Eine Zukunft aus Silber und Beton: Ausstellungsexperiment zum Mitgestalten in der Kommunalen Galerie Berlin

Efraim Habermann, Hof in Charlottenburg, 1984, C-Print

Pressemitteilung vom 26.02.2026

Die Kommunale Galerie Berlin zeigt mit „Eine Zukunft aus Silber und Beton“ Zukunftsvorstellungen aus ungewohnter Perspektive und wagt ein ungewöhnliches Ausstellungs-Experiment: Im Mittelpunkt stehen Materialien, Oberflächen und Farben, die seit Jahrzehnten unsere Bilder und Vorstellungen von morgen prägen – von silbrig glänzenden Fassaden bis zu kühlen Betonlandschaften. Gleichzeitig sind Besucherinnen und Besucher ausdrücklich eingeladen, die Ausstellung mitzugestalten. An bestimmten Terminen können sie Werke umhängen und eigene Arbeiten einbringen. So entstehen ständig neue Verbindungen, und die üblichen Regeln des Ausstellens werden spielerisch hinterfragt.

Zu sehen ist die Schau ab Donnerstag, 5. März 2026. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz eröffnet sie um 18 Uhr in der Kommunalen Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin.

Silberne, glatte Oberflächen gelten spätestens seit Le Corbusiers Konzept der „Wohnmaschine“ oder Fritz Langs Filmklassiker „Metropolis“ als Sinnbild futuristischer Architektur und Technik. Solche Materialien prägen unsere Vorstellungen von Zukunft. Doch jede Vision der Zukunft spiegelt auch die Gegenwart, in der sie entsteht.

Die Ausstellung zeigt Werke aus der hauseigenen Artothek – vor allem Druckgrafiken und Fotografien, die unterschiedliche Bezüge zum Thema herstellen. Einige Arbeiten experimentieren mit schimmernden Oberflächen und reflektierenden Materialien. Andere greifen Motive auf, die mit technologischen oder kosmischen Zukunftsbildern verbunden sind.

In mehreren Phasen verändern die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung. Dadurch entstehen immer wieder neue Verbindungen zwischen den Werken. Das Projekt stellt die übliche Rolle von Kuratorinnen und Kuratoren infrage: Statt auf eine klar vorgegebene Bildauswahl und Anordnung setzt die Ausstellung auf Austausch und Zusammenarbeit. Sie bleibt in Bewegung und entwickelt sich durch die Beteiligung des Publikums ständig weiter.

Bilder umhängen und eigene Werke anbringen können Besuchende an diesen Terminen:
  • Donnerstag, 5. März 2026, 18 Uhr (Eröffnung)
  • Samstag, 7. März 2026, 13-15 Uhr
  • Mittwoch, 11. März 2026, 16-18 Uhr
  • Mittwoch, 18. März 2026, 16-18 Uhr
  • Samstag, 21. März 2026, 13-15 Uhr
  • Mittwoch, 25. März 2026, 16-18 Uhr
  • Mittwoch, 8. April 2026, 16-18 Uhr
  • Samstag, 11. April 2026, 13-15 Uhr
  • Samstag, 18. April 2026, 13-15 Uhr
  • Mittwoch, 22. April 2026, 16-18 Uhr

Rahmenprogramm:

Mittwoch, 15. April 2026, 18 Uhr
„Bye Curating! Ist das das Ende des Kuratierens?“

Ein Gespräch über kuratorische Praktiken mit
  • Leonie Rösler und Marlene Sichelschmidt, Kunsthistorikerinnen und freies Kuratorinnenduo
  • Barbara Höffer, Leitung Kommunale Galerie und Fachbereich Kultur des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Viviane Linek, Volontärin und Konzeptgeberin der Ausstellung

Der Eintritt ist frei.

Eröffnung und Projektstart: Donnerstag, 5. März 2026, 18 Uhr
Laufzeit: Freitag, 6. März, bis Sonntag, 26. April 2026

Ort:
Kommunale Galerie Berlin
Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 10-17 Uhr
Mi 10-19 Uhr
Sa und So 11-17 Uhr

Im Auftrag
Räsch