Gedenken an Dr. Magnus Hirschfeld und Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus Charlottenburg

Pressemitteilung vom 06.05.2026

Am 14. Mai 2026 jähren sich der 91. Todestag sowie der 158. Geburtstag von Dr. Magnus Hirschfeld. Aus diesem Anlass findet bereits am Mittwoch, 13. Mai 2026, um 15.30 Uhr ein Gedenkmoment mit Kranzniederlegung an der Magnus-Hirschfeld-Stele gegenüber dem Rathaus Charlottenburg (Otto-Suhr-Allee 93) statt. Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch, Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz sowie BVV-Vorsteherin Judith Stückler erinnern gemeinsam an den Arzt und Sexualwissenschaftler, der sich zeitlebens für die Rechte queerer Menschen einsetzte.

An dem Gedenken nehmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sowie des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD), Landesverband Berlin-Brandenburg e.V., teil. Die Veranstaltung wird gefördert durch den Bezirkefonds „Queeres Leben in den Bezirken stärken“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung mit Unterstützung der Ansprechperson Queeres Berlin.

Magnus Hirschfeld lebte und arbeitete in der heutigen Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg. Im Jahr 1897 gründete er das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee, das sich für die Abschaffung des § 175 StGB, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Zudem setzte sich Hirschfeld für die gesellschaftliche Anerkennung homosexueller Menschen ein. 1933 wurde das von Hirschfeld geleitete Institut für Sexualwissenschaft von nationalsozialistischen Studenten zerstört; seine Schriften wurden bei der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz vernichtet. Dr. Magnus Hirschfeld starb am 14. Mai 1935 im Exil in Nizza.

Im Auftrag
Blümlein