Stauden und Gräser beleben ehemaliges Rosenbeet am Amtsgerichtsplatz

Neugestaltung des Amtsgerichtsplatz

Pressemitteilung vom 20.05.2026

Bald blühen Veilchen, Salbei und Elfenblumen am Treblinka-Mahnmal auf dem Amtsgerichtsplatz und auf der rückwärtigen Rasenfläche. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf gestaltete die Fläche neu und setzt auf eine bunte Mischung aus Stauden, Gräsern und Blumenzwiebeln. Ziel ist es, den Standort ökologisch aufzuwerten und zugleich ansprechend zu gestalten.

Früher wuchsen hier Rosensträucher, doch die Pflanzen litten über Jahre. Sie wuchsen kaum noch, geschwächt durch die sogenannte Bodenmüdigkeit. Diese entsteht, wenn jahrzehntelange Monokultur den Boden auslaugt und mit Mikroorganismen und Pilzen belastet, die besonders Rosen schaden.

Um den Boden zu regenerieren, setzt der Bezirk auf einen konsequenten Kulturwechsel: Statt Rosen wachsen nun Pflanzen, die nicht mit ihnen verwandt sind – darunter Iris, Akelei, Elfenblumen, Fingerhut, Salbei, Tautropfengras, Fackellilien, Witwenblumen, Veilchen und Gräser. So kann sich der Boden erholen und in einigen Jahre auch wieder Rosen gepflanzt werden. Damit die neuen Stauden gut wachsen können, hat das Amt für Grünflächen Mulchsplit zwischen die Pflanzen gestreut. Der helle Split, der an Sand erinnert, mag ungewohnt wirken, unterdrückt aber Beikräuter und fördert das Wachstum der Stauden.

Das neue Pflanzkonzept orientiert sich an positiven Erfahrungen im Bezirk, insbesondere am Rüdesheimer Platz. Die Kombination aus Stauden und Gräsern sorgt für eine abwechslungsreiche Gestaltung und eine lange Blütezeit vom Frühjahr bis zum Frost. Gleichzeitig entsteht ein wertvoller Lebensraum für Insekten, der die Artenvielfalt in der Stadt stärkt.

Mehr Informationen stehen auf der Webseite des Bezirksamts zur Verfügung. Dort kann auch der Biodiversitätsbericht des Bezirks heruntergeladen werden.

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