schweden.

Emmy Gottheiner

Emmy Gottheiner

Am 13. November 1941 mussten sich Emmy und Max Gottheiner in der Sammelstelle in der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße mit ein paar Habseligkeiten einfinden. Tags darauf, am 14. November 1941, wurden sie mit rund tausend anderen Berliner Jüdinnen und Juden vom Bahnhof Grunewald nach Minsk deportiert, wo sie den Tod fanden. Ermordet durch die Nationalsozialisten. Emmy starb mit 51 und Max Gottheiner mit 58 Jahren.

Emmys Mutter Rahle Rosa Blumenthal geborene Lippfeldt deportierte die Gestapo am 3. Oktober 1942 in das Ghetto Theresienstadt. Aufgrund der unmenschlichen Zustände im Lager starb sie 16 Tage später, am 19. Oktober 1942, mit 81 Jahren.

Emmys jüngster Neffe Heinz Werner war nach der Deportation seiner Großmutter mit 16 Jahren vollkommen auf sich gestellt. Am 12. März 1943 inhaftierte ihn die Gestapo aus der Prinzregentenstraße 81 und deportierte ihn vom Güterbahnhof Moabit am 19. April 1943 nach Auschwitz, wo er noch im April, kurz vor seinem 17. Geburtstag, ermordet wurde.

Emmys und Max’ Tochter Tilli Gottheiner nahm nach dem Krieg die britische Staatsbürgerschaft an. Sie absolvierte ein Quäker-Lehramtskolleg und machte einen Abschluss in Kunstgeschichte und Linguistik an der University of Reading.
Der British Council schickte sie 1948 an die Universität Prag, wo sie Englisch unterrichtete. Sie starb mit 82 Jahren 2004 im Urlaub auf Sri Lanka, als Tsunami-Wellen den Süden der Insel verwüsteten.

Text und Recherche: Gundula Meiering, Februar 2025

Quellen:
Bundesarchiv – Gedenkbuch, Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945;
Mapping the Lives; Berliner Adressbücher;
Amtliche Fernsprechbücher Berlin;
Arolsen Archives – Karteikarten, Deportationslisten;
Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen / über Ancestry;
My Heritage – Quäker Magazin, Nachruf auf Tilli Gottheiner 2004 – Unterstützung Stephen Kirkman

Stolperstein für Max Gottheiner_neu

Stolperstein Max Gottheiner

HIER WOHNTE
MAX GOTTHEINER
JG. 1883
DEPORTIERT 14.11.1941
ERMORDET IN
MINSK

Max Gottheiner wurde am 5. August 1883 als drittes von vier Kindern in Stubendorf (Izbicko, Polen) im Kreis Groß Strehlitz in Schlesien geboren. Sein Vater, der Porzellanhändler Nathan Salomon Gottheiner (* 1850 in Posen), war bei seiner Geburt 33 Jahre und seine Mutter Friedericke Henriette, genannt Rieke, Gottheiner geborene Bielski (* ca. 1855 in Posen), 28 Jahre alt. Sein Bruder Wilhelm kam schon fünf Jahre vor Max am 22. Juni 1878 zur Welt. Seine drei Jahre ältere Schwester Ernestine wurde am 22. Mai 1880 geboren. Benjamin, der jüngste Bruder, kam drei Jahre nach Max am 20. Juli 1886 in Stubendorf zur Welt.

Max wurde wie sein Vater Kaufmann von Beruf und gründete 1921 einen Verlag, der vor allem Gedichte veröffentlichte; viele davon stammten aus Max’ eigener Feder.

Wann und wo er seine spätere Ehefrau Emmy Dora Blumenthal (* 1. Januar 1890 in Berlin) kennenlernte, ist nicht bekannt. Vielleicht hat er die ersten Gedichte in dem von ihm 1921 veröffentlichten Gedichtband „Junge Liebe“ für sie geschrieben. Der 38-jährige Max und die 31-jährige Emmy aus der Prinzregentenstraße 7 in Berlin-Wilmersdorf heirateten am 23. August 1921. Max wohnte damals in der Vorbergstraße 14 in Berlin-Schönefeld. Hier führte er nach dem Berliner Handelsregister 1921 „Gottheiners Verlagsanstalt“.

Er veröffentlichte zwei Gedichtbände unter seinem Namen und über 160 Gedichtkarten, die damals sehr modern waren. „Ein Buch aus Kindertagen“ erschien 1921 in der 4. Auflage. Als Pseudonym nutzte er den Namen Walter Hochlandt, so zum Beispiel für das Buch „Einen einzigen Freund“.

Am 9. Oktober 1922 wurden Max und Emmy Eltern ihrer Tochter Ilse Ruth.

