HIER WOHNTE
ROLF GÜNTHER
MEIER
JG. 1918
FLUCHT 1938 HOLLAND
VERSTECKT GELEBT
DEPORTIERT 16.4.1943
AUSCHWITZ
TODESMARSCH
KZ MAUTHAUSEN
BEFREIT
Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Der erfahrene BBC-Kriegsreporter Richard Dimbleby begleitete zwei Tage danach britische Soldaten in das KZ. Zitat: „Belsen war der schrecklichste Tag in meinem Leben. Nichts als Leichen, Leichen, Leichen.“
Die offizielle Verlautbarung über den Tod von Alfred Georg Meier: Verstarb an den Haftfolgen am 15.6.1945. Und: Er wurde für tot erklärt.
Thereses Mutter, Hermine Wolff und ihr Mann Georg Jacob Wolff wurden im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Georg Jacob zwei Wochen später starb. Hermine 2 Jahre später im März 1944.
Ihre Tochter Ella, Schwester von Therese Meier, starb nach der Deportation im November 1944 ins Zwangsarbeiterlager Deutschkreutz in Österreich.
Von der dritten Tochter Hermines und Schwester von Therese Meier fehlt jede Spur. Wahrscheinlich ist, dass Szerine, die psychisch krank war, als eine von ca. 200.000 Männern, Frauen und Kindern in einer „Heil- und Pflegeanstalt“ ermordet wurde. In den zur Verfügung stehenden 30.000 Patientenakten bis 1941 ist ihre nicht vorhanden.
Die Söhne von Therese und Alfred Georg, Rolf Günther und Wilhelm Meier kamen im April 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz. In den fast zwei Jahren im KZ erlitten sie Hunger, Folter, Misshandlungen und den Todesmarsch. Im Januar 1945 wurde das KZ von der Roten Armee befreit. Die Brüder hatten überlebt. Als einzige der 8-köpfigen Familie.
Nach dem Krieg wurden sie Mitglieder in der jüdischen Gemeinde Berlin. Wilhelm Meier war Chefredakteur und Mitbegründer der am 1. März 1946 gegründeten Zeitschrift „DER WEG“, Zeitschrift für Fragen des Judentums. 1948 wanderten sie nach Buenos Aires, Argentinien aus, wo ihr Onkel Zoltan Schiller lebte. Nach ca. 11 Jahren kehrten sie nach Berlin zurück.
Biografische Zusammenstellung: Monika Herz nach Erzählungen von Gabriela Knöll, Tochter und Enkelin.
Quellen:
- Arolsen Archives
- Gedenkbuch des Bundesarchivs
- Yad Vashem Opferdatenbank
- Wikipedia: DER WEG