Das Berliner Klimaanpassungsgesetz bietet die Chance, unseren Bezirk besser an die Folgen der Klimakrise anzupassen. Entsiegelung, Schutz von Grünflächen, mehr Stadtbäume und Maßnahmen gegen Hitze müssen verbindlich umgesetzt werden. In dicht bebauten Kiezen und an Hauptverkehrsstraßen leiden Menschen unter der zunehmenden Hitze – wir brauchen Abkühlung und mehr nicht-kommerzielle Grünflächen.
CDU und Grüne zeigen das Gegenteil: Das Bezirksamt hat die Zerstörung des Gemeinschaftsgartens KlimaInsel (ehemals Kleingartenanlage) in Wilmersdorf zugelassen, damit die Berlinovo teure Mikroappartements baut. Statt Grünflächen zu schützen, opfert man sie für Luxuswohnungen. Das ist weder sozial noch ökologisch verantwortbar.
Die Linke sagt klar: Klimaschutz und bezahlbare Wohnungen gehören zusammen. Neuer Wohnraum soll auf bereits versiegelten Flächen entstehen, statt die letzten grünen Freiräume zu bebauen. 2016 stimmten über 18.000 Bürger:innen in einem Bürgerentscheid für den Schutz aller Grünflächen im Bezirk. Dieser Wille darf nicht weiter ignoriert werden.
Frederike-Sophie Gronde-Brunner