1923 zog Gottheiners Verlagsanstalt nach Wilmersdorf in die Holsteinische Straße 8 um.
Die Familie Gottheiner wohnte seit ca. 1924 bis 1935 am Südwestkorso 72 im II. Aufgang, II. Stock in Berlin-Friedenau. In der Prinzregentenstraße 7, der Wohnanschrift seiner Schwiegereltern, betrieb Max Gottheiner von 1925 bis 1934 eine Verlagsbuchhandlung im III. Stock des Wohnhauses. 1932 zog Gottheiners Verlagsanstalt in die Holsteinische Straße 9 um. Dort blieb sie bis 1934 und wurde dann aufgelöst.

Die Berliner Adressbücher von 1936 bis 1939 führten Max Gottheiner mit dem Zusatz „Berliner Buchhandlung“ am Nikolsburger Platz 2. Danach wurde der Name Max Gottheiner nicht mehr aufgeführt, die Familie Gottheiner lebte aber weiterhin dort.

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, der Reichspogromnacht, wurde Max’ älterer Bruder Wilhelm an seinem Wohnort in Bernburg (Saale) von der Gestapo festgenommen und im Konzentrationslager Buchenwald interniert. Am 21. November 1938 entließ die Gestapo ihn mit der Auflage, Deutschland umgehend zu verlassen. Er füllte eine Auswanderungskarte für seine Familie mit dem Reiseziel Nordamerika aus. In der Spalte „Beziehungen im Ausland“ notierte er „Sohn in San Francisco“. Um das Geld für die Auswanderung zusammenzubekommen, mussten Wilhelm und Hulda Gottheiner ihre beiden Häuser in Bernburg verkaufen und in ein „Judenhaus“ ziehen.

Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 wohnten nur noch Max und Emmy am Nikolsburger Platz 2. Ihre 17-jährige Tochter Ilse Ruth hatten sie mit dem Kindertransport Anfang 1939 nach England geschickt. Zunächst wurde sie, die sich in England Tilli nannte, einer unverheirateten Quäkerin zugeteilt, was sich als ziemlich ungeeignet herausstellte. Dorothy und Alan Burtt luden sie deshalb in ihre Familie in York ein und ermöglichten ihr den Besuch der Quäker-Mädchenschule Mount School.
Max’ ältere Schwester Ernestine Block starb am 25. Januar 1940 in Soest eines natürlichen Todes.

Max Gottheiner

Max Gottheiner

Am 13. November 1941 mussten sich Max und Emmy Gottheiner in der Sammelstelle in der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße mit ein paar Habseligkeiten einfinden. Tags darauf, am 14. November 1941, wurden sie mit rund tausend anderen Berliner Jüdinnen und Juden vom Bahnhof Grunewald nach Minsk deportiert, wo sie den Tod fanden. Ermordet durch die Nationalsozialisten. Max Gottheiner starb mit 58 und Emmy mit 51 Jahren.

Drei Tage später, am 17. November 1941, wurde Max’ jüngster Bruder Benjamin Gottheiner aus der Zorndorf Straße 24 in Berlin-Friedrichshain vom Bahnhof Grunewald nach Kowno (Kaunas, Litauen) deportiert und nach der Ankunft am 21. November 1941 ermordet.

Max ältester Bruder Wilhelm und seine Ehefrau Hulda wurden am 14. April 1942 in das Warschauer Ghetto deportiert und kamen dort um. Nachdem auch ihr Sohn Max Gottheiner (* 21. Februar 1920 in Bernburg), der in der Zwischenzeit in Berlin lebte, den Deportationsbefehl erhielt, tauchte er im Frühjahr 1942 unter. Seine Freunde Gerhard Redlich und Heinz Riechert, die als „Geltungsjuden“ auch von der Verschleppung bedroht waren, und er gaben sich in ihrer Not als Kriminalbeamte aus. Sie durchsuchten Wohnungen und beschlagnahmten Wertgegenstände von anderen Jüdinnen und Juden, die kurz vorher deportiert worden waren. Max Gottheiner wurde im Dezember 1942 verhaftet und am 14. Mai 1943 vom Sondergericht beim Landgericht Berlin zum Tode verurteilt. Am 8. Juli 1943 wurde er mit 23 Jahren in Plötzensee enthauptet.

Max und Emmys Tochter Tilli Gottheiner nahm nach dem Krieg die britische Staatsbürgerschaft an. Sie absolvierte ein Quäker-Lehramtskolleg und machte einen Abschluss in Kunstgeschichte und Linguistik an der University of Reading.
Der British Council schickte sie 1948 an die Universität Prag, wo sie Englisch unterrichtete. Sie starb mit 82 Jahren 2004 im Urlaub auf Sri Lanka, als Tsunami-Wellen den Süden der Insel verwüsteten.

Text und Recherche: Gundula Meiering, Februar 2025

Quellen:
Bundesarchiv – Gedenkbuch, Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945;
Mapping the Lives;
Berliner Adressbücher; Amtliche Fernsprechbücher Berlin;
Arolsen Archives – Karteikarten, Deportationslisten;
Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen / über Ancestry;
My Heritage – Quäker Magazin, Nachruf auf Tilli Gottheiner 2004 – Unterstützung Stephen Kirkman

Stolperstein für Doris Ivers

Stolperstein für Doris Ivers

HIER WOHNTE
DORIS IVERS
JG. 1879
DEPORTIERT 14.12.1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Am Nikolsburger Platz 2 wohnte Doris Ivers , geb. Lehmann, die am 2. September 1879 in Wormditt (Ostpreußen) geboren ist. Registriert war sie von den Nazi-Behörden mit der Kennkarten-Nummer A 449970 als „jüd.“ (jüdisch) und „verw.“ (verwitwet). Ihr Ehemann war Hugo Ivers, mit dem sie 1936 dort einzog (vorher: Düsseldorfer Straße 5 und Bayreuther Straße 11). Er war Besitzer einer 1903 gegründeten Textil- und Bekleidungsfirma in der Kronenstraße 38/40. In den 1930er Jahren war Hugo Ivers im Berliner Adressbuch anfangs mit dem Zusatz „Konfektionsstoffe“, ab 1935 als „Agent“ und 1938 als „Vertreter“ eingetragen. Von 1935 an wurde sein Unternehmen enteignet und einem neuen Inhaber namens Gustav Müller zugeteilt. 1939 ist Hugo Ivers wohl gestorben, denn 1940 stand er nicht mehr im Adressbuch, bei der Volkszählung am 17.5.1939 war nur noch Doris Ivers registriert.
Als Familienangehörigen gab sie in den Personenakten ihren Sohn Hellmut Ivers an, der nach England „ausgewandert“ sei. Er hatte 1927 in Leipzig über das Thema „Die Hypnose im deutschen Strafrecht“ promoviert und war als Jurist tätig. Seit 1932 war er Rechtsanwalt in Berlin, schon 1933 wurde ihm jedoch die Zulassung wieder entzogen. Daraufhin entschloss er sich zur Flucht.

In einer mit Bleistift am 9. Dezember 1942 ausgefüllten Vermögenserklärung, die im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam einzusehen ist, hat Doris Ivers als Wohnung vor ihrer Deportation die Schaperstraße 2 angegeben, wo sie „ein Leerzimmer“ bei Leopold Brandt gemietet hatte. Vermutlich war sie zwangsweise vom Nikolsburger Platz dorthin umgesiedelt worden. Immerhin konnte sie einige Möbel mitnehmen, darunter einen Nähtisch. Bei der Dresdner Bank hatte sie 108,64 Reichsmark (RM), bei einer Sparkasse 45,27 RM.

Erschreckend ist, wie viele Menschen an der geplanten Ausplünderung der zur Deportation und Ermordung vorgesehenen Frau beteiligt waren und wer sich daran bereicherte. Insgesamt wurde ihr Vermögen von einem Obergerichtsvollzieher namens H. Schlassus auf „2 500 RM“ beziffert, er kassierte dafür 218 RM „Schätzkosten“. Ein von Frau Ivers beauftragter „Konsulent“ (das waren jüdische Anwälte, denen die Zulassung entzogen worden war und die nur Juden vertreten durften), Hans Gumpert, der in der Mommsenstraße 56 wohnte, hat schließlich der Finanzbehörde schriftlich mitgeteilt, dass das Vermögen in Höhe von 1 823 RM beschlagnahmt worden sei. Am 21. Januar 1941 hielt die Vermögensverwertungs-Außenstelle fest, dass Doris Ivers der Finanzkasse „6 RM Vermögenssteuer und Vollstreckungsgebühren“ schuldig sei, die von dem Gesamtbetrag abzuziehen seien. Am 14. Dezember 1942 ist Doris Ivers vom Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert worden.

Quellen: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Potsdam; Berliner Adressbücher 1930-1939; Jüdische Gewerbebetriebe in Berlin 1930-1945, Datenbank der Humboldt-Universität zu Berlin; Simone Ladwig-Winters: Anwalt ohne Recht. Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933. Berlin, 2007

Recherchen: Lothar Lewien, Helmut Lölhöffel; Text: Lothar Lewien

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