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Ruhwaldpark

Arkaden im Ruhwaldpark

Denkmalgeschützte Gesamtanlage, Gartendenkmal

Der Park liegt auf dem Gelände des ehemaligen Spandauer Bergs, der als Grundmoräne einer Hochfläche des Teltow zugerechnet wird.
Der Kommerzienrat von Schaeffer-Voit ließ sich in den 1860er Jahren von dem Architekten Carl Schwatlo eine spätklassizistische Villa mit 30 Zimmern bauen, die Schloss Ruhwald genannt wurde. Schaeffer-Voit war durch seine 1854 gegründete Modezeitschrift Basar reich geworden.
Die Villa wurde unmittelbar an die Hangkante platziert und ermöglichte damit von Schaeffer-Voit einen weit reichenden Ausblick über die Spree, die Havel bis hinauf zum Tegeler See.
Im Park gibt es amerikanische Nadelhölzer, Buchen und eine kleine Teichanlage.

1872 Verkauf des Schlosses an eine Malzfabrik, Restaurantbetrieb; Plünderungen im Park und Niedergang des Restaurationsbetriebes führten zur Einstellung desselben. (Die Berliner spotteten: “Nun ruhen alle Wälder, vor allem Ruhwald selber.”) 1887 Nervenheilanstalt, Nutzung des Parks als Kurpark.

1924 erwarb der Bezirk Charlottenburg das 5,6 Hektar große Anwesen mit Schloss und Park, 1936 dann auch das angrenzende Grundstück. 1937 wurden das Schloss und Nebengebäude mit Ausnahme von Remise und Wirtschaftsgebäuden abgerissen und der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. An der tiefsten Stelle wurde ein Teich angelegt. Erhalten sind auch die eine breite Freitreppe fassenden Arkaden (1873-80) des im Stil der italienischen Frührenaissance erbauten Kavalierhauses. Von 1936 bis 1942 gestaltete Josef Pertl die Gartenanlage um. 1950 wurde sie nach Kriegsschäden wieder hergestellt. Das verbliebene Kavalierhaus wurde 1952 abgetragen. Erhalten blieben lediglich die Arkaden, der Stall und die Villa Rheinberg, in der eine Kita eingerichtet wurde. Sie musste im Herbst 2003 wegen zu hoher Betriebskosten aufgegeben werden. Seit 2005 betreibt die jüdisch-orthodoxe Vereinigung Chabad Lubawitsch die Kindertagesstätte Gan Israel. Am 25. Februar 2007 wurde auf die Kita ein antisemitischer Anschlag mit Rauchbomben und Nazi-Symbolen verübt.

Seit 1987 steht der Park unter Denkmalschutz. Die Höhenlage 30 Meter über dem Spree- und Haveltal ermöglichte früher attraktive Rundblicke. Jetzt sind allerdings alle Aussichten zugewachsen.

  • *Brücke*

    *Brücke*

  • *Hangkante*

    *Hangkante*

  • *Hohlweg*

    *Hohlweg*

  • *Parkmauer*

    *Parkmauer*

  • *Parkwiese*

    *Parkwiese*

  • *Parkwiese*

    *Parkwiese*

  • *Pelikangruppe*

    *Pelikangruppe*

  • *Schmiedeeisengitter*

    *Schmiedeeisengitter*

  • *Spielplatz*

    *Spielplatz*

  • *Teich*

    *Teich*

  • *Villa Rheinberg*

    *Villa Rheinberg*

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