Gedenkfeier zu Ehren von Clara Israel – Würdigung einer Pionierin der Sozialen Arbeit
Pressemitteilung vom 15.10.2025
Mit der Benennung eines Platzes nach Clara Israel (1876-1942) ehrt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf am Mittwoch, 22. Oktober 2025, die außergewöhnlichen Verdienste einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit in Deutschland. An der Grünfläche vor dem Standesamt Charlottenburg (Alt-Lietzow 28, 10587 Berlin) wird um 12 Uhr eine Gedenkstele enthüllt und die Fläche offiziell in Clara-Israel-Platz benannt.
Zu den Redner:innen gehören:
- Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Ordnung, Umwelt, Straßen und Grünflächen)
- Bezirksstadtrat Simon Hertel (Jugend und Gesundheit)
- Judith Stückler (Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf)
- Uta von Pirani (Jugendamtsleitung a. D., Sozialwissenschaftlerin)
Im Anschluss folgt von 14 bis 16 Uhr ein öffentliches Symposium im Festsaal des Rathauses Charlottenburg-Wilmersdorf, Otto-Suhr-Allee 100.
Folgende Beiträge sind geplant:
- „Erinnerung ist kein Rückblick, sondern eine Haltung – was heißt das für die Jugendamtsarbeit heute?“ – Uta von Pirani
- „Clara Israels Leben und Wirken für die Soziale Arbeit.“ – Dr. Simone Ladwig-Winters
- „Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf sichtbar machen“ – Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU stellt sein Projekt vor. – Denise Nestler
- „Gedenken – Aufgabe für die junge Generation und Folgerungen für die Gegenwart aus ihrer Sicht.“ – N.N.
Zur Person Clara Israel
Clara Israel (geb. 28. Oktober 1876) gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der Sozialen Arbeit in den 1920er Jahren. Als Leiterin des bereits 1920 neu gegründeten Jugendamtes Charlottenburg und als engagierte Pionierin der Sozialarbeit setzte sie sich für die Weiterentwicklung und Professionalisierung des Berufsfeldes gerade für Frauen ein. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verlor sie ihre Ämter und engagierte sich fortan im Jüdischen Hauspflegeverein Berlin-Charlottenburg. 1942 nahm sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Freundin das Leben, als ihnen die Deportation drohte.
Mit der Benennung des Clara-Israel-Platzes und der Errichtung einer Gedenkstele würdigt der Bezirk eine entschlossene und sozial engagierte Frau, die für Menschlichkeit und Verantwortung stand. Zugleich bekennt sich der Bezirk mit dieser Veranstaltung zur Bedeutung seiner sozialpädagogischen Fachbehörde des Jugendamtes, und damit zu seiner Verantwortung für das Aufwachsen der künftigen Generation.
Besonders hervorzuheben ist hier der Einsatz der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Judith Stückler, die das Projekt Gedenkstele und die Benennung des Clara-Israel-Platzes maßgeblich vorangetrieben hat.
Gedenkveranstaltung:
Clara-Israel-Platz
Alt-Lietzow 28
10587 Berlin
Symposium:
Rathaus Charlottenburg
Festsaal (3. OG)
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin
Im Auftrag
Blümlein
Kontakt
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Verkehrsanbindungen
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