HIER WOHNTE
PAUL ROBERT
ZERBE
JG. 1896
VERHAFTET 17.4.1941
‘JUDENHILFE’
BUCHENWALD
RAVENSBRÜCK
ERMORDET 3.5.1942
Paul Karl Robert Zerbe wurde am 2. Oktober 1896 in Rixdorf geboren. Seine Schwester Else, verh. Schulz, lebte in Berlin-Neukölln. Zuletzt lebte er zusammen mit seiner Braut Gertrud Branthoff und seiner am 10. Februar 1941 in Berlin geborenen Tochter Anita in Berlin-Charlottenburg, Eislebener Straße 6. Er arbeitete als Bäcker und Wächter.
Er war evangelisch, stand im Widerstand zum Nationalsozialismus und half jüdischen Menschen aus Nazi-Deutschland ins Ausland zu fliehen. Nach einer Anzeige wurde er am 17. April 1941 durch die Berliner Kriminalpolizei verhaftet und am 15. Januar 1942 unter sog. “Schutzhaft” gestellt. Am 24. Februar 1942 wurde er vom Gefängnis Berlin-Tegel ins KZ Buchenwald (Häftlingsnummer 7796) und am 13. März 1942 von dort ins KZ Ravensbrück überführt (Häftlingsnummer 1826). Laut Sterbeurkunde kam er dort am 3. Mai 1942 ums Leben. Eine Sterbeursache wurde darin nicht genannt.
Ein jüdischer Mithäftling hat später die Zeugenaussage gemacht, dass Robert Zerbe sich sein Grab selbst schaufeln musste und dann zu Tode geprügelt wurde.
Recherche und Text: Sigrun Marks, Stolpersteininitiative Stierstraße Berlin-Friedenau, nach Angaben der Nachkommen
Quellen:
- ITS Arolsen: DocID: 7484609 (PAUL ZERBE) ff.