Drucksache - 0547/5  

 
 
Betreff: Potenzialanalyse von Dach- und Fassadenbegrünung im Bezirk 2.0
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE 
Verfasser:Juckel/Schenker/Dieke 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
14.12.2017 
15. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften Beratung
16.01.2018 
11. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
18.01.2018 
16. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Dringlichkeitsbeschlussempfehlung
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

 

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 17.01.2018 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, wo sich Dach- und Fassadenflächen öffentlicher Gebäude im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf für die Bepflanzung bzw. Begrünung eignen. Die Prüfergebnisse sind in einer Flächenpotenzialanalyse im Hinblich auf die bezirkliche Dach- und Fassadenbegrünung darzustellen.

 

Der BVV ist bis zum 31.10.2018 zu berichten.

 

Das Bezirksamt teilt dazu folgendes mit:

 

Das Bezirksamt war in den zurückliegenden Jahren (seit 2005, Stichwort Solardachbörse) im Hinblick auf die ökologische Nutzung von Flachdächern nicht untätig und hat zum Beispiel den Einsatz von erneuerbare Energie auf den Dächern unterstützt, die statisch und mit Blick auf die Verschattungsproblematik geeignet waren, um dort Photovoltaikanlagen zu installieren.

 

Insofern sind nur noch vereinzelt Dächer für die Begrünung denkbar, so z. B. die Grundschule am Rüdesheimer Platz, die Ernst-Adolf-Eschke-Schule und die Reinfelder- Schule.

Dies erfordert jedoch eine eingehende Prüfung der Bausubstanz un der Statik.

Ähnlich sieht es bei der Begrünung von Fassaden aus.

 

Diese ist ebenfalls nur unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar, vielmehr sind Kriterien wie die Beschaffenheit der Fassade, der Denkmalschutz und mögliche Wärmedämmverbundsysteme zu beachten.

Nach vorhergehender Prüfung könnte ggf. eine Fassadenbegrünung an der Giebelwand Sybelstr. 20, der Giebelwand Olbersstr. 38 oder in der Bleibtreustraße möglich sein.

 

Neben der Prüfung einzelner Maßnahmen soll auch eine Potenzialanalyse von Dach- und Fassadenbegrünung in Form eines flächenbezogenen Konzeptes erfolgen. Dabei soll geprüft werden, in welchen Quartieren ein Schwerpunkt von Maßnahmen der Anpassung an den Klimawandel erfolgen soll. Dach- und Fassadenbegrünung sowohl an öffentlichen wie auch an privaten Gebäuden sind ein Teil solcher Maßnahmen.

Eine Potenzialanalyse für Dach- und Fassadenbegrünung richtet sich hierbei nicht nur nach dem Vorhandsein geeigneter Gebäude, sondern auch nach dem Handlungsbedarf wie er im Maßnahmenplan des Stadtentwicklungsplans Klima dargestellt ist.
Prioritärer Handlungsbedarf haben demnach insbesondere Quartiere in Charlottenburg-Wilmersdorf, die sich innerhalb des S-Bahnrings und nördlich des Volksparks Wilmersdorf befinden. Eine systematische Potenzialanalyse für Dach- und Fassadenbegrünung, die die genannten Aspekte berücksichtigt, könnte beispielsweise im Rahmen von Theorie-Praxis-Projekten und Abschlussarbeiten innerhalb  des BANA (Berliner Modell: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten) – Gasthörer- Studiums an der TU Berlin erfolgen.

 

Das Bezirksamt bittet, den Beschluss als erledigt zu betrachten.

 

 

Reinhard Naumann Oliver Schruoffeneger

Bezirksbürgermeister  Bezirksstadtrat

 
 

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