Drucksache - 0448/4  

 
 
Betreff: Konzept für den Jungfernheide-Park entwickeln
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 
Verfasser:Dr. Vandrey/Kaas Elias/Gusy 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
13.12.2012 
15. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Tiefbau und Grünflächen Beratung
09.01.2013 
14. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Tiefbau und Grünflächen ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
17.01.2013 
16. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Beschlussempfehlung
Beschluss
Jungfernheide_Plan
Vorlage zur Kenntnisnahme

Die BVV beschließt:

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 17. Januar 2013 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, ein Gesamtkonzept für den Jungfernheidepark zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sind die verschiedenen Einrichtungen wie Wasserturm, Freilichtbühne, Wildgehege, Kindererholungszentrum und Sportanlagen zu berücksichtigen und mögliche Synergieeffekte aufzuzeigen. Geprüft werden sollen auch die Einbindung von Ausbildungsstätten wie z.B. für ErzieherInnen oder TierpflegerInnen.

Die Hochschulen sollen für die Konzeptentwicklung gewonnen werden. Bei der Konzeptentwicklung sind die NutzerInnen und AnwohnerInnen ebenso einzubeziehen wie die AG Charlottenburg-Nord.

Ferner ist zu prüfen, ob Gelder aus dem Weltkulturerbe dafür verwendet werden können.

Der BVV ist bis zum 30. April 2013 zu berichten.

 

 

Das Bezirksamt teilt hierzu Folgendes mit:

 

Das grundsätzliche Nutzungskonzept für den Jungfernheidepark ergibt sich aus der Planung der Anlage als sogenannter Volkspark. Dieses Konzept beinhaltet neben der reinen Erholungsnutzung, durch Spazier- und Niederlassungsmöglichkeiten sowie Waldflächen, auch Sportangebote, mittels Sportanlagen und dem Bewegungsparcours, und die umfangreichen Kinder- und Jugendfreizeitangebote in Form der Spiel- und Bolzplätze, des Freibades und der Kindererholungsanlage. Hinzugekommen sind Angebote für eine zeitgemäß nachgefragte Nutzung innerstädtischer Grünflächen wie das Hundeauslaufgebiet, der Waldhochseilgarten, die gastronomischen Angebote am Freibad, am Wasserturm und an der Freilichtbühne und die Möglichkeiten, Wege der Grünanlage mit dem Fahrrad befahren zu können. Eine Karte des Volksparks Jungfernheide, aus der die Nutzungsstandorte hervorgehen, ist als Anlage beigefügt.

Über den Grünanlagenstatus hinaus wird der Jungfernheidepark als Landschaftsschutzgebiet naturschutzrechtlich gesichert und ist als Gartendenkmal geschützt. Besonders der Randbereich hin zum Weltkulturerbedenkmal Ringsiedlung Siemensstadt ist besonderen Schutzkriterien unterworfen, die für die Siedlung bewilligten Fördermittel sind jedoch nicht für den Jungfernheidepark selbst nutzbar.

Die Resonanz der über den Beschluss informierten Hochschulen bezüglich einer Weiterentwicklung des bestehenden Nutzungskonzeptes war leider gering.

Daher wurde im Rahmen des bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit, finanziert über das Förderprogramm Lokales Soziales Kapital, das Projekt „Erlebniswelt Tier und Natur im Gartendenkmal Volkspark Jungfernheide“ ins Leben gerufen. Neben den reinen gestalterisch-planerischen Prozessen soll insbesondere eine breite Beteiligung verschiedener Akteure sichergestellt werden. Diese Akteure sollten identifiziert und vernetzt werden, um das Projekt einer weitestmöglichen Akzeptanz zuzuführen. Zu den Akteuren können auch Umweltverbände und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern gehören sowie die den Park nutzenden Schul-, Kinder- und Jugendeinrichtungen in Frage kommen. Grundlagen für diese Beteiligung könnten insbesondere Workshopverfahren und Bürgerversammlungen sein. Denkbar wäre aber auch die Initialisierung von Ideenwettbewerben in den genannten Einrichtungen zur Entwicklung eines kreativen und vielfältigen Horizontes der Gestaltungsmöglichkeiten. Im Rahmen dieses Projektes, das von der abw gGmbH und der ajb GmbH getragen wird, wird auch die Realisierbarkeit der Einbindung von Ausbildungsstätten geprüft.

 

Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.

 

Reinhard Naumann                                                                                                  Marc Schulte

Bezirksbürgermeister                                                                                    Bezirksstadtrat

 
 

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