„Zu dumm, daß ich nicht ‚namhaft‘ bin.“: Ausstellung über das vielschichtige Werk von Marlene Poelzig eröffnet in der Villa Oppenheim

Pressemitteilung vom 16.10.2026

Die Ausstellung „Zu dumm, daß ich nicht ‚namhaft‘ bin.“ über das vielschichtige Werk von Marlene Poelzig wird am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 12 Uhr in der Villa Oppenheim eröffnet.

Marlene Poelzig (1894–1985) zählt zu den prägendsten Gestalterinnen der Berliner Moderne. Die gemeinsame Ausstellung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf mit der Initiative Haus Marlene Poelzig und Urbanophil e. V. stellt das Schaffen der Bildhauerin, Architektin und Designerin in den Mittelpunkt.

Das Kino Capitol am Zoo, das Haus des Rundfunks und ihr Wohn- und Atelierhaus in Westend: An diesen drei Charlottenburger Bauten zeigte Marlene Poelzig ihre Gestaltungskraft. In den 1920er Jahren prägte sie Berlin als Experimentierfeld für Neue Sachlichkeit und Expressionismus mit, auch durch das gemeinsame Bauatelier mit ihrem Ehemann Hans Poelzig. Ihre künstlerische Entwicklung konnte sie im nationalsozialistischen Berlin nicht fortsetzen.
Obwohl Marlene Poelzig das Erscheinungsbild der Berliner Moderne entscheidend mitprägte, trat ihr Werk in der Architekturgeschichtsschreibung lange dem ihres Ehemanns zurück. Im Protest gegen den drohenden Abriss ihres Wohn- und Atelierhauses im Westend gründete sich 2020 die „Initiative Haus Marlene Poelzig“. Sie stieß die Auseinandersetzung mit ihrem Schaffen erneut an. Das Haus ist inzwischen verschwunden. Doch der Abriss hat eine öffentliche Debatte über Marlene Poelzigs Erbe ausgelöst.

Die von der Initiative Haus Marlene Poelzig und Urbanophil e. V. initiierte und konzipierte Ausstellung macht Marlene Poelzigs Wirken anhand von drei ihrer Schlüsselbauten sichtbar.

Die Ausstellung wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds gefördert.

Mehr zum Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Filmveranstaltungen und Werkstätten unter www.villa-oppenheim-berlin.de

Ausstellungsdetails:
„Zu dumm, daß ich nicht ‚namhaft‘ bin.“
Eröffnung: Sonntag, 25. Oktober 2026, 12 Uhr
Laufzeit: 25. Oktober 2026 bis 18. April 2027

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim
Schloßstraße 55, Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin
Tel. (030) 9029-24106
E-Mail: museum@charlottenburg-wilmersdorf.de

Im Auftrag
Räsch