Stolpersteine Hektorstr. 9 - 10

Diese Stolpersteine wurden am 20.Oktober 2009 verlegt.

Stolperstein für Thekla Cohn

Stolperstein für Thekla Cohn

HIER WOHNTE
THEKLA COHN
GEB. OPPENHEIM
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ
ERMORDET 8.5.1942
KULMHOF

Thekla Cohn wurde als Thekla Oppenheim am 12. August 1873 in Posen (Poznań, Polen) geboren. Für ihre Eltern, den aus Wollstein (Wolsutyn, Polen) stammenden Kaufmann Moritz Oppenheim (*ca. 1839) und dessen Ehefrau Bertha Oppenheim geborene Asch (*ca. 1843), war sie das vierte von insgesamt fünf Kindern. Ihr Bruder Max (*19. Februar 1868) war fünf Jahre, ihre Schwester Gertrud (*15. Februar 1870) drei Jahre und Balbina Bianka (*13. November 1871) zwei Jahre älter als sie. Ihr Bruder Alfried (*21. April 1875) war zwei Jahre jünger als sie.

Als ihre Mutter am 16. Oktober 1899 mit 56 Jahren starb, wohnte die Familie schon in Berlin. Sechs Jahre später starb auch ihr Vater mit 66 Jahren am 23. Januar 1905. Die Familie wohnte damals in der Blankenfelder Straße 16 in Berlin-Pankow.

Wann und wo Thekla ihren späteren Ehemann, den Kaufmann Louis Cohn (*8. Oktober 1867) kennenlernte, ist nicht bekannt. Der 40-jährige Louis und die 34-jährige Thekla heirateten am 26. März 1908 in Berlin. Theklas Onkel Isidor Oppenheim und ihr Bruder Max waren als Trauzeugen anwesend. Am 13. August 1909 wurden Louis und Thekla Eltern ihrer Tochter Ruth, die noch am Tag ihrer Geburt starb, was für die Eltern ein großer Schicksalsschlag gewesen sein muss. Sie wohnten damals in der Suarezstraße 24/25 in Charlottenburg, wo ihr Bruder Alfried schon zum Zeitpunkt ihrer Heirat wohnte.

Ihre älteste Schwester, die 42-jährige Gertrud, heiratete am 12. März 1912 den 37-jährigen Hermann Sgaller (*19. August 1865). Ihr jüngster Bruder, der Kaufmann Alfried, heiratete am 8. Oktober 1912 die Buchhalterin Emma Soldin (*4. Juni 1869) und ihr ältester Bruder, der 45-jährige Kaufmann Max Oppenheim, heiratete am 30. September 1913 die 30-jährige Kassiererin Marie Luise Hänel (*6. Februar 1883). Ihre Schwester Balbina Bianka blieb ledig.

Im März 1913 zogen Thekla und Louis, sowie ihr ältester Bruder Max, in eine große 5-Zimmer-Wohnung in der Hektorstraße 9/10 in Wilmersdorf. 1914 begann der Erste Weltkrieg, in dem Theklas jüngster Bruder Alfried am 29. Juli 1917 an der Front fiel.

Nach 21 Jahren Ehe starb Louis mit 61 Jahren am 13. Juni 1929. Thekla wurde mit 55 Jahren Witwe. Vermutlich zog ihre ältere ledige 57-jährige Schwester Balbina in dieser Zeit zu ihr. Ihre Schwester Gertrud starb nur zwei Monate nach ihrem Ehemann am 30. August 1934. Ein halbes Jahr später starb am 2. April 1935 auch ihr ältester Bruder Max. Nun waren die beiden Schwestern in schwierigen Zeiten allein. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 waren Thekla und Balbina in der Wohnung gemeldet. Ob damals schon Untermieter bei ihr wohnten, konnte nicht recherchiert werden.

Ab 1940 wurde die gesamte deutsche Industrie auf Kriegswirtschaft umgestellt. Bei der Zeiss Ikon AG Goerswerk in Berlin-Zehlendorf gab es eine 400 Zwangsarbeiter starke jüdische Abteilung, zu der auch Thekla Cohn gehörte.
Die „Halbjüdin“ Margarete Weinlaub (*27. Januar 1869), die bei der „Minderheiten-Volkszählung“ noch in der Paulsborner Straße 93 gemeldet war, zog am 1. April 1940 zur Untermiete bei Thekla Cohn ein. Auch die „Halbjüdin“ Gertrud Hirschberg (*28. September 1893) war bei der „Minderheiten-Volkszählung“ nicht in der Hektorstraße 9/10, sondern noch in der Dahlmannstraße 16 in Berlin-Charlottenburg gemeldet. Wann sie einzog, ist nicht bekannt.

Aus dem Haus Hektorstraße 9/10 erhielten im Oktober 1941 nicht nur Thekla Cohn und ihre Schwester Balbina Oppenheim Deportationsbefehle, sondern auch ihre drei Untermieterinnen, wovon nur Margarete Weinlaub und Gertrud Hirschberg recherchiert werden konnten, sowie die Hauptmieterin einer anderen Zwangswohnung, die Witwe Elisabeth Bonnem und ihr 17-jähriger Sohn Heinz Bonnem, sowie deren Untermieterin Fanny Bachenheimer. Nachdem sie ihre Vermögenserklärungen ausgefüllt hatten, mussten sie sich in der Sammelstelle in der umfunktionierten Synagoge in der Levetzowstraße einfinden. Am 1. November 1941 deportierte die Gestapo sie vom Güterbahnhof Moabit an der Putlitzstraße. Das Ziel der Reise wurde ihnen verheimlicht. Es war die polnische Industriestadt Łódź 478 km von Berlin entfernt, welche die Deutschen Besatzer nach dem Überfall auf Polen 1939 zu Ehren des preußischen Generals und NSDAP-Mitgliedes Karl Litzmann in „Litzmannstadt“ umbenannt hatten. Ein Teil des Stadtgebietes hatten sie als Ghetto abgeriegelt. Dort wurden Thekla Cohn und ihre Schwester Balbina Oppenheim in die Wohnung 37 im Alexanderhof 39 einquartiert. In erbärmlichen Verhältnissen verbrachten sie hier den Winter. Theklas ältere Schwester Balbina starb im Ghettokrankenhaus am 24. Februar 1942 mit 71 Jahren an Altersschwäche.

Als Anfang Mai 1942 die Transporte in das siebzig Kilometer entfernte Dorf Chełmno, von den Deutschen in Kulmhof umbenannt, zusammengestellt wurden, erhielt auch Thekla einen „Ausreisebefehl“ für den 6. Mai 1942. In der Vernichtungsstätte Kulmhof wurde sie am 8. Mai 1942 in einem Gaswagen ermordet. Thekla Cohn geborene Oppenheim musste aufgrund antisemitischen Rassenwahns und Verschwörungstheorien mit 70 Jahren sterben.

Recherche und Text: Gundula Meiering, März 2026

Quellen:
  • Bundesarchiv – Gedenkbuch
  • Mapping the Lives
  • Berliner Adressbücher
  • Arolsen Archives – Deportationslisten
  • Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen über Ancestry
  • My Heritage
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), Potsdam – Reg. 36A (II) 6606, Thekla Cohn
Stolperstein für Elisabeth Bonnen

Stolperstein für Elisabeth Bonnen

HIER WOHNTE
ELISABETH BONNEM
GEB. OPPENHEIMER
JG. 1899
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ
ERMORDET

Elisabeth Bonnem wurde am 22. Februar 1899 als Elisabeth Oppenheimer in Fürth geboren. Sie war verheiratet mit dem Rechtsanwalt Dr. Max Bonnem, der am 10. Dezember 1937 starb. Beide hatten einen Sohn, Heinz Emanuel, der am 30. Juli 1924 geboren wurde.

Sie arbeitete zuletzt bei William Simon in Westend als Krankenschwester für 5 Reichsmark (RM) pro Tag. Die „Vermögenserklärung“, die Frau Bonnem vor ihrer Deportation ausfüllen musste, gibt einen guten Einblick in die Lebensumstände der Familie: Mit einem Vermögen von insgesamt mehr als 22 000 RM zum Zeitpunkt der Deportation 1941 gehörte die Familie zu den begüterten jüdischen Familien, besonders wenn man in Betracht zieht, dass das Naziregime seit 1938 jüdische Vermögen systematisch plünderte, sei es durch die Erhebung von Sondersteuern oder aber durch die gesetzlichen Erlasse zur Abgabe von Wertgegenständen.

Nichtsdestotrotz lassen sich an dieser „Vermögenserklärung“ deutliche Anzeichen für einen gutbürgerlichen Haushalt erkennen. Die Kunstwerke, die aus einer Bronzestatue, vier Gemälden, einer Büste und vier Keramiken bestand, wurden komplettiert durch ein 27-teiliges Kaffeeservice und 90 Teile Geschirr. Erstaunlich ist allerdings, dass von diesen Kunstgegenständen bei dem Verkauf des Inventars nicht mehr die Rede war – vermutlich hat sie sich schon vorher jemand angeeignet.

Elisabeth Bonnem wurde am 1.11.1941 gemeinsam mit ihrem Sohn Heinz in das Sammellager in der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße verschleppt und von dort in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt deportiert. Das Datum ihrer Ermordung ist unbekannt.

Die Akte im Brandenburgischen Landeshauptarchiv (BLHA), in der die Vermögenserklärung von Elisabeth Bonnem enthalten ist, beleuchtet allerdings auch die damals verbreitete Dreistigkeit, mit der höchste Beamte Forderungen gegen den Staat stellten und dies mit ihrer antisemitischen Grundhaltung begründeten:

Ein halbes Jahr nach der Deportation von Elisabeth und Heinz Bonnem nach Lodz/Litzmannstadt zog der Regierungsrat Kärst in die Wohnung der Bonnems ein, die er durch Vermittlung des Generalbauinspektors erhalten hatte. Weitere vier Monate später verlangte der Regierungsrat vom Oberfinanzpräsidenten die Begleichung einer Rechnung für Malerarbeiten in Höhe von 1 215 RM mit der Begründung, für die Instandsetzungsarbeiten sei der Vormieter zuständig. Da dieser Jude sei, habe er Vermögen hinterlassen. Der Brief endete mit der Frage, wie viel der Oberfinanzpräsident daraus zu leisten bereit sei. Ein Jahr nach der Deportation erhob das Finanzamt auch noch eine „Reichsfluchtsteuer“ in Höhe von 6 424 RM.

Stolperstein für Heinz Bonnen

Stolperstein für Heinz Bonnen

HIER WOHNTE
HEINZ BONNEM
JG. 1924
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ
ERMORDET 4.2.1944

Heinz Emanuel Bonnem wurde als Sohn von Dr. Max Bonnem und seiner Frau Elisabeth, geb. Oppenheimer, am 30.Juli 1924 in Berlin geboren.
Sein Vater starb bereits am 10. Dezember 1937. Seine Mutter Elisabeth fasste nach 1933 den Entschluss, ihren Sohn Heinz in dem Jüdischen Kinder- und Landschulheim Caputh anzumelden, um ihm eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Jüdische Schüler an den öffentlichen Schulen waren täglichen Schmähungen und schweren Diskriminierungen ausgesetzt. Privatschulen, auf die bald nach 1933 ausschließlich jüdische Kinder gehen durften, wurden genutzt, um sie auf eine spätere Aussiedlung vorzubereiten.

Das Jüdische Kinder-und Landschulheim, das die Reformpädagogin Gertrud Feiertag 1931 gegründet hatte, entwickelte sich zu Beginn der Nazizeit zu einem Zufluchtsort für jüdische Kinder und Lehrer, die in öffentlichen Schulen nicht weiter unterrichten durften. Zunehmend im Mittelpunkt stand der Unterricht von Fremdsprachen, um die Schüler, im Falle einer Aussiedlung, auf neue Sprachen vorzubereiten.

Die Schule wurde am Morgen nach den November-Pogromen, am 10. November 1938, von Männern aus Caputh gestürmt und so weit zerstört, dass am 15. November der damalige Schulleiter Dr. Ising dem Kreisschulrat in Potsdam die Mitteilung übermittelte, dass „an die Wiederaufnahme des Unterrichts in absehbarer Zeit nicht zu denken ist“. Heinz Bonnem war zu dieser Zeit Schüler der 4b, wie aus einem Verzeichnis aus dem Jahr 1938 hervorgeht. Das Landschulheim wurde nach dieser Zerstörungsaktion nicht wieder eröffnet.

Der 14-jährige Heinz Bonnem kehrte nach der Zerstörung der Landschule wahrscheinlich zurück zu seiner Mutter, genauere Daten fehlen für die Zeit bis 1941. Aus dem Jahr 1941 ist in den Akten des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (BLHA) allerdings ein Brief erhalten, der zum Inhalt hat, dass sich Heinz Bonnem auf eine Ausreise nach Cuba vorbereitete. Er sollte zwischen dem 1.und 4. November die Reise nach Lissabon antreten, um von dort auf dem Dampfer „Coloniale“ die Ausreise anzutreten.

Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) erhielt offenbar Kenntnis von diesen Ausreiseplänen und inhaftierte ihn gemeinsam mit seiner Mutter in der Sammelstelle Levetzowstraße. Von hier wurden sie am 1. November 1941 in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt deportiert, wo er am 4.Februar 1944 ermordet wurde.

Text und Recherche: Frank Siebold

Quellen:
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam
  • Hildegard Feidel-Mertz, Andreas Paetz: Das Jüdische Kinder- und Landschulheim Caputh (1931-1938). Bad Heilbrunn 2008
Stolperstein für Fanny Bachenheimer

Stolperstein für Fanny Bachenheimer

HIER WOHNTE
FANNY
BACHENHEIMER
GEB. OPPENHEIMER
JG. 1868
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ
ERMORDET 23.11.1941

Fanny Bachenheimer wurde als Fanny Oppenheimer am 28. November 1868 in Darmstadt geboren. Sie war verheiratet mit Salomo Bachenheimer, geboren am 7. September 1863. Wann er starb, ist nicht bekannt. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Ruth Bachenheimer, die am 1. März 1905 geboren wurde, und Otto Bachenheimer, geboren am 20.September 1898. Beide Kinder kamen in Wesermünde (heute ein Teil von Bremerhaven) zur Welt.

Die Tochter Ruth wohnte zum Zeitpunkt der Abgabe der von allen für Deportationen vorgesehenen Juden verlangten Vermögenserklärung in Bad Nauheim im Altersheim in der Hermann-Göring-Straße 65, während der Sohn Otto inzwischen in New York lebte – ihm war die Flucht aus Nazi-Deutschland gelungen.

Lässt man sich von der archivarisch erhaltenen Vermögenserklärung leiten, sind die gutbürgerlichen Umstände erkennbar, in denen die Familie in der Hektorstraße lebte. So ist vermerkt, dass sich Gemälde in der Wohnung befanden, die ansonsten eher unauffällig möbliert war. Es ist zu vermuten, dass sie sich bei ihrem Umzug in die Hektorstraße bereits von einigen Gegenständen hatte trennen müssen.

Es war ein übliches Verfahren, dass die Gestapo nach einer Deportation die Wohnungstür abschloss und die Wohnung versiegelte. Daher ist die Notiz der Pfandleihanstalt bemerkenswert, die mit der Verwertung des Inventars beauftragt war, dass „keine Möbel oder sonstiger Hausrat“ hinterlassen worden seien.

Jedoch forderte das Finanzamt Wilmersdorf-Nord noch im April 1943, eineinhalb Jahre nach der Deportation, die Einkommensteuer für 1941 ein, die es beim Oberfinanzpräsidenten geltend machte. Laut Vermögenserklärung bezog Fanny Bachenheimer Renten aus der Reichsversicherung für Angestellte in Höhe von 51,10 RM und der Jüdischen Gemeinde Wesermünde in Höhe von 84,80 RM.

Fanny Bachenheimer wurde am 1. November 1941 aus der Synagoge in der Levetzowstraße über den Güterbahnhof Moabit an der Putlitzstraße in das Ghetto Łódź/Litzmannstadt deportiert, wo sie bald danach, am 23. November, ums Leben gebracht wurde.

Text und Recherche: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf

Stolperstein für Frieda Löwenstein

Stolperstein für Frieda Löwenstein

HIER WOHNTE
FRIEDA LÖWENSTEIN
GEB. ASCHER
JG. 1881
DEPORTIERT 15.8.1942
RIGA
ERMORDET 18.8.1942

Frieda Löwenstein wurde als Frieda Ascher am 3. Februar 1881 in Lautenburg in Westpreußen (Lidzbark, Polen) geboren. Ihre Eltern waren Moritz Ascher und dessen Ehefrau Johanna geborene Michel.

Wann und wo Frieda ihren späteren Ehemann, den aus Lessen im Kreis Graudenz (Łasin, Polen) in Westpreußen stammenden Kaufmann Julius Löwenstein (*21. April 1866), kennenlernte ist nicht bekannt. Julius war das jüngste der insgesamt sechs Kinder von Lewin Moses Löwenstein (1819-1902) und Jette Henriette Friedericke Löwenstein geborene Götz (1820-1910). Die 22-jährige Frieda und der 37-jährige Julius heirateten am 6. September 1903 in Neidenburg in Ostpreußen (Nidzica, Polen). Ihre Ehe blieb kinderlos.

Vermutlich ging das Paar nach dem Ersten Weltkrieg, an dem Julius aktiv teilgenommen hatte, in die Reichshauptstadt Berlin, wo auch Julius’ älterer Bruder Samuel (*1. Juli 1852) schon vor 1905 mit seiner aus Tilsit stammenden Ehefrau Goldinka geborener Cohn (1861-1950) und seinen Kindern Ella (1884-1964), Arthur (1886-1945), Meta (*1885) und Lilli (*1894), die alle in Lessen geboren wurden, lebte.

Friedas Schwager Samuel Löwenstein starb mit 74 Jahren am 21. Dezember 1926. Sein Schwiegersohn, der Musikdirigent Max Wachsmann (*11. Oktober 1881), Ehemann seiner Tochter Lilli, meldete seinen Tod beim Standesamt. Seit Ende der 1920er-Jahre wohnten Frieda und Julius in der Hektorstraße 9/10 in Berlin-Halensee. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ im Mai 1939 wohnten ihre Nichte Lilli, deren Ehemann Max und ihre Kinder Gerhard Julius (*31. Oktober 1921) und Eva (*17. April 1931) ganz in ihrer Nähe in der Johann-Georg-Straße 16 in Berlin-Halensee.

Ein halbes Jahr nach der „Minderheiten-Volkszählung“ am 3. November 1939 starb Julius mit 73 Jahren an einer Schrumpfniere und einer Harnvergiftung (Urämie) in seiner Wohnung. Frieda wurde mit 58 Jahren Witwe und blieb allein zurück. Vermutlich wurde ihr 1940 eine Untermieterin zugewiesen. Da auch ihre Nichte Lilli Zwangsarbeit leisten musste, hat sie vielleicht auf deren 9-jährige Tochter Eva aufgepasst. Dem älteren Sohn Gerhard gelang noch rechtzeitig die Flucht nach Australien.

Anfang August 1942 bekam Frieda den Deportationsbefehl in den Osten. Die Gestapo deportierte sie mit dem 18. Osttransport am 15. August 1942 nach Riga in Lettland, wo sie kurz nach der Ankunft am 18. August 1942 ermordet wurde. Frieda Löwenstein geborene Ascher starb mit 61 Jahren.
Im Rahmen der „Fabrikaktion“ wurden ihre Nichte Lilli und deren Ehemann Max am 27. Februar 1943 von der Gestapo am Arbeitsplatz festgesetzt und Anfang März 1943 zusammen mit ihrer 11-jährigen Tochter Eva nach Auschwitz deportiert. Sie kehrten nicht zurück. Vermutlich wurden sie in einer Gaskammer ermordet.

Recherche und Text: Gundula Meiering, März 2026

Quellen:
  • Bundesarchiv – Gedenkbuch
  • Mapping the Lives
  • Berliner Adressbücher
  • Arolsen Archives – Deportationslisten
  • Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen über Ancestry
  • My Heritage
Stolperstein für Balbina Oppenheim

Stolperstein für Balbina Oppenheim

HIER WOHNTE
BALBINA OPPENHEIM
JG. 1871
DEPORTIERT 1.11.1941
LODZ
ERMORDET 25.2.1942

Balbina Bianka Oppenheim wurde am 13. November 1871 in Posen (Poznań, Polen) geboren. Für ihre Eltern, den aus Wollstein (Wolsutyn, Polen) stammenden Kaufmann Moritz Oppenheim (*ca. 1839) und dessen Ehefrau Bertha Oppenheim geborene Asch (*ca. 1843), war sie das dritte von insgesamt fünf Kindern. Ihr Bruder Max (*19. Februar 1868) war drei Jahre und ihre Schwester Gertrud (*15. Februar 1870) ein Jahr älter als sie. Ihre Schwester Thekla (*12. August 1873) war zwei Jahre und ihr Bruder Alfried (*21. April 1875) drei Jahre jünger als sie.

Als ihre Mutter am 16. Oktober 1899 mit 56 Jahren starb, wohnte die Familie schon in Berlin. Sechs Jahre später starb auch ihr Vater mit 66 Jahren am 23. Januar 1905. Die Familie wohnte damals in der Blankenfelder Straße 16 in Berlin-Pankow.

Ihre jüngere Schwester Thekla und Louis Cohn heirateten am 26. März 1908 in Berlin. Sie wohnten damals in der Suarezstraße 24/25 in Charlottenburg, wo ihr Bruder Alfried schon vorher wohnte.

Ihre älteste Schwester, die 42-jährige Gertrud, heiratete am 12. März 1912 den 37-jährigen Hermann Sgaller (*19. August 1865). Ihr jüngster Bruder, der Kaufmann Alfried, heiratete am 8. Oktober 1912 die Buchhalterin Emma Soldin (*4. Juni 1869) und ihr ältester Bruder, der 45-jährige Kaufmann Max Oppenheim, heiratete am 30. September 1913 die 30-jährige Kassiererin Marie Luise Hänel (*6. Februar 1883). Balbina Bianka blieb ledig und wohnte vermutlich bei ihrer ältesten Schwester Gertrud.

Im März 1913 zogen Thekla und Louis, sowie ihr ältester Bruder Max, in eine 4-Zimmer-Wohnung in der Hektorstraße 9/10 in Wilmersdorf. 1914 begann der Erste Weltkrieg, in dem ihr jüngster Bruder Alfried am 29. Juli 1917 an der Front fiel.

Am 13. Juni 1929 starb Louis, der Ehemann ihrer jüngeren Schwester Thekla, mit 61 Jahren. Thekla wurde mit 55 Jahren Witwe. Vermutlich zog Balbina in dieser Zeit zu ihr. Ihre ältere Schwester Gertrud starb am 30. August 1934, nur zwei Monate nach ihrem Ehemann. Ein halbes Jahr später starb am 2. April 1935 auch ihr ältester Bruder Max. Nun waren die beiden Schwestern in schwierigen Zeiten allein. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 waren Balbina und Thekla in der Hektorstraße 9/10 gemeldet. Ob damals schon Untermieter bei ihnen wohnten, konnte nicht recherchiert werden.
Ab 1940 wurde die gesamte deutsche Industrie auf Kriegswirtschaft umgestellt. Bei der Zeiss Ikon AG Goerswerk in Berlin-Zehlendorf gab es eine 400 Zwangsarbeiter starke jüdische Abteilung, zu der auch ihre Schwester Thekla gehörte, demnach führte die 69-jährige Balbina den Haushalt.
Die „Halbjüdin“ Margarete Weinlaub (*27. Januar 1889), die bei der „Minderheiten-Volkszählung“ noch in der Paulsborner Straße 93 gemeldet war, zog am 1. April 1940 zur Untermiete bei Balbina und Thekla ein. Auch die „Halbjüdin“ Gertrud Hirschberg (*28. September 1893) war bei der „Minderheiten-Volkszählung“ nicht in der Hektorstraße 9/10, sondern noch in der Dahlmannstraße 16 in Berlin-Charlottenburg gemeldet. Wann sie einzog, ist nicht bekannt.

Aus dem Haus Hektorstraße 9/10 erhielten im Oktober 1941 nicht nur Balbina und ihre Schwester Thekla Cohn Deportationsbefehle, sondern auch ihre drei Untermieterinnen, von denen nur Margarete Weinlaub und Gertrud Hirschberg recherchiert werden konnten, sowie die Hauptmieterin einer anderen Zwangswohnung, die Witwe Elisabeth Bonnem und ihr 17-jähriger Sohn Heinz Bonnem, sowie deren Untermieterin Fanny Bachenheimer. Nachdem sie ihre Vermögenserklärungen ausgefüllt hatten, mussten sie sich in der Sammelstelle in der umfunktionierten Synagoge in der Levetzowstraße einfinden. Am 1. November 1941 deportierte die Gestapo sie vom Güterbahnhof Moabit an der Putlitzstraße. Das Ziel der Reise wurde ihnen verheimlicht. Es war die polnische Industriestadt Łódź 478 km von Berlin entfernt, welche die Deutschen Besatzer nach dem Überfall auf Polen 1939 zu Ehren des preußischen Generals und NSDAP-Mitgliedes Karl Litzmann in „Litzmannstadt“ umbenannt hatten. Ein Teil des Stadtgebietes hatten sie als Ghetto abgeriegelt. Dort wurden Balbina Oppenheim und Thekla Cohn in die Wohnung 37 im Alexanderhof 39 einquartiert. In erbärmlichen Verhältnissen verbrachten sie hier den Winter. Balbina starb am 24. Februar 1942 im Ghettokrankenhaus mit 71 Jahren an Altersschwäche.

Als Anfang Mai 1942 die Transporte in das siebzig Kilometer entfernte Dorf Chełmno, von den Deutschen in Kulmhof umbenannt, zusammengestellt wurden, erhielt auch Thekla einen „Ausreisebefehl“ für den 6. Mai 1942. In der Vernichtungsstätte Kulmhof wurde sie am 8. Mai 1942 in einem Gaswagen ermordet. Auch Thekla Cohn geborene Oppenheim musste aufgrund antisemitischen Rassenwahns und Verschwörungstheorien mit 70 Jahren sterben.

Recherche und Text: Gundula Meiering, März 2026

Quellen:
  • Bundesarchiv – Gedenkbuch
  • Mapping the Lives
  • Berliner Adressbücher
  • Arolsen Archives – Deportationslisten
  • Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen über Ancestry
  • My Heritage
Stolperstein für Eveline Rothenstein

Stolperstein für Eveline Rothenstein

HIER WOHNTE
EVELINE ROTHENSTEIN
GEB. COHN
JG. 1861
DEPORTIERT 20.07.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 3.2.1943

Eveline Rothenstein wurde als Eveline Cohn am 14. Dezember 1861 in Krotoschin in der preußischen Provinz Posen (Krotoszyn, Polen) geboren. Für ihre Eltern, den Kaufmann David Salomon Cohn (*1827) und dessen Ehefrau Ninon Genendel Cohn (1827-1897), war sie die jüngste von insgesamt zwei Töchtern. Ihre ältere Schwester Rosalie, genannt Rosa (*12. Juli 1857), war vier Jahre älter als Eveline, die Lina genannt wurde.

Ihre ältere Schwester Rosa heiratete 1887 in Krotochin den Kaufmann Max Wolff (*1860). Sie wurden Eltern einer Tochter, die sie Hedwig (*1888) nannten.

Wann und wo Eveline ihren späteren Ehemann, den Kaufmann Julius Hirsch Rothenstein (geb. 26. Juli 1859, gest. 1922), kennenlernte ist unbekannt. Er stammte aus Bialutten (Białuty, Polen), 16 Kilometer südlich der früheren Kreisstadt Neidenberg (Nidzica, Polen). Linas Eltern beehrten sich am 24. April 1889, die Verlobung ihrer jüngsten Tochter mit dem Kaufmann Julius Rothenstein aus Forst in der Lausitz anzuzeigen. Die 27-jährige Eveline und der 30-jährige Julius heirateten am 3. September 1889 in Krotoschin. Nach der Hochzeit zogen sie nach Forst in der Lausitz. Hier wurden sie Eltern von zwei Söhnen, Alfred (*16. Januar 1891) und Heinrich (*28. April 1893). Vier Jahre nach Heinrichs Geburt, 1897, starb Evelines Mutter. Ihr Vater David starb ein Jahr später.

Alfred wurde Bankbeamter von Beruf. Er heiratete am 25. März 1920 die nicht-jüdische Hedwig Agnes Hartmann (*23. März 1893) in Berlin-Neukölln. Die Familie wohnte in der Paradestraße 10 in Berlin-Tempelhof. Hans heiratete im Februar 1922 Erna Löwenthal (*16. August 1900). Sie wurden Eltern von drei Kinder, Lieselotte (*22. Dezember 1922), Ingeborg (*29. Dezember 1925) und Gerd (*10. November 1928). Nach 33 Ehejahren starb Linas Ehemann und Vater der Söhne Alfred und Hans, Julius Rothenstein, mit 62 Jahren am 27. März 1922. Eveline wurde mit 60 Jahren Witwe.

Die Ehe ihres Sohnes Heinrich wurde im August 1932 geschieden. Linas ehemalige Schwiegertochter Erna ging mit den Enkelkindern nach Essen in Nordrhein-Westfalen und heiratete dort zum zweiten Mal.

Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, war Lina 71 Jahre alt. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ wohnte sie vermutlich zur Untermiete in der Hektorstraße 9/10. Ein Jahr später, am 15. Mai 1940, zog sie in ein Altersheim in der Choriner Straße 26 in Prenzlauer Berg (heute Pankow). Von hier aus wurde sie am 20. Juli 1942 zusammen mit zahlreichen anderen Insassen des Altersheimes in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie am 3. Februar 1943 mit 81 Jahren starb.

Linas ältester Sohn Alfred überlebte den Holocaust aufgrund der „Mischehe“ mit seiner evangelischen Ehefrau. Ihr jüngster Sohn Heinrich, der bei der „Minderheiten-Volkszählung“ 1939 noch in der Hektorstraße 11, ganz in Linas Nähe, gewohnt hatte, wurde am 19. April 1943 aus der Schweidnitzer Straße 8, Gartenhaus, 1. Stock, wo er zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Regina geborene Simon (*17. September 1993) bei Neumann zur Untermiete gewohnt hatte, nach Auschwitz deportiert. Vermutlich starb er kurz nach der Ankunft in einer der Gaskammern in Auschwitz-Birkenau. Seine zweite Ehefrau Regina war schon am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet worden. Seine geschiedene Ehefrau Erna war zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, deren gemeinsamem Sohn Max (*1938), Heinrichs jüngstem Sohn Gerd und der Tochter Ingeborg 1941 nach Izbica deportiert und dort 1942 ermordet worden. Nur Linas älteste Enkelin Lieselotte war rechtzeitig die Flucht nach Kanada gelungen. Sie überlebte den Holocaust.

Recherche und Text: Gundula Meiering, März 2026

Quellen:
  • Bundesarchiv – Gedenkbuch
  • Mapping the Lives
  • Berliner Adressbücher
  • Arolsen Archives – Deportationslisten
  • Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen über Ancestry
  • My Heritage
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), Potsdam – Reg. 36A (II) 32264, Heinrich Rothenstein
Stolperstein für Ida Salomon

Stolperstein für Ida Salomon

HIER WOHNTE
IDA SALOMON
GEB. SIMON
JG. 1857
DEPORTIERT 7.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 24.10.1942

Ida Salomon wurde als Ida Simon am 30. Oktober 1857 in Berlin geboren. Für ihre Eltern, den Kaufmann Seelig Simon (1815-1891) und dessen Ehefrau Johanna Simon geborene Gutmann (1817-1903), war sie das elfte von insgesamt zwölf Kindern. Vier Kinder starben schon im Kleinkindalter, so auch das zwölfte Kind, sodass Ida das jüngste lebende Kind war.

Wann und wo sie ihren späteren Ehemann, den Buchhalter Jesaia Salomon (*30. August 1862), kennenlernte, ist nicht bekannt. Am 11. Mai 1884 beehrten sich Idas Eltern, die Verlobung ihrer jüngsten Tochter Ida bekannt zu geben. Die 26-jährige Ida und der 22-jährige Jesaia, der sich John und auch Jony nannte, heirateten am 9. Oktober 1884. In der Ifflandstraße 8 in Berlin wurden sie Eltern von drei Kindern, Erna (*18. September 1885), Lucie (*19. März 1888) und Hans (*25. März 1890).

Ihre älteste Tochter Erna heiratete am 23. Dezember 1905 mit 20 Jahren den aus Hamburg stammenden Kaufmann Leopold Scherer (*1876). Die Ehe blieb kinderlos.

Lucie heiratete am 1. Juli 1920 mit 32 Jahren den Kaufmann Saul Schlesinger (*5. August 1883). Ihr 57-jähriger Vater Jony war als Trauzeuge anwesend. Saul und Lucie wurden Eltern einer Tochter (*27. Mai 1921), die sie Irene nannten. Sie blieb das einzige Enkelkind von Ida und John. Sie wohnten damals in der Küstriner Straße 23 (heute Damaschkestraße), einem Eckhaus, welches ebenfalls Eingänge zur Hektorstraße 9/10 in Berlin-Wilmersdorf hatte. Fünf Jahre später wurde die Ehe von Idas ältester Tochter Erna und deren Ehemann Leopold nach 21 Ehejahren am 9. März 1926 geschieden. Leopold heiratete noch im März 1926 eine andere Frau. Erna wohnte weiterhin in Hamburg.

Am 7. Juni 1926 starb Idas Ehemann John Salomon nach langer schwerer Krankheit im 64. Lebensjahr. Sie ließ ihn auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beisetzen. Ida wurde mit 68 Jahren Witwe. Wann sie in eine kleinere Wohnung in die Hektorstraße 9/10 zog, war nicht zu recherchieren, da ihr Name nicht im Berliner Adressbuch zu finden war.

Als die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 an die Macht kamen, war Ida 75 Jahre alt. Ihr 43-jähriger Sohn Hans wurde 1936 festgenommen und im Gefängnis ohne Urteil festgehalten. Am 1. Juli 1937 wanderte er in ein unbekanntes Ausland aus.

Ihre Tochter Lucie und Familie wohnte ganz in ihrer Nähe, in der Sybelstraße 37 in Berlin-Charlottenburg. Idas Schwiegersohn Saul wurde 1938 die Genehmigung gegeben, neben seinem Vornamen Saul auch noch den Namen Denny tragen zu dürfen. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 war Ida noch in der Hektorstraße 9/10 gemeldet. Vermutlich zog sie mit 82 Jahren, 1940, in das jüdische Altersheim in der Iranischen Straße 3 in Berlin-Wedding. Ihre 17-jährige Enkelin Irene war 1939 noch bei ihren Eltern in Berlin gemeldet. Vermutlich konnte sie mit einem Kindertransport nach Großbritannien auswandern, wo sie später Irene Meek hieß.

Idas älteste Tochter Erna war die erste der Familie Salomon, die den Deportationsbefehl erhielt. Am 15. November 1941 wurde sie von Hamburg aus nach Minsk deportiert und dort zu einem unbekannten Zeitpunkt kurz nach ihrer Ankunft ermordet.

Anfang Juli 1942 erhielt Ida in der Iranischen Straße 3 den Deportationsbefehl. Die Gestapo deportierte sie am 6. Juli 1942 vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt. Aufgrund der menschenunwürdigen Bedingungen im Ghetto starb sie schon dreieinhalb Monate später, am 24. (oder laut Gedenkbuch am 22.) Oktober 1942 kurz vor ihrem 85. Geburtstag.

Idas Tochter Lucie und ihr Schwiegersohn Saul Denny wurden am 26. Oktober 1942 nach Riga deportiert und kurz nach ihrer Ankunft am 29. Oktober 1942 ermordet.

Recherche und Text: Gundula Meiering, März 2026

Quellen:
  • Bundesarchiv – Gedenkbuch
  • Mapping the Lives
  • Berliner Adressbücher
  • Arolsen Archives – Deportationslisten
  • Landesarchiv Berlin, Personenstandsunterlagen über Ancestry
  • My Heritage
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), Potsdam – Reg. 36A (II) 34043 Saul Denny Schlesinger