Der Wohnungsmarkt ist zusammengebrochen. Findige Vermieter bieten deshalb Wohnungen vermehrt möbliert an. Verboten ist das nicht, aber es kommt dabei nicht selten zu Exzessen bei den Mieten. Der Bezirk will daher bei Nutzungsänderungen Schranken setzen, zumindest in „Milieuschutzgebieten“. Restriktive Eingriffe lindern aber die Wohnungsnot nicht. Der Immobilienmarkt ist schon stark überreguliert, z. B. durch ein ruinöses Heizungsgesetz, vorgeschriebene energetische Sanierungen, absurde Bauvorschriften und Bürokratiemonster. Die Mieten steigen auch, weil der Staat utopische Preise für Wohnungen zahlt, in denen „Flüchtlinge“ wohnen. „Abschiebungen in großem Stil“, wie Unglückskanzler Scholz sie ankündigte, aber natürlich nie umsetzte, würden den Wohnungsmarkt entlasten. In der BVV halten Grüne, SPD und CDU lieber an ihren Lebenslügen fest und verkünden lauthals, wir hätten doch noch so viel Platz. Da muss man dann auch bei der Wohnungspolitik tunlichst auf Verbote setzen, sich
ideologische Luftschlösser bauen, über denen prangt: Der Staat kann’s richten. Wir sagen: Leider Fehlanzeige!
Michael Seyfert