Yva-Bogen

Link zu: Klaus-Dieter Gröhler, Frank Lindner, Geschäftsführer der HSG Zander Nordost GmbH, und RBB-Moderator Ulli Zelle bei der Eröffnung und Benennung des Yva-Bogens am 1.9.2011
Klaus-Dieter Gröhler, Frank Lindner, Geschäftsführer der HSG Zander Nordost GmbH, und RBB-Moderator Ulli Zelle bei der Eröffnung und Benennung des Yva-Bogens am 1.9.2011
Bild: Bezirksamt

Die Passage entlang des Stadtbahnviaduktes zwischen Hardenbergstraße und Kantstraße wurde am 1.9.2011 nach der Modefotografin Else Neuländer-Simon (Yva) benannt. Gleichzeitig eröffnete die HSG Zander Nordost GmbH die Passage als Eventpassage.
Yva wurde am 26.1.1900 in Berlin als Else Ernestine Neuländer geboren. Mit 25 gründete sie ihr erstes Fotoatelier in der Berliner Friedrich-Wilhelm-Straße 17, zog dann in die Bleibtreustraße 17 und schließlich in die Schlüterstraße 45. Seit 1936 war sie Ausbilderin des später berühmten Fotografen Helmut Newton, bis sie 1938 wegen ihrer jüdischen Herkunft Berufsverbot erhielt. 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Maidanek deportiert. Vermutlich starb sie noch im gleichen Jahr, wurde aber erst am 31.12.1944 für tot erklärt. Das Haus in der Schlüterstraße 45, in dem sich ihre Wohnung und ihr Atelier befand, beherbergt heute das Hotel Bogota. In der Halle im vierten Stock – dem ehemaligen Atelier – sind Fotos von Yva ausgestellt.