Das Leben von Max Herrmann-Neiße war davon überschattet, dass er an Hyposomie litt, also kleinwüchsig war. Er wurde als Max Herrmann in Neiße in Oberschlesien geboren und bekannte sich mit dem Namenszusatz zu seiner schlesischen Heimat. Er zog 1917 nach Berlin und kam in engen Kontakt zu anarchistischen und sozialistischen Kreisen um Else Lasker-Schüler] und Franz Pfemfert . Mit seinen Gedichten und Erzählungen wurde er ein bedeutender Vertreter des Expressionismus. 1927 erhielt er den Gerhart-Hauptmann-Preis.
Kurz nach dem Reichstagsbrand 1933 floh er gemeinsam mit seiner Frau zunächst in die Schweiz, dann über die Niederlande und Frankreich nach London. 1938 wurde er von den Nationalsozialisten ausgebürgert. Sein Antrag auf die englische Staatsbürgerschaft wurde abgewiesen. 1941 starb Max Hermann-Neiße in London an den Folgen eines Herzinfarkts. Seine Werke wurden zunächst vergessen, aber seit den 1980er Jahren wiederentdeckt und neu veröffentlicht.