Drucksache - 0325/5  

 
 
Betreff: Stadtquartier in Charlottenburg-Wilmersdorf als Pilotprojekt für urbane Regenwasserbewirtschaftung
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Grüne/SPD 
Verfasser:Dr.Vandrey/Wapler/Drews/Röder 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
22.06.2017 
9. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften Beratung
18.07.2017 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften vertagt   
19.09.2017 
8. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
21.09.2017 
12. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Dringlichkeitsbeschlussempfehlung
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 21.09.2017 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen, welche Stadtquartiere in Charlottenburg/Wilmersdorf dafür geeignet wären, als Pilotprojekt für eine gezielte urbane Regenwasserbewirtschaftung im Bereich der Mischwasserkanalisation zu fungieren. Sollten geeignete Quartiere gefunden werden, ist beim Senat gezielt für diese Quartiere zu werben.

 

Der BVV ist bis zum 31.03.2018 zu berichten.

 

 

 

Das Bezirksamt teilt dazu Folgendes mit:

 

Das Bezirksamt hat ein Landschaftsplanungsbüro beauftragt, entsprechend dem BVV Beschluss geeignete Quartiere in Charlottenburg-Wilmersdorf zu ermitteln. Die Analyse liegt jetzt vor.

 

Der Auftrag wurde für den gesamten Bezirk erteilt, und beinhaltet auch die Trennkanalisation, die direkt in die stehenden Gewässer 2. Ordnung (mit einem hohen Nähr- und Schadstoffgehalt) einleitet, und das BENE-Fördergebiet erfasst. Das BENE–Förderprogramm des Landes Berlin ermöglicht eine Finanzierung bis zu 100% der Maßnahmen, die eine soziale Komponente beinhalten, wie z.B. die Bewässerung für eine öffentlich zugängliche Grünanlage.

Selektiert wurde deshalb nach der Nähe zu Grünflächen oder Gewässer, Geländegefälle, Bodeneigenschaften und Grundwasserflurabstand. Diese Voranalyse aufgrund von Kartenmaterial selektierte 77 Flächen im Bezirk. Aus diesen wurden 5 Objekte als potentielle Pilotprojekte im Fördergebiet durch zusätzliche Vorortanalyse verifiziert. Darunter fällt u.a. die TU Berlin, das Stadtbad in der Krumme Str. und die Schwedische Kirche in der Landhausstr. Die seitens des Bezirksamtes erfolgte Information über deren Standorteignung zur Abkopplung der Regenwasserentsorgung und Förderung über BENE traf auf großes Interesse und führt jetzt bei den drei o.g. Standorten zur weiteren Prüfung der Entkopplung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

 

Für die Entlastung der Kleingewässer stellt das BENE-Förderprogramm leider keine  Möglichkeit zur Finanzierung dar, da die relevanten Gewässer außerhalb des Fördergebiets liegen. Trotzdem hat sich ein selektierter Standort, das Johannische Sozialwerk am Herthasee, zur Umrüstung auf Versickerung seiner Parkplatzflächen auch ohne Förderung entschlossen.

 

Die für Fragen der Regenwasserbewirtschaftung zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wurde über den BVV-Beschluss sowie die Studie informiert und um Unterstützung gebeten.

 

Das Bezirksamt wird im zuständigen Ausschuss über den weiteren Fortgang berichten und bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.

 

 

 

Reinhard Naumann Oliver Schruoffeneger

BezirksbürgermeisterBezirksstadtrat

 

 

 

 
 

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