Bezirksstadtrat veröffentlicht offenen Brief zu Baumfällungen
Pressemitteilung vom 03.07.2026
Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger kritisiert die Baumfällarbeiten der BEW Berliner Energie und Wärme GmbH scharf. In einem offenen Brief an den zuständigen Staatssekretär der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt von Freitag, 3. Juli 2026, äußerte er sein Unverständnis für die Vorgehensweise.
Hintergrund ist die Fällung von zehn gesunden Kastanienbäumen für temporäre Baustelleninfrastruktur am Heizkraftwerk Charlottenburg am Spreeufer. Der Bezirk hatte die Maßnahmen wiederholt abgelehnt und insgesamt sieben schriftliche Untersagungen ausgesprochen. Er übermittelte auch eine förmliche Unterlassung. Der Bezirk argumentiert, dass keine wirksame Zustimmung nach dem Berliner Grünanlagengesetz vorliegt. Die BEW beruft sich hingegen auf eine Genehmigung des Landesamts für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi), die aber nach Ansicht des Bezirksamts die Baumfällungen nicht abdeckt.
Nach Beginn der Arbeiten am Donnerstag, 2. Juli 2026, rief der Bezirk die Polizei, um die Maßnahmen zu stoppen und die rechtliche Lage vor Ort zu klären.
Der offene Brief kritisiert die widersprüchliche Verwaltungspraxis und den Umgang mit der bezirklichen Zuständigkeit. Wörtlich heißt es darin: „Alle Beteiligten waren sich der Notwendigkeit einer bezirklichen Zustimmung zu den Fällungen bewusst.“
Trotz mehrfacher Gespräche konnten keine alternativen Standorte durchgesetzt werden, die den Erhalt der Bäume ermöglicht hätten. Der Bezirk hält weiterhin an seiner Einschätzung fest und sieht die Fällungen als vermeidbar an.
Der vollständige Brief steht als Download zur Verfügung.
Im Auftrag
Räsch
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Offener Brief zur Fällung von Kastanien am Heizkraftwerk Charlottenburg
PDF-Dokument (171.2 kB)
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