Drucksache - 1258/5  

 
 
Betreff: Karl-August-Kiez lebenswert gestalten
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE 
Verfasser:Juckel/Schenker/Gronde-Brunner/Dieke 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
22.08.2019 
34. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin      
Ausschuss für Bürgerdienste, Wirtschafts- und Ordnungsangelegenheiten Beratung
Ausschuss für Verkehr und Tiefbau Beratung
Bezirksverordnetenversammlung Beratung

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird aufgefordert, das Gebiet um den Karl-August-Platz verkehrlich so umzugestalten, dass der „Raserverkehr“ sowie die in der Gesamtheit chaotischen Zustände für alle Verkehrsteilnehmer*innen beendet werden und die Lebensqualität im Kiez wieder zunimmt.

Die Pläne zur Umgestaltung sollen im Rahmen von Workshops gemeinsam mit den Anwohner*innen sowie der sich neu gegründeten Bürgerinitiative „Karl-August-Kiez“ erarbeitet werden.

Das Bezirksamt wird beauftragt, in einem ersten Schritt folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  • Krumme Straße als Durchgangsstraße sperren
  • Einbau von Bodenschwellen bei allen Einfahrten in die verkehrsberuhigte Zone
  • Stellplätze in Abschnitten der Schiller-, Goethe- und Pestalozzistraße als Anwohner*innenstellplätze ausweisen
  • Vervollständigung der verkehrsberuhigten Zone, sodass die Verkehrsberuhigung einheitlich ist statt eines unübersichtlichen Wechsels zwischen 30iger und verkehrsberuhigter Zone
  • Parkraumbewirtschaftung den Öffnungszeiten des Einzelhandels anpassen

 

Des Weiteren wird das Bezirksamt aufgefordert zu prüfen, inwieweit eine dauerhafte und kostengünstige Nutzung der vorhandenen Parkhäuser durch die Anwohner*innen ermöglicht werden kann.

 

Der BVV ist bis zum 31.10.2019 zu berichten.

 

 

 

Begründung:

Das Gebiet um den Karl-August-Platz wird begrenzt durch die Bismarck- und Kantstraße sowie die Kaiser-Friedrich- und Leibnizstraße.

 

Erst im letzten Monat ereignete sich ein schwerer Unfall mit Todesfolge in der Krummen Straße/Schillerstraße, innerhalb von zwei Jahren bereits der zweite im Karl-August-Kiez. Auf Grund der sich in diesem Gebiet befindenden Fußgängerzone der Wilmersdorfer Straße mit Einkaufsmöglichkeiten sowie dem wöchentlich stattfindenden Markt auf dem Karl-August-Platz herrscht ein hohes Aufkommen an Kfz-Verkehr. Fahrradfahrer*innen sehen sich insbesondere auf Grund dieses hohen Aufkommens und der Nicht-Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung dazu gezwungen, auf Gehwege auszuweichen, was wiederum die Fußgänger*innen gefährdet.

Diese chaotische Situation muss für alle Verkehrsteilnehmer*innen entschärft werden, um die Lebensqualität im Kiez wieder zu steigern. Die vorhandenen Parkplätze sollen Anwohner*innen vorbehalten sein, um den Durchgangsverkehr zurückzudrängen.

 

 
 

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