12. Integrationspreis des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf verliehen
Die Gewinnerinnen des 12. Integrationspreises: das interkulturelle, feministische Frauentheater aus dem Nachbarschaftszentrum Divan (links), Safia Yazanoğlu (rechts) mit Bezirksbrügermeisterin Kirstin Bauch (2.v.r.)
Bild: BACW
Pressemitteilung vom 19.12.2025
Zum zwölften Mal verlieh der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf am Mittwoch, 17. Dezember 2025, seinen Integrationspreis. Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch ehrte in der Kategorie „Einzelperson“ Safia Yazanoğlu und in der Kategorie „Gruppe“ das interkulturelle, feministische Frauentheater aus dem Nachbarschaftszentrum Divan.
Safia Yazanoğlu engagiert sich seit über 12 Jahren für benachteiligte Frauen in Charlottenburg-Wilmersdorf, insbesondere für jene mit Erfahrungen von Zwangsheirat und ohne schulische Bildung. Sie fördert durch Projekte wie Tanz- und Kulturveranstaltungen sowie einen Frauenchor die Selbstbestimmung und Sichtbarkeit dieser Frauen und stärkt sie in herausfordernden Lebenssituationen.
Das interkulturelle, feministische Frauentheater Divan, gegründet 2024, bietet migrantischen Frauen eine Bühne, um ihre Geschichten zu erzählen. Mit dem zweisprachigen Stück „Die Geschichte der Mimose“ fördert die Gruppe das Selbstbewusstsein und die Teilhabe von Migrantinnen und setzt auf Theater als Instrument der Integration.
Nominiert in der Kategorie „Einzelperson“:
- Christoph Leucht: Engagiert sich seit Jahren für migrantische Roma in Berlin und hat Projekte wie „Pakiv“ und „Romano Sfato“ entwickelt.
- Natalia Marmolejos Feliz: Setzt sich für benachteiligte Menschen in der Nachbarschaft ein und leistet dort wertvolle Integrationsarbeit.
- Ehsan Djafari: Aus eigener Fluchterfahrung heraus engagiert er sich für Integration, Demokratie und gegen Diskriminierung und leitet zahlreiche Projekte zur Teilhabe von Geflüchteten.
- Maria Smolko: Sie unterstützt Zugewanderte in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarktintegration und schafft durch ihre Arbeit Perspektiven für viele.
- Razia Hashemi: 2013 kam sie als geflüchtete Frau aus Afghanistan nach Berlin und setzt sich für die Integration von Frauen und Müttern ein. Besonders unterstützt und ermutigt sie afghanische Frauen und Mütter, einen Schulabschluss zu machen, eine Ausbildung zu beginnen und beruflich tätig zu werden.
- Mehmet Dedeoğlu: Als Fotograf dokumentiert er seit Jahrzehnten das Leben migrantischer Communities und trägt dazu bei, ihre Geschichten sichtbar zu machen.
Nominiert in der Kategorie „Gruppe“:
- Aufsuchende Sozialarbeit in Hotels und Hostels: Seit 2024 bietet dieses Projekt soziale und psychologische Unterstützung für geflüchtete Menschen in Hotels und sorgt so für bessere Integrationschancen.
- Lernzeit Berlin gUG: Das Projekt fördert die Bildung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere von Geflüchteten. Das Projekt bietet Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe an.
- Deutschkurse in der Ulme 35: Ehrenamtliche Lehrkräfte bieten seit mehr als zehn Jahren Deutschunterricht für Geflüchtete an und fördern so deren Integration in die Gesellschaft.
Der Integrationspreis ehrt Menschen und Gruppen, die sich für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte einsetzen. Der Preis ist mit 500 Euro in der Kategorie „Einzelperson“ und 1.000 Euro in der Kategorie „Gruppe“ dotiert.
Im Auftrag
Räsch
